Nichtraucher-Kampagne im Amtsblatt Dettenhausen

Die Nichtraucher-Kampagne startete der AK in der Frühphase des Projekts. In der Kampagne wurden über einen Zeitraum von 9 Monaten im Amtsblatt Dettenhausen in lockerer Folge (ca. alle 2 Wochen) Nichtraucher und Nichtraucherinnen vorgestellt mit Bild, Alter, kurzer Vorstellung der Person und deren Gründen fürs Nichtrauchen.

Ziele der Kampagne

  • Die Kampagne sollte Aufmerksamkeit erregen und den AK Drogenprävention bekannt machen.
  • Die Kampagne sollte für den AK, im Jugendtreff, in der Schule, in den Vereinen und in den Familien Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Jugendlichen bieten.
  • Die Kampagne sollte Jugendlichen Personen vorstellen, die sie gut finden und die für sie Vorbildwirkung als Nichtraucher / innen haben.

1.1 Das Amtsblatt als Medium

Das Amtsblatt ist in Dettenhausen sehr verbreitet und kommt in viele Haushalte. Es erscheint I Mal pro Woche. Es wird darin aus allen Bereichen des vielfältigen Gemeindelebens berichtet (Berichte der Verwaltung, Beiträge von Schule und Kindergärten, Berichte und Veranstaltungshinweise von Kirchen, Vereinen und freien Gruppierungen). Auch für Jugendliche ist das Amtsblatt interessant, viele Jugendveranstaltungen der Verbände und Vereine erscheinen unter einer eigenen Rubrik "Jugendinfo". Von daher bot sich das Amtsblatt als Medium für die Nichtraucher-Kampagne an.

1.2 Die Form der Beiträge

Um bei der Menge der Beiträge im Amtsblatt auch wahrgenommen zu werden, war es wichtig, die Aktion als "Kampagne" durchzuführen, das heißt, dass über einen gewissen Zeitraum immer wieder mit dem gleichen "Produkt" Öffentlichkeit hergestellt werden musste. Zudem war es wichtig, immer wieder Personen "einzustreuen", die im Gemeinwesen bekannt sind. Nur so konnte tatsächlich Bekanntheit erreicht werden und die Kampagne auch Anknüpfungspunkte für Gespräche zu bieten.
Auch der Schreibstil der Beiträge war wichtig: die Kampagne sollte zwar auch für Erwachsene, aber vor allem für Jugendliche geschrieben sein und von ihnen gerne gelesen werden. Zudem sollte der Text mit den vorgestellten Personen entwickelt und von der Formulierung her abgesprochen werden.

Wir achteten darauf

  • dass die Texte einfach und locker geschrieben waren;
  • dass der Bezug zu den Jugendlichen in der kurzen Charakterisierung der Personen klar zum Ausdruck kommt;
  • dass in der Reihenfolge der Personen einerseits ein gewisser Bezug hergestellt werden konnte und andererseits Abwechslung geboten wurde;
  • dass - soweit es möglich war - neben dem örtlichen Bezug (Dettenhausen) auch ein zeitlicher Bezug gegeben war (Ferien, Fasching usw.)

1.3 Auswahl der Personen

Allgemeine Überlegung: um für viele Jugendliche Dettenhausens Ansatzpunkte für eine Identifikation mit den vorgestellten Personen zu bieten, sollte das Feld der Personen möglichst breit gestreut sein (unterschiedliches Alter, unterschiedliches Geschlecht, unterschiedliche Nationalitäten, verschiedene Lebensfelder), die Personen sollten für die Jugendlichen "greifbar" sein.

Ganz konkret wurden für die Kampagne dann Personen gefragt, die folgenden Kriterien erfüllten:

  • Vorbedingung: sie waren Nichtraucher/innen
  • sie hatten einen Bezug zu Dettenhausen
  • sie waren selber noch jugendlich oder
  • sie waren in der Jugendarbeit tätig (gewesen) oder hatten einen anderen positiven Bezug zu Jugendlichen oder
  • sie konnten durch ihre Person, Position oder durch bestimmte Leistungen fiir Jugendliche Ansatzpunkte zur Identifikation bieten

1.4 Erfolg der Nichtraucher-Kampagne

Die Kampagne kam in der Bevölkerung -bei Erwachsenen und Jugendlichen - sehr gut an. Die Mitglieder des AK wurden häufig darauf angesprochen. Viele Jugendliche fragten, wie lange sie mit Rauchen aufhören müssten, um ins Amtsblatt zu kommen! Das zeigte uns, dass ihnen die Beiträge gefielen und sie auch gerne ins Amtsblatt wollten (Wir legten dann eine Mindestzeit von drei Monaten fest; es waren jedoch im Nachhinein alle, die im Amtsblatt erschienen, über Jahre hinweg Nichtraucher/innen bzw. hatten noch nie geraucht.).

Unbefriedigend war, dass im Amtsblatt sehr häufig Schreibfehler gemacht wurden und Texte sinnentstellend verändert wurden.

Verbesserungsbedürftig wäre für eine ähnliche Kampagne: der Zeitrahmen sollte vorher in etwa festgelegt und damit ein Ende der Kampagne eingeplant werden (die schriftliche "Verabschiedung" im Amtsblatt hat gefehlt). Damit könnten alle Teilnehmer/innen noch einmal gemeinsam benannt und ihnen öffentlich für ihre Teilnahme gedankt werden.

Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu 2 Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein