Viersen

Typ: 
Landkreis
Einreichende Dienststelle: 
Geschäftsstelle Kommunale Gesundheitskonferenz
Name des Ansprechpartners: 
Detlev Schürmann
Funktion des Ansprechpartners: 
Geschäftsführer
Straße/Postfach: 
Kreis Viersen; Rathausmarkt 3; 41747 Viersen
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Telefon des Ansprechpartners: 
02162391696
Telefax des Ansprechpartners: 
021611698
E-Mail des Ansprechpartners: 
detlev.schuermann@kreis-viersen.de
Internetadresse der Kommune: 
http://www.kreis-viersen.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Hilfe, mein Kind pubertiert!" - Ein Kursangebot für Eltern pubertierender und experimentierender Jugendlicher als Bestandteil regional-vernetzter Suchtprävention.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Die Netzwerkarbeit der Drogenberatungsstelle
Kontakt-Rat-Hilfe Viersen e.V.
im Auftrag des Kreises Viersen

Der Kreis Viersen ist eine ländlich strukturierte Region mit ca. 300.000 Einwohner. Im Westen Nordrhein-Westfalens an der Grenze zu den Niederlanden liegend, gehören ihm 9 Städte und Gemeinden auf 560qkm an. Der Flächenaspekt und die Grenznähe spielten bei der Entwicklung der suchtpräventiven Netzwerkarbeit, und darin enthalten die Realisierung diverser Kooperationen, eine hervorgehobene Rolle. Das weiter unten vorgestellte Elternkursangebot ist ein Element aus dem Angebotskatalog der Prävention im Kreis Viersen. Es steht im Kontext der Netzwerkarbeit, woraus sich auch eine besondere Nachhaltigkeit des Angebotes ergibt.

Entstehung und Netzwerkarbeit

Die Drogenberatung Kontakt, Rat, Hilfe Viersen e.V. nimmt für den Kreis Viersen, auf Basis eines öffentlich-rechtlichen Vertrages, die Aufgaben der Suchtkrankenversorgung und Suchtprävention wahr. Hierzu ist sie eng mit der in Suchtfragen kreisintern federführenden Geschäftstelle Gesundheitskonferenz beim Gesundheitsamt vernetzt.

Extern findet die Vernetzung auf unterschiedlichen Ebenen und zu unterschiedlichen suchtbezogenen Themen statt.

Oberstes Koordinations- und Steuerungsgremium für den gesamten Suchtbereich ist die Steuerungsgruppe Sucht der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Viersen.

Alle Informationen aus nachrangigen Arbeitskreisen werden hier gebündelt und wesentliche Fragen der Versorgung einschl. der Suchtprävention mit den Trägern besprochen und abgestimmt.

Der Struktur der Region Rechnung tragend und aus Gründen der Effizienz, wurden lokale Arbeitskreise zur Suchtprävention gegründet. Diese sind in allen 9 Städten und Gemeinden des Kreises etabliert. In den Städten Viersen und Willich sind sie Teil des Rates für Sicherheit und Vorbeugung. Im einzelnen sind die Netzwerke:

  • Rat für Sicherheit und Vorbeugung Stadt Viersen
  • Rat für Sicherheit und Vorbeugung Stadt Willich
  • AK Niederkrüchten/Elmpt
  • AK Brüggen
  • AK Schwalmtal
  • AK Grefrath
  • AK Kempen
  • AK Nettetal
  • AK Tönisvorst

Über die Netzwerkarbeit wird neben einem schnellen Informationsaustausch unter den beteiligten Behörden und Institutionen, auch ein gemeinsames planen und handeln ermöglicht. Die langjährige Zusammenarbeit der Drogenberatungsstelle mit verschiedenen Ümtern der Kreisverwaltung wie Gesundheitsamt, Jugendamt und Schulamt des Kreises Viersen und dem Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde hat sich als guter Unterbau für die Organisation und Durchführung regionaler Netzwerke erwiesen.

Über die Netzwerke entstehen vielfältige Kontakte zu Schulen, Jugendeinrichtungen, Kindergärten und weiteren mit Prävention befassten Einrichtungen.

Der beschriebene dezentrale Arbeitsansatz muss als Schlüssel für die Qualität der inhaltlichen Arbeit betrachtet werden.

Inhalte und Angebotsstruktur

Multiplikatorenarbeit -fortbildung, die Arbeit mit Lehrern, Eltern, Erziehern u.a. bildet den umfangreichsten Teil der präventiven Arbeit. Auf diese Weise werden diejenigen gestärkt, die im täglichen Umgang mit Kindern und Jugendlichen stehen.

Die Inhalte richten sich am Bedarf aus und reichen von der klassischen Information, über die Vermittlung von Techniken der Gesprächsführung, den Umgang mit Konflikten, Fallbesprechungen bis hin zu konkreten Handlungshilfen.

An interessierten Schulen wird einmal im Quartal eine Arbeitsgruppe zur Suchtprävention angleitet. Auch dieses Angebot wird von immer mehr Schulen im Kreisgebiet angenommen.

