Emsland (Landkreis)

Typ: 
Landkreis
Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises: 
Emsland (Landkreis)
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Landkreis Emsland Jugendpflege
Name des Ansprechpartners: 
Sven Kruppik
Funktion des Ansprechpartners: 
Jugendpfleger
Straße/Postfach: 
Ordeniederung 1
Postleitzahl: 
49716
Ort: 
Meppen
Telefon des Ansprechpartners: 
+49 40 5931441463
Telefax des Ansprechpartners: 
+49 40 5931441463
E-Mail des Ansprechpartners: 
Internetadresse der Kommune: 

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

KomA - Kontrollierter Umgang mit Alkohol

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

KomA steht für "Kontrollierter Umgang mit Alkohol" und ist ein Projekt der kommunalen und katholischen Jugendarbeit und den Fachambulanzen Sucht im Landkreis Emsland. 2006 entstand unter der Federführung des Landkreises Emsland und des Bistums Osnabrück das Projekt "KomA" mit der Zielsetzung, Jugendliche und Heranwachsende über Alkohol aufzuklären, OHNE ihnen diesen ganz zu verbieten. Die Jugendlichen sollen lernen, mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Alkohol verantwortlich umzugehen. Das Projekt KomA stellt Jugendlichen Handlungsalternativen und umfassende Informationen über die "Volksdroge Alkohol" zur Verfügung. Im Rahmen des Bausteins "KomA on Tour" geht ein KomA-Team in die Schulklasse, den Jugendtreff oder die Jugendgruppe und kommt hier mit Jugendlichen ins Gespräch. Ein anderer Schwerpunkt von KomA ist die Information und Stärkung der Eltern. - Diskussionen über das Thema Alkohol gibt es in jeder Familie. KomA führt Elternabende durch, bei denen neben grundsätzlichen Informationen auch individuelle Fragen beantwortet werden. Zudem steht das KomA-Team den Städten und Gemeinden beratend und aktiv bei Präventionsveranstaltungen zur Seite.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangs- und Bedarfsanalyse

Der Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland steigt besorgniserregend weiter an. Während Jugendliche nach Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) z.B. in der Altersgruppe zwischen elf und 15 Jahren generell weniger trinken, gibt es eine kleinere, aber stetig wachsende Gruppe, die überproportional viel trinkt und Alkohol zum Mittelpunkt ihres Lebens macht. Bei den 12-17-jährigen gibt es neueren Studien zufolge sogar einen generellen Anstieg des Alkoholkonsums. Bereits 2006 entstand unter der Federführung des Landkreises Emsland und des Bistums Osnabrück das Projekt "KomA" mit der Zielsetzung, Jugendliche und Heranwachsende über Alkohol aufzuklären, OHNE ihnen diesen ganz zu verbieten.

Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen 2011 (KFN Studie 2010) konsumieren Jugendliche im Landkreis Emsland zum einen häufiger Alkohol, zum anderen betreiben sie aber auch deutlich öfter das sogenannte Rauschtrinken als der Durchschnitt der Jugendlichen im westlichen Bundesgebiet. Beim Rauschtrinken handelt es sich um ein Trinkverhalten, bei dem die Jugendlichen bei einer Gelegenheit fünf und mehr alkoholische Getränke konsumieren. 26% der Jugendlichen (14-16 Jahre) gaben bei der KfN-Studie an, häufiger Bier, Wein, Schnaps oder Alcopops zu trinken, im Bund (West) beträgt die Quote 22,8%. Beim Rauschtrinken gaben 69,7% an häufiger mehr als fünf Gläser Alkohol zu konsumieren, während dies im Bund (West) mit 53,9% deutlich weniger Jugendliche angaben. Alkohol stellt also ein grundlegendes Problem und eine Gefahr für Jugendliche dar, der präventiv auf ganzheitlicher Ebene begegnet werden muss. Aus diesem Grunde wurde seitens des Landkreises Emsland im Auftrage des Kreispräventionsrates ein Projekt initiiert, welches den Alkoholkonsum von Jugendlichen thematisiert und zeitgemäße präventive Maßnahmen leistet.
Das Ergebnis ist das Kooperationsprojekt KomA. KomA steht für Kontrollierter Umgang mit Alkohol. Die Schirmherrschaft hat Landrat Reinhard Winter 2012 von Landrat a.D. Herman Bröring übernommen.

