Stadt Delmenhorst

Typ: 
kreisfreie Stadt
Name der einreichenden Kommune: 
Stadt Delmenhorst
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Gesundheitsamt
Name des Ansprechpartners: 
Dr. Schumann
Funktion des Ansprechpartners: 
Leiter des Gesundheitsamtes
Straße/Postfach: 
Postfach: 27747
Ort: 
27749 Delmenhorst
Telefon des Ansprechpartners: 
(04221) 99 1153
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Bündnis für rauchfreie Schulen in Delmenhorst

Im Vorfeld der Bündnisgründung standen kontinuierlich und langfristig angelegte suchtpräventive und gesundheitsfördernde Aktivitäten an Delmenhorster Schulen.

Auf der Fachtagung des Arbeitskreises "Suchtprävention und Gesundheitsförderung" zum Thema Tabak im Mai 2002 wurde unter anderem die "Antirauchkampagne" der Integrierten Gesamtschule Delmenhorst als eine präventive schulische Maßnahme vorgestellt und diskutiert. Dabei entstand die Idee, existierende Aktivitäten gegen das Rauchen bzw. für das Nichtrauchen in einem Bündnis für rauchfreie Delmenhorster Schulen zusammenzufassen. Vorrangiges Ziel eines solchen Bündnisses sollte es sein, Aktivitäten zu initiieren, zu stärken und zu unterstützen, die dazu beitragen, dass die Delmenhorster Schulen rauchfrei werden.

In einem solchen Bündnis sollten über die Lehrkräfte und Sucht-Fachkräfte hinaus auch VertreterInnen nicht schulischer Institutionen zur Mitarbeit gewonnen werden. Über die Leitung des Gesundheitsamtes der Stadt war die Verknüpfung zur Gesundheitspolitik und Sozialpolitik ebenso gegeben wie die Einbeziehung der medizinischen Fachrichtung. Die AOK kam als größte Krankenkasse mit Engagement in präventiver Arbeit als weiterer Partner dazu.

Als Schirmherr für die Auftaktveranstaltung und die damit verbundene Zielrichtung konnte der Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst gewonnen werden. Der Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie der Schulausschuss der Stadt befürworteten die Bündnisziele.

Die Kooperation der unterschiedlichen Bündnispartner zielt darauf ab, engagierten Schulen und LehrerInnen den Rücken zu stärken und ein positives Klima in der Stadt für rauchfreie Schulen in Delmenhorst zu fördern.

Die fachliche Unterstützung für die Bündnisgründung leiten sich von Forschungsergebnissen ab, die den immer früheren Konsum von Rauschmitteln belegen und dabei Tabak als die relevante Einstiegsdroge, gefolgt von Alkohol, eindeutig benennen. Das Vorbildverhalten der jugendlichen peer-groups spielt dabei auch im schulischen Kontext eine wichtige Rolle.

Für den Schulbereich gilt: Jugendliche unter 16 Jahren dürfen in der Öffentlichkeit und somit auch nicht in den Schulen rauchen. Dennoch wird häufig ein Verstoß gegen dieses Verbot toleriert. So rauchen täglich auf dem Schulgelände 35% der Jungen und 28% der Mädchen.

Als besonders einflussreich ist dabei die Schulzeit anzusehen, in der Verhaltensweisen erworben und Lebensstile geformt werden, wozu auch der Gebrauch und Missbrauch von Tabak gehören. Deshalb sind schulische Maßnahmen sinnvoll, die möglichst den Konsum von Tabak verhindern, zumindest aber die Schnelligkeit des Einstiegs in den Tabakkonsum drosseln.

Das Bündnis für rauchfreie Schulen in Delmenhorst hat sich zum Ziel gesetzt, dass alle Schulen in der Stadt grundsätzlich rauchfrei werden. Neben der Familie ist heutzutage die Schule für junge Menschen der wichtigste Lebensort. Deshalb ist es wichtig, dass Schulen rauchfrei sind! Denn je früher junge Menschen rauchen, desto schwerwiegender sind die zu erwartenden gesundheitlichen Schäden.

Mitglieder des Bündnisses sind Einzelpersonen und Institutionen, die sich für das Ziel "rauchfreie Schulen in Delmenhorst" engagieren. Als Ansprechpartner fungieren Evelyn Popp (Leiterin der Drogenberatung Delmenhorst), Herfried Stölting (Präventionsfachkraft der Drogenberatung Delmenhorst), Dr. Helge Schumann (Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Delmenhorst), Joachim Maas (AOK) und Matthias Feuser (Schulleitung der Integrierten Gesamtschule Delmenhorst).

Die Mitglieder des Bündnisses arbeiten mit den Institutionen und den Personen zusammen, die bereit sind, sich für das Ziel des Bündnisses zu engagieren. Das Bündnis tritt öffentlich für das Ziel "rauchfreie Schulen in Delmenhorst" ein und führt regelmäßig Veranstaltungen zur Werbung und Unterstützung des Zieles durch. Das Bündnis pflegt Kontakte zu den für die Schulen Verantwortlichen und unterstützt Schulen konkret auf ihrem Weg, rauchfrei zu werden. Mit ein Ziel ist auch, einzelnen jungen Menschen Hilfen anzubieten, wenn diese nicht mehr rauchen wollen.

Zu Beginn wurde die Entscheidung getroffen, unter einem gemeinsamen briefkopftauglichen Emblem anzutreten, mit dem neben den inhaltlichen auch optische Akzente gesetzt werden sollten.

Das gewählte Logo lässt einen großen Interpretationsspielraum zu:

  • die Farbe blau mag für frische Luft stehen
  • derart gekreuzte Finger können keine Zigarette halten
  • interpretierbar als "Victory-Zeichen" (Sieg der Vernunft)
  • oder auch das Zeichen für "versprochen!"
  • letztlich ließe es sich sogar als "Insider-Gruß" nutzen

Besondere Finanzmittel stehen nicht zur Verfügung. Das Bündnis wird getragen durch das kreative Engagement der Beteiligten aus den unterschiedlichsten Institutionen, denen ihr jeweiliger Arbeitgeber die Möglichkeit der Unterstützung einräumt.

In der bisherigen Arbeit des Bündnis für rauchfreie Schulen in Delmenhorst wurden vier Schwerpunkte gebildet:

  1. öffentlichkeitswirksame Großveranstaltungen (siehe Anlage 1)
  2. der Slogan-Wettbewerb (siehe Anlage 2)
  3. Smokefree-Training (siehe Anlage 3)
  4. Unterstützung einzelner Schulen bei der Umsetzung des Ziels, rauchfrei zu werden (siehe Anlage 4 und 5)

Für das Jahr 2004 sind die folgenden Aktivitäten bzw. Maßnahmen geplant:

  • Treffen mit den beteiligten Schulen im Jahr 2004
  • Workshop zur Wirksamkeit der Arbeit des Bündnisses im Februar 2004
  • Gespräche mit dem Stadtelternrat im März 2004
  • Information der Mitglieder der Schulleitungskonferenz der Stadt Delmenhorst über Ziele und Arbeit des Bündnisses
  • Kontaktpflege zur Stadtverwaltung und zum Rat der Stadt im Verlauf des Frühjahres 2004
  • Ein Tag "Rauchfreie Schule in Delmenhorst" im Mai 2004
  • Eine Sponsorenaktion im Frühjahr 2004

Auszüge Pressespiegel (siehe Anlage 6)

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Oberziele verfolgt Ihre Kommune in der Tabakprävention?: 
den Schutz vor Passivrauchen stärken
den Einstieg in das Rauchen verhindern
den frühzeitigen Ausstieg aus dem Rauchen fördern
Hat sich Ihr (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihre Arbeit an der Tabakprävention eingesetzt? : 
ja
nein
Ist die Konzeption der Tabakprävention Ihrer Kommune schriftlich festgelegt worden? : 
ja
nein
Von welchem Gremium wurde die Konzeption erarbeitet? : 

Lenkungsgruppe Bündnis für rauchfreie Schulen in Delmenhorst

Von welchem Gremium wurde sie beschlossen?: 
Rat
Verwaltung
sonstige Institution
Gibt es bei Ihnen ein Gremium, in dem die Projekte/Maßnahmen der Tabakprävention gesteuert werden?: 
ja
nein
Bei welcher Institution liegt die Leitung dieses Gremiums? : 

Lenkungsgruppe Bündnis für rauchfreie Schulen in Delmenhorst

Anzahl der Sitzungen pro Jahr (ca.): 

8

Gibt es eine Geschäftsordnung für die Arbeit des Gremiums?: 
ja
nein
Welche Ämter kooperieren bei der Tabakprävention?: 
Jugendamt
Sozialamt
Rechtsamt
Gesundheitsamt
Personalamt
Ordnungsamt
Gewerbeaufsichtsamt
Polizei
sonstiges Amt
Wenn sonstiges Amt, bitte benennen: 

Schul- und Sportamt, Volkshochschule

Welche örtlichen Institutionen außerhalb der öffentlichen Verwaltung sind in die Tabakpräventation eingebunden?: 
Kindergarten/Kita
Schulen
Sportvereine
andere Vereine
Ärzteschaft
Unternehmen/Betriebe
Freie Träger
Kirchen
Apotheken
Krankenkassen
Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
Welche überörtlichen Institutionen sind in die Tabakpräventation eingebunden?: 
Interkommunale Zusammenarbeit
Landeseinrichtungen
Bundeseinrichtungen
Landeseinrichtungen: 
Niedersächsische Landesstelle gegen die Sucht-gefahren
Bundeseinrichtungen: 
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Weitere Institutionen: 

Deutsche Krebsforschungsgesellschaft

Gibt es einen Beauftragten für Suchtprävention?: 
ja
nein
Welcher Dienststelle ist er zugeordnet?: 

Amt für soziale Dienste

Gibt es in der Konzeption/Strategie Ihrer Kommune geschlechtsspezifische Akzente?: 
ja
nein
Legen Sie in Ihrer Kommune Schwerpunkt auf Tabakprävention in den eigenen Verwaltungseinrichtungen?: 
ja
nein
Enthält Ihre Strategie der Tabakprävention: : 
kommunikative Maßnahmen
strukturelle Maßnahmen
kommunikative und strukturelle Maßnahmen
Werden für die Tabakprävention andernorts entwickelte Materialien verwendet? : 
ja
nein
Wenn ja, bitte nennen: 

Leben ohne Qualm, knick die Kippe, auf dem Weg zur rauchfreien Schule, stop smoking Boys, stop smoking Girls, die Rauchersprechstunde, Info-Broschüren , DAK und Barmer

Gibt es in Ihrer Kommune eine Dachkampagne zur Tabakprävention?: 
ja
nein
Hat sich die Mehrheitsfraktion im Rat öffentlich für Ihre Arbeit an der Tabakprävention eingesetzt? : 
ja
nein

Einzelprojekte