Da die Drogenberatungsstelle von einem ursachenorientierten Suchtbegriff ausgeht, ist es wichtig die Prävention in Kindergarten und Grundschule zu etablieren. In Arbeitsgruppen wurden Themenkisten entwickelt, die mit Medien und Materialien zum Thema "Kinderstark machen" gefüllt wurden. Mit Kindergärten und Grundschulen im Kreis Viersen wurde weiterhin eine große Ideenbörse zur dem Thema durchgeführt. Ebenso wurde in den Netzwerken eine Internetseite für Jugendliche realisiert (www.Jugendinfobox.de).

Weiterer Bestandteil der präventiven Arbeit sind Kriseninterventionen und Informationen für Jugendliche und Angehörige. In diesem Bereich wurde auch die wachsende Orientierungs- und Grenzenlosigkeit vieler Jugendlicher einerseits, sowie seitens der Eltern eine durchgängig hohe Handlungsunsicherheit deutlich. Die Wahrnehmung dieses verbreiteten Phänomens, führte zur Suche nach einem geeigneten Angebot.

Da bereits langjährig eine Kooperation mit fachgleichen Gremien in den Niederlanden existiert, erhielt die Drogenberatungsstelle die Möglichkeit ein dort angewendetes Programm für Eltern, welches sich als Hilfe zur Selbsthilfe versteht, zu importieren und für den Gebrauch zu modifizieren. Da die Nachfrage bezüglich des Elternkurses enorm hoch ist, werden zur Zeit pädagogisch vorgebildete Fachkräfte geschult, die zukünftig als Moderatoren in den Kursen tätig werden können.

Nach Informationsveranstaltungen in verschiedenen Schulen des Kreises Viersen, wurde Mitte des Jahres 2000 der erste Kurs "Hilfe, mein Kind pubertiert" durchgeführt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, und, ergänzt durch Presseartikel in denen auch teilnehmende Eltern befragt wurden, ergab sich eine kreisweite Nachfrage. Bei einer Informationsveranstaltung in einem Schulzentrum meldeten sich von 200 Anwesenden 100 für den Elternkurs an. Bislang wurden fünf Kurse durchgeführt. Die Nachfrage ist aktuell gleichbleibend. Zur nachfrageangemessenen Durchführung des Kurses entwickelte die Drogenberatungsstelle eine Kooperation mit VHS des Kreises. Das Kursangebot, durchgeführt durch die Fachkräfte der Fachstelle für Suchtvorbeugung, ist nunmehr auch Teil des Programmangebotes der Kreis-VHS.

Der auf den folgenden Seiten näher beschriebene Elternkurs gibt Eltern die Möglichkeit ohne den Druck aktueller Krisensituationen unter Anleitung und im Miteinander ihre Erziehungssituation zu reflektieren und zu neuen Handlungsmustern zu gelangen. Ohne das Stigma einer aktuellen Krise sind die teilnehmenden Eltern erfahrungsgemäß auch freier im Umgang miteinander.

Das Netzwerk Familie als Basiselement der Gesellschaft kann so präventiv gestärkt werden, und Sozialarbeit braucht hier eben nicht, wie häufig, reaktiv zu wirken.

Elternkurs - "Hilfe mein Kind pubertiert!"

Kursangebot für Eltern pubertierender und experimentierender Jugendlicher-Geschichte und unsere Motivation

Die Drogenberatung Viersen arbeitet seit vielen Jahren im Rahmen von Beratungsgesprächen und Kriseninterventionen mit Jugendlichen und Familien.

Im Laufe der letzten Jahre steigerte sich kontinuierlich die Nachfrage nach "Hilfen zur Erziehung". der Wunsch nach konkreten Handlungsstrategien und Kommunikationshilfen traten stärker in den Vordergrund. Immer wiederkehrende Fragen seitens der Eltern waren:

  • Wie kann ich Grenzen setzen?
  • Wie soll ich reagieren?
  • Wie gebe ich Orientierungshilfe?
  • Welche Werte und Normen vertrete ich?
  • Wie handele ich zuverlässige Absprachen aus?

Bei der Suche nach geeigneten Modellen und Konzepten um diese Fragen zu beantworten, wurde die Drogenberatungsstelle im Rahmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in den Niederlanden fündig. Dort existierte bereits ein entsprechendes Kursangebot. Die Zusammenarbeit ermöglichte eine Hospitation und förderte die Entscheidung zur Durchführung des Kurses in modifizierter Form auf deutscher Seite. Das niederländische Kursprogramm wurde der Drogenberatung seitens der niederländischen Kollegen zur Verfügung gestellt. Die Übersetzung erfolgte durch die Drogenberatung. Zugleich wurden relevante Teile an die deutschen Verhältnisse angepasst.

Die Netzwerke Prävention im Kreis Viersen nutzend, wurde der Elternkurs angeboten und im Sommer 2000 mit dem ersten Kurs begonnen.