Ziel

Der Umgang mit Alkohol in der Jugendarbeit, bei Jugendlichen und letztendlich auch Erwachsenen soll im Emsland stärker ins Bewusstsein gerückt werden und ein vernünftiger Umgang mit Alkohol erwirkt werden. Durch Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention soll somit bewirkt werden, dass

  1. Jugendliche ihren Alkoholkonsum überdenken und lernen dosiert und kontrolliert im Sinne eines "Genussmittels" anstelle von "Lust- bzw. Kampftrinken" damit umzugehen.
  2. der unangemessene Umgang mit Alkohol zu einem Thema auch außerhalb der Jugendarbeit wird.
  3. der Alkohol seinen unangemessenen Stellenwert in der Gesellschaft verliert.

Zielgruppe

KomA richtet sich vor allem an Jugendliche, Jugendgruppen, an JugendgruppenleiterInnen und MultiplikatorInnen aus der Jugendarbeit. Hauptzielgruppe sind 12 – 18-jährige Kinder- und Jugendliche im Landkreis Emsland. Aber KomA soll auch ein Projekt für alle Altersgruppen und Sozialschichten darstellen, um dem Problem des übermäßigen und unreflektierten Alkoholkonsums wirksam zu begegnen. Aus diesem Grund, plant das KomA-Projekt in Zukunft gemeinsam mit weiteren Präventionsprojekten, Erwachsene in ihrer Rolle als "Vorbilder" anzusprechen. Nur wenn ein Ruck durch die gesamte Gesellschaft geht, kann Alkoholprävention nachhaltig wirken.

Kooperation und Vernetzung

KomA ist ein Projekt der Kommunalen und Kirchlichen Jugendarbeit im Landkreis Emsland. Das Team besteht aus 15 MitarbeiterInnen verschiedener Professionen und Sachgebiete:

  • Jugendpflege in den Kommunen (Landkreis und Gemeinden)
  • Verbandliche und katholische Jugendarbeit (KLJB und Kolpingjugend)
  • Drogen- und Suchtberatungsstellen im Emsland (Caritas und Diakonie)
  • Sozialräumliche Präventionskräfte (SP!EL)

Sämtliche das Projekt betreffende Inhalte und Aktionen werden von dem multiprofessionellen Team diskutiert, durchgeführt und anschließend evaluiert. Eine Rückkopplung entsteht weiterhin durch die politische und öffentliche Diskussion der Thematik in Räten und Ausschüssen, wie dem Kreispräventionsrat und Jugendhilfeausschuss.

Inhalte

KomA steht für die persönliche Auseinandersetzung mit Alkohol, für Information und fachliche Kompetenz und jugendgerechte Beratung und Nähe. Zudem steht KomA für die Qualifikation von MultiplikatorInnen und die Vernetzung im Landkreis von in der Jugendarbeit und mit Jugendlichen tätigen Einrichtungen. Verschiedene Veranstaltungen, Qualifizierungsmaßnahmen, Arbeitshilfen und Öffentlichkeitsarbeit sollen auf die Ziele hinwirken. Insofern beruhen die Maßnahmen sowohl auf Aspekten der Verhältnis- wie auch der Verhaltensprävention. Die Projektbestandteile sind im folgenden Punkt aufgelistet.

Umsetzung und Ergebnisse

Auftaktevent in Sögel, Aula des Hümmling-Gymnasiums

Im Februar 2007 erfolgte die Eröffnung des KomA-Projektes durch den Schirmherren Landrat Hermann Bröring und den Dechant Thomas Burke. Im Mittelpunkt des Programms stand das Suchttheaterstück "Wilder Panther, Keks" vom D.a.S. Theater Köln. Außerdem zeigte ein Markt der Möglichkeiten mit der Darstellung präventiver und aktiver Angebote für Jugendliche die Vielfalt der Präventionslandschaft im Landkreis Emsland.

40 Tage Ohne

Im Februar/ März 2007 ergänzte die katholische Jugendarbeit den Auftakt mit der Fastenaktion "40 Tage ohne…" in emsländischen Kirchengemeinden. Diese Fastenaktion sollte zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Alkohol einladen. Einige Teilnehmer haben versucht 40 Tage ohne Alkohol (und andere Suchtmittel) auszukommen und es auch erfolgreich umgesetzt.

KomA CD

Eine Arbeitshilfe auf der KomA-CD. Die CD war eine Arbeitshilfe für Lehrer und Jugendarbeiter. Seit 2010 finden sich diese Arbeitshilfen auf der Homepage von KomA (www.koma-emsland.de). Sie bietet konkrete Tipps und Anleitungen zur Umsetzung in der Jugendarbeit.

Plakatwettbewerb für Jugendliche, Schulen und Jugendgruppen

Februar bis April 2007 führte das KomA-Projekt einen Kreativwettbewerb durch.

Aufgabe war es, ein Plakat zu erstellen, anhand dessen der Alkoholkonsum im Emsland bzw. ein vernünftiger und kontrollierter Umgang mit Alkohol aufgezeigt wird. Dieses Projekt wurde 2007 mit einer Prämierungsfeier und der Eröffnung einer Wanderausstellung der eingereichten Plakate gefeiert.

Wanderausstellung

Seit 2007 finden sich 60 ausgewählte Plakate aus dem Wettbewerb in der Wanderausstellung wieder. Sie ziehen seitdem durch das Emsland. Egal ob Jugendzentrum, Schule, Rathaus oder andere Veranstaltungen... die Ausstellung kann kostenlos gebucht werden. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen.

KomA-on-Tour - Der zentrale Projektbaustein

Das Koma-Team geht auf Tour. Z.B. in die Leiterrunde, den Offenen Jugendtreff, den Verbandsvorstand oder in die Schule. Das Team arbeitet vor Ort mit Gruppen zum Thema Alkohol. KomA on Tour ist kostenlos. Die Mindeststundenzahl für einen Klassenverband beträgt fünf Schulstunden (Drei Schulstunden Haupttreffen und zwei Schulstunden Nachtreffen (ca. sechs Wochen später) begleitet wird dieses Seminar durch einen anonymen Onlinefragebogen der vor den beiden Treffen, jeweils ausgefüllt werden kann. KomA-on-Tour beinhaltet folgende Inhalte:

  • Wissensquiz
  • Wenn – Dann Situationskarten "Sucht" Ergänzung von "Halbaussagen" z.B. Wenn ich traurig bin, dann....
  • Meinungslinie (9 Thesen) Die Teilnehmer ordnen sich ihrer persönlichen Meinung entsprechend auf einer auf den Boden gezeichneten Skala ein und begründen ihre Meinung.
  • Trichter. Beim Trichter geht es darum, gemeinsam anhand von Fallbeispielen ins Gespräch über Alkohol und seine "Alltagsformen" zu kommen. Die Jugendlichen ordnen den drei Kategorien Sucht, Genuss und Missbrauch die Fallbeispiele zu und diskutieren die Zuordnung.
  • Erfahrungen u. Meinungen zum Verhalten von Jungen bzw. Mädchen auf Partys – Geschlechtsspezifische Einschätzung von Alkoholkonsum; Mädchen und Jungen schreiben getrennt voneinander ihre Meinung zum (Trink)Verhalten des anderen Geschlechts auf und diskutieren anschließend ihre gemeinsam ausgewerteten Ergebnisse.
  • Promillewirkung.Berechnung von Alkoholgehalt und möglicher Wirkung
  • Drunkbuster.Die 3 Rauschbrillen simulieren den Zustand der Beeinträchtigung durch Alkohol mit Werten von 1,3 und 1,5 Promille. Es werden verschiedene Übungen in einem Parcours mit den Brillen durchgeführt.
  • Fragen und Antworten, die die Schüler anonym per Zettel zu Beginn der Veranstaltung stellen, werden vom Team beantwortet.
  • Fragen und Antworten zum Jugendschutzgesetz

