Wittmund

Typ: 
Landkreis
Einreichende Dienststelle: 
Gesundheitsamt
Name des Ansprechpartners: 
Becker, Ernst-Ludwig
Funktion des Ansprechpartners: 
Leitender Arzt des Gesundheitsamtes
Straße/Postfach: 
26409 Wittmund, Am Markt
Bundesland: 
Niedersachsen
Telefon des Ansprechpartners: 
04462861503
Telefax des Ansprechpartners: 
04462861504
Internetadresse der Kommune: 
http://www.wittmund.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Informationsbroschüre "Phänomen Sucht" und Einrichtung eines Koordinationsarbeitskreises zur Suchtprävention im Landkreis Wittmund

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

 

Im Landkreis Wittmund existiert eine Vielzahl an Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke. Es mußte mit Bedauern festgestellt werden, daß Kooperation und Kontaktbereitschaft zwischen den Gruppen zu wünschen übrig ließ. In der Vermutung, daß die verbesserte Zusammenarbeit zu einer effektiveren Suchtprävention im Landkreis führen könnte und eine wirksame Primarprävention überhaupt erst ermöglichte, wurde im Landkreis Wittmund ein Plenum für die Arbeitskreise gegründet: "Förderkreis zur- Abwehr von Suchtgefahren im Landkreis Wittmund".

Es handelt sich um einen eingetragenen öffentlichen Verein, welcher in enger Anlehnung an das Gesundheitsamt des Landkreises Wittmund arbeitet. Leiter ist der Amtsarzt des Landkreises. Die Treffen finden monatlich im Gesundheitsamt statt. Die Arbeit des Förderkreises und die Arbeit der einzelnen Selbsthilfegruppen wird durch den Landkreis mit Spenden unterstützt. Mit Hilfe von Mitgliederbeiträgen, öffentlichen Spenden sowie Geldzuweisungen des Amtsgerichtes (Bußgelder) ist es möglich, die Selbsthilfegruppen aus Vereinsmitteln zu unterstützen, in Einzelfällen unbürokratisch Hilfen anzubieten und Projekte zur Primärprävention (Suchtverhütung in der Bevölkerung) zu veranstalten Zum Beispiel: Alkoholfreie Festveranstaltung, Vortragsveranstaltungen, Ausstellungsbeteiligungen, Klinikbesichtigungen, Gruppentreffs... Die relativ reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Selbsthilfegruppen und die Ausrichtung von deren Suchtkrankheit unter die unmittelbare Suchthilfe Betroffener hinaus, hin zu dem Aufklärungsansatz der Primarprävention wäre ohne die personelle, räumliche und finanzielle Unterstützung des Landkreises Wittmund nicht möglich,

 

Der aktuelle Beitrag für den Wettbewerb "Kommunale Suchtprävention" stellt eine, vom Förderkreis in sehr enger Anlehnung mit den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes erstellte Broschüre "Phänomen Sucht" aus 2001 dar. Diese 48seitige Broschüre besteht überwiegend aus Informationen zum Thema Sucht, Suchterkennung und Suchtbehandlung und darüber hinaus aus einem Adressenteil für Hilfen. Die Kosten wurden vollständig vom Förderkreis zur Abwehr von Suchtgefahren getragen. Die Auflage der Broschüre beträgt 5000 Exemplare.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • den frühzeitigen Ausstieg aus riskanten Konsummustern zu fördern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
Gibt es Minimalziele?: 

keine Antwort

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Verwaltung
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

keine Antwort

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Die permanente lebenstilbedingte Suchtgefährdung von Erwachsenen und die häufig festzustellende Hilflosigkeit der eigenen oder fremden Sucht gegenüber

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Durch flankierende Informationsprojekte und Veranstaltungen

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

1. Information über Sucht 2. Bedarf an Information über Hilfsmöglichkeiten und darüber, wie eine Sucht erkannt werden kann

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Allgemeinbevölkerung mit schwerpunktmäßigen Verteilpunkten in öffentlichen Einrichtungen
  • Arzt- und Psychologenpraxen
  • medizinische Institutionen
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Betriebe und Ausbildungsstätten
  • Gesundheitsförderung
  • interessierte Öffentlichkeit (Schwerpunkt)
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe
  • Schulen
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Gesundheitsamt (federführend)
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Ärzteschaft
  • Freie Träger
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Kirchliche Einrichtungen
  • Private Spender / Sponsoren
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • andere Form (ohne Benennung)
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    1989

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    1989

    Dabei Handelt es sich nach der Konzeption um ein:: 

    Der Verein bildet ein Plenum der Kooperation der Selbsthilfegruppen untereinander sowie andererseits zwischen Selbsthilfegruppen und etablierten Diensten sowie interessierten Laien zur Suchtaufklärung, Vermittlung eines suchtfreien Lebensstils

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Bevor es zur Gründung des Förderkreises kam, gab es ein vergleichbares Angebot der Suchtprävention im Landkreis Wittmund noch nicht

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    ja, Suchtkranke, Suchtgefährdete

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    nein

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    nein

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Mischkonzept, Konzept der Suchthilfe, Informationsvermittlung, Lebensstilgestaltung
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Gemeinde, Gemeindenahe Hilfen; auch Frage der Verfügbarkeit von Suchtmitteln in der Öffentlichkeit
    • Protektive Faktoren, Lebensbildstabilisierung durch Betonung protektiver Faktoren wie stabile Persönlichkeit mit breiten Lebensinteressen
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    s.o. Broschüren, Vorträge, bildgebende Medien, Besichtigungen, Veranstaltungen

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    nein