Die Zielgruppe

Der Kurs richtet sich an Eltern mit Kindern zwischen 12-18 Jahren. Die Kinder sind dann in der Phase erste Experimente mit Suchtmitteln zu machen. Ausgangspunkt ist, dass Kinder und Jugendliche in diesem Alter mit Alkohol und Drogen in Berührung kommen. Sei es in Form des Eigengebrauchs oder auch die Konfrontation mit Suchtmittelgebrauch im direkten Umfeld. In den meisten Fällen geht es dann um Alkohol und Cannabis (Haschisch und/oder Marihuana). Im geringeren Umfang kann es auch um das Experimentieren mit XTC, Speed und Pilzen gehen.

Einführung

Das Drehbuch (=Handbuch) beschreibt ein Kursprogramm von fünf Elternzusammenkünften. Das Programm ist für solche Eltern gedacht, die Unterstützung bei Erziehungsproblemen und/oder Problemen mit Alkohol und Drogen (illegal) wollen.

Das Programm ist aber nicht alleine auf Erziehungsprobleme zum Thema Alkohol gerichtet, sondern auch Drogen machen einen Teil des Inhaltes aus. Der Hintergrund dazu ist, dass im Erziehungsprozess Fragen bzgl. Alkohol und Drogen schwierig zu trennen sind.

Es wird davon ausgegangen, dass jedes Kind früher oder später mit Alkohol und Drogen in Berührung kommt. Für Eltern ist es wichtig, dass sie über dieses Thema bestmöglich informiert sind, so dass sie ein gleichwertiger und akzeptierter Gesprächspartner für ihre Kinder sind.

Mit dem Kurs soll folgendes bewirkt werden:

  • Eltern sind besser informiert und damit besser in der Lage die Themen Alkohol und Drogen zu besprechen.
  • Eltern können besser mit ihren Kindern kommunizieren, auch wenn es um Alkohol und Drogen geht.
  • Eltern sind sich der Möglichkeiten bewusst, die sie haben um ihre Kinder zu begleiten wenn sie Alkohol und Drogen gebrauchen (Konsumbegleitung).

Anders ausgedrückt: Es ist für viele Eltern wichtig, dass Angst und Unwissenheit weggenommen werden. Im Verlauf des Kurses werden sie ermuntert mit ihren Kindern über Alkohol und Drogen zu sprechen und es wird eingeübt, wie ein solches Gespräch sinnvoll vertäuten kann. Zum Schluss geben Eltern, die teilgenommen haben oft an, dass sie eine bessere Wahrnehmung bekommen haben für die Ursachen und Hintergründe des Experimentierverhaltens oder des Konsums ihrer Kinder. (Eltern sehen genauer hin.) Aus Angst vor Abhängigkeit konnten Eltern am Anfang diese Offenheit nicht aufbringen.

Grundriss des Kurses

Der Kurs besteht aus fünf Zusammenkünften von 2 1/2 Stunden und einem Nachbereitungstreffen von 2 Stunden. Die Programme können auch separat gebraucht werden oder ausgewechselt werden. In dem Konzept hat man sich für folgende Reihenfolge entschieden:

Zusammenkunft 1: Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit

Kennenlernen

  • Informationen zu den Suchtmitteln
  • Stadien des Gebrauchs
  • Kennzeichen von problematischem Gebrauch
  • Zusammenkunft 2: Eltern und Pubertierende

Pubertät, Lebenswelt, Motive

  • Konfliktfähigkeit vergrößern Normen und Werte
  • Zusammenkunft 3: Umgang mit schwierigen Erziehungssituationen

Emotionen von Eltern

  • Ein offenes Gespräch Sprechen über Alkohol und Drogen
  • Zusammenkunft 4+5: Verhandeln und Grenzen setzen

Erziehungsstile Wünsche- und Wertekonflikt

  • Verhandeln
  • Evaluation
  • Besuch im Coffeeshop?

Bei jeder Zusammenkunft wird eine Hausaufgabe aufgegeben. Dies geschieht, um die Teilnehmer zu stimulieren in der Zwischenzeit, zwischen den Kursabenden, sich weiter mit dem Thema auseinander zusetzen und darüber zu sprechen. Über eine Literaturliste oder speziell empfohlene Literatur können sich die Kursteilnehmer zusätzlich informieren.

Sechs bis acht Wochen nach der letzten Zusammenkunft folgt auf Wunsch ein Nachbereitungstreffen. Ziel des Treffens ist es, den momentanen Stand der Dinge zu besprechen. Erfahrungen werden ausgetauscht und reflektiert, an Hand der im Kurs gelernten Techniken und Informationen.

ERFAHRUNGSWERTE UND PERSPEKTIVEN

Rückblickend auf die bisher durchgeführten Kurs ist folgendes festzustellen:

  • Die Entscheidung nicht in der Beratungsstelle, sondern an einem neutralen Ort mit den Eltern zu tagen, machte den Eltern den Einstieg ins Thema leichter.
  • Die Gruppen haben sich im Laufe der Abende stark