KomA Elternabend

KomA bietet seit 2011 für interessierte Eltern und Lehrer auch "KomA-Elternabende" an. In den Kommunen in deren Schulen KomA on Tour in den Schulen tätig war, können die Eltern und Lehrer zusätzlich einen Elternabend buchen. Hier werden neben den anonymisierten Ergebnissen der Onlinefragebögen der Schulen, allgemeine suchtpräventive Ansätze erklärt, Fragen beantwortet und Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt.

KomA-Website /Facebook

Die Internetseite www.koma-emsland.de bietet einen Überblick über das Projekt und zusätzlich vor allem aktuelle Informationen zu KomA on Tour, freie Termine der Wanderausstellung und eine anonyme Online-Beratung per Email.
Sie ist auf vielen Internetpräsenzen der Jugendverbände, Städten und Gemeinden sowie dem Jugendserver emSide.de verlinkt.
KomA ist auch auf Facebook. Seit Beginn 2012 hat KomA eine eigene Facebookseite. Gerade nach Schulterminen der Koma-Teams sind die Internetseite als auch die Facebookseite gut besucht.

KomA-Theaterwettbewerb

Um das Thema "Alkoholprävention" und das KomA-Projekt weiter publik zu machen und Jugendliche dafür zu gewinnen, sich mit der Alkoholproblematik auseinander zu setzen, hat KomA 2010 einen neuen Kreativwettbewerb durchgeführt: "Auf die Bretter geschickt - KomA-Theaterwettbewerb 2010". Nach der erfolgreichen Durchführung des Plakatwettbewerbs, ging es hierbei um das szenische Spiel. Theater als ältestes Kommunikations- und Kritikmittel der Menschen bewirkt neben der Wirkung der Theaterstücke auf die Konsumenten vor allem auch die intensive Beschäftigung der Wettbewerbsteilnehmer mit dem Thema Alkoholkonsum unter Jugendlichen und somit im Idealfall eine kritische Reflexion des eigenen Umgangs mit Alkohol. Fünf Jugendgruppen übten ein Theaterstück zum kontrollierten Umgang mit Alkohol ein und präsentierten ihr Stück einer Jury und der Öffentlichkeit beim Finale am 08.10.2010 im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen (Ems). Auch nach der Prämiere werden die Gruppen weiterhin von Schulen und anderen Institutionen angefragt.

KomA Methoden Fortbildung für Fachkräfte der Jugend- und Schulsozialarbeit

Im April 2011 wurden die Methoden von "KomA on Tour" an Fachkräfte weitergegeben. 40 Teilnehmer wurden zunächst inhaltlich über das Thema "Alkohol und seine Folgen" informiert. Später wurden die Methoden und Hintergründe von KomA vermittelt. Ziel war es, Alkoholprävention auf eine breite Basis zu stellen.

KomA Methoden Fortbildung für Jugendgruppenleiter und Ehrenamtliche

Ab 2013 werden die Methoden von "KomA on Tour" auch den Jugendgruppenleitern und ehrenamtlichen Helfern in Sport- und Jugendvereinen sowie Verbänden in einer Schulung näher gebracht. Ähnlich wie bei der Fortbildung für Fachkräfte 2011 werden Methoden und Hintergründe von KomA vermittelt.

Weitere exemplarische öffentlichkeitswirksame Aktionen

  • Mit einem Karnevalswagen nimmt das KomA-Team an einigen Karnevalsumzügen im Emsland teil.
  • Die Radkappen-Weitwurf WM (www.radkappen-wm.de) in Meppen und andere Events wie ein Tag der Offenen Tür in Betrieben oder schulische Veranstaltungen werden durch einen Informationsstand bereichert.
  • Auf Stadt- und Pfarrfesten sowie Landjugendfeten hat KomA seinen Pavillon aufgebaut und berät niederschwellig Jugendliche und Eltern.
  • In Kooperation mit der Schutzengelinitiative und dem HaLT-Projekt Emsland hat Koma auf einigen Stadtfesten der Region und auf dem Abifestival in Lingen einen Tauschstand betrieben. Hier konnten Jugendliche alkoholische Getränke kostenlos gegen alkoholfreie Cocktails eintauschen.
  • In verschiedensten Gremien, Vereinen und Verbänden haben die Mitarbeiter des KomA-Projektes ihre Arbeit vorgestellt und individuelle Maßnahmen durchgeführt.

Flankierende Maßnahmen

  • Gesetzlicher Jugendschutz:
    Jährlich werden über 500 Jugendschutzkontrollen in Gaststätten, Discotheken, Trinkhallen, Videotheken etc. durch die Kreisjugendpflege durchgeführt. 2011 führte der Landkreis Emsland zudem knapp 200 Testkäufe im Einzelhandel und Tankstellen durch.
  • Beratungsparcours an Schulen:
    Spielerische und jugendgemäße Beratungsaktion mit 5 verschiedenen Stationen zu den Themen Jugendschutz, häusliche Gewalt und Opferhilfe, Sexueller Missbrauch/ Gewalt gegen Kinder, Schwangerenberatung und Sucht, Alkoholkonsum und Jugendschutzgesetz.
  • Dialog mit den emsländischen Krankenhäusern bzgl. der Anzahl und Entwicklung der wegen Alkoholintoxikation behandelten Kinder und Jugendlichen.
  • Kooperationen mit anderen Alkoholpräventiven Maßnahmen im Landkreis Emsland (z.B. Schutzengel und HaLT).

Ausblick

Auf der Agenda steht neben der Fortsetzung der bereits etablierten Bausteine weiterhin die Ausbildung von "Peer Leadern". (Siehe KomA Methoden Fortbildung für Jugendgruppenleiter und Ehrenamtliche). Für 2013 steht bei KomA ein neuer Kreativwettbewerb mit anschließender Multimediaausstellung zum Thema "kontrollierter Umgang mit Alkohol" an. Jugendlichen und Jugendgruppen soll zum einen wie schon 2006/2007 die Möglichkeit gegeben werden sich mittels eines Plakates an diesem Wettbewerb zu beteiligen, zudem soll 2013 auch ein Handyvideowettbewerb ausgeschrieben werden. Beide "Produkte werden dann 2014 in eine Multimedia-Ausstellung umgesetzt. In Naher Zukunft steht der Ausbau der Kooperationen unter den alkoholpräventiven Projekten des Landkreises Emsland an. KomA ist die federführende Organisation um in Zukunft eine landkreisweite Alkoholpräventions-Kooperation aller in diesem Präventionssektor tätigen Projekte unter ein Dach zu stellen und gemeinsam die Ziele anzugehen.

Bewertungskriterien des Wettbewerbs und KomA

KomA ist ein auf eine ausführliche Bedarfsanalyse aufbauendes, strategisches Konzept mit dem Ziel eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol und entspricht somit den Wettbewerbskriterien in vollem Umfang.
Durch die Schirmherrschaft des Landrates und die Beteiligung der Kommunen sowie freien Träger der Jugendhilfe ist KomA seit dem Jahr 2006 im Landkreis Emsland etabliert und auf Dauer angelegt. Durch die Vernetzung mit Fachdiensten, Beratungsstellen und kommunalen sowie kirchlichen (Jugend-)Einrichtungen erreicht KomA eine hohe Fachkompetenz. Inhalte und Aktionen werden gemeinsam von dem multiprofessionellen Team erarbeitet und durchgeführt. Eine Rückkopplung entsteht weiterhin durch politische und kommunale Gremien wie dem Kreispräventionsrat und dem Jugendhilfeausschuss.

KomA stellt den Jugendlichen mit seinen Materialen und Bausteinen Handlungsalternativen und umfassende Informationen über die "Volksdroge Alkohol" zur Verfügung. KomA verhindert so auf der verhaltenspräventiven Seite durch seine Aufklärung das "Binge Drinking" und bezieht Eltern und Familien in die Maßnahmen ein. Ferner wird der auf der verhältnispräventiven Seite der gesellschaftliche Stellenwert des Alkohols thematisiert.

Des Weiteren ist KomA stets bestrebt, innovative Ideen einzubinden. So erfolgt in 2013 die Umsetzung eines neuen Kreativwettbewerbs (s. Umsetzung und Ergebnisse).

Eine Evaluation des Projektes erfolgt durch Schülerbefragungen vor und nach jedem Unterrichtsbesuch. 23% der Schüler gaben hier im Durchschnitt an, nach der Schulung weniger zu trinken oder nachdenklicher geworden zu sein. Außerdem wurde KomA im Rahmen einer Bachelorarbeit evaluiert und die Methoden in qualitativen Interviews überprüft. Die insgesamt positiven Ergebnisse sind ein Indiz für den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Projektes und eine zusätzliche Bestätigung das Projekt fortzusetzen.

In benachbarten Landkreisen sind derweil bereits KomA-Projektbausteine übernommen und eingesetzt worden.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zu den Alkoholprävention in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption? (wenn ja, bitte als Anlage beifügen): 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? (wenn ja, bitte als Anlage beifügen): 
ja
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Zielgruppe richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder
Jugendliche
Junge Erwachsene
Erwachsene
Senioren
Eltern/Erziehungsberechtigte
Familien
Obdachlose
Multiplikatoren
Veranstalter
Gastronomie
Clubs/Diskotheken
Einzelhandel
Tankstellen
Weitere
C 24 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
Welche? (bitte benennen) : 
Schulen, Sportvereine, Verbände
C 25 Welche Maßnahmen zur Alkoholprävention im öffentlichen Raum stehen in ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt?: 
Strategische Konzepte mit dem Ziel eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol
Maßnahmen zur Verhinderung des Rausch-Trinkens (Koma-Saufen, Binge Drinking)
Multiplikatoren-Fortbildung
Peer-Education
Streetwork und aufsuchende Hilfen
Beratung
Verzicht auf Alkoholwerbung auf kommunalen Werbeflächen
Alkoholbeschränkungen/-verbote im öffentlichen Raum
Alkoholbeschränkungen/-verbote im öffentlichen Personennahverkehr
Abgabebeschränkungen bei Sport- und anderen Großveranstaltungen
Abgabebeschränkungen bei Karnevalsfeiern, Kirmes-, Schützen- und Volksfesten
Förderung von Punktnüchternheit und reduziertem Alkoholkonsum im Straßenverkehr
Dialog- und Mediationsverfahren, Konfliktmanagement
Erarbeitung von Leitfäden, Arbeitshilfen, Info-Material
Weitere
C 26 Welche Strategie der Suchtprävention verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 27 Welche öffentlichen Orte stehen im Fokus Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartier/Stadtteil
Besondere Straßen/Plätze
Spielplätze
Öffentliche Park- und Grünanlagen
Öffentlicher Personennahverkehr
Öffentliche Veranstaltungen
Öffentliche Feste
Weitere
Welche? (bitte benennen): 

Schulen, Verein und Verband, Jugendeinrichtungen und Jugendzentren

C 28 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Grundschule/Primarbereich
Hauptschule
Realschule
Sekundarschule
Gymnasium/Fachoberschule
Gesamtschule
Berufsschule
Ausbildungsstätte
Jugendeinrichtung
Senioreneinrichtung
Obdachloseneinrichtung
Sportverein
Weitere

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und -verwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Suchtpräventionsstelle
Gesundheitsamt
Jugendamt
Sozialamt
Ordnungsamt
Polizei
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Suchtberatungsstellen
Krankenkassen
Krankenhäuser
Niedergelassene Ärzte
Apotheken
Schulen
Einrichtungen der Jugendarbeit
Mobile Jugendarbeit
Sportvereine
Ausbildungsstätten
Kirchen
Wohlfahrtsverbände
Quartiermanagement
Einrichtungen der Seniorenarbeit
Obdachlosenhilfe
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Veranstalter
Gastronomie
Clubs/Diskotheken
Einzelhandel
Tankstellen
Fahrschulen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
Wenn ja, welche?: 

Das KomA-Projekt wurde im Kreispräventionsrat Emsland angeregt und die Inhalte sowie die gemeinsame Projektleitung und Projektdurchführung der Kooperationspartner wurden im Protokoll festgehalten.

C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36 Werden bei der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags von anderen entwickelte Projekte/Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
Wenn ja, welche?: 

BzGA - Informationsmaterial .

C 37 Sind im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
Wenn ja, welche?: 

KomA ist über die Grenzen des Landkreises Emsland hinweg tätig. KomA-Unterrichtsbausteine werden in unterschiedlichen angrenzenden Landkreisen (Aurich, Osnabrück) z.T. losgelöst vom KomA-Gesamtkonzept angewendet.

Anlagen

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Das KomA Team 2012.
Das KomA Team 2012.

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KomA in der Schule. Das Bild zeigt eine typische Unterrichtseinheit. Wir legen viel Wert auf gemeinsames Arbeiten mit den Schülern anstelle von Frontalunterricht.
KomA in der Schule. Das Bild zeigt eine typische Unterrichtseinheit. Wir legen viel Wert auf gemeinsames Arbeiten mit den Schülern anstelle von Frontalunterricht.

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Der KomA-Pavillion. Um bei Sporveranstaltungen, Jugendfesten oder Stadtfesten präventiv Tätig zu werden.
Der KomA-Pavillion. Um bei Sporveranstaltungen, Jugendfesten oder Stadtfesten präventiv Tätig zu werden.

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Die Gewinner  der Plätze 1-3 beim Plakatwettbewerb 2007.
Die Gewinner der Plätze 1-3 beim Plakatwettbewerb 2007.

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Die Gewinnergruppe des 2. Platzes bei Ihrem Auftritt beim KOMA- Theaterwettbewerb 2010- "Auf die Bretter geschickt".
Die Gewinnergruppe des 2. Platzes bei Ihrem Auftritt beim KOMA- Theaterwettbewerb 2010- "Auf die Bretter geschickt".

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Der KomA-Karnevalswagen.  Bei den Karnevalsumzügen in der Region haben wir mit unserem "Wagen" im Umzug mitgewirkt und u.a. Bierflaschen gegen Getränkepäckchen (nicht alkholisch) kostenlos ausgetausch.
Der KomA-Karnevalswagen. Bei den Karnevalsumzügen in der Region haben wir mit unserem "Wagen" im Umzug mitgewirkt und u.a. Bierflaschen gegen Getränkepäckchen (nicht alkholisch) kostenlos ausgetausch.

14_1474_1524_2351.pdf

Der standartisierte Unterrichtsablauf des Haupttreffens und des Nachtreffens (ca. 6 Wochen später) des KomA-Schulangebotes.
PDF icon 14_1474_1524_2351.pdf

14_1474_1524_2352.pdf

Die im Unterricht benutzten /benutzbaren Bausteine von KomA on Tour. Unsere Teamer sind relativ frei auch eigene, neue oder gerade in der Klasse angebrachte Methoden zu wählen. Die Bausteine sind eine Orientierungshilfe.
PDF icon 14_1474_1524_2352.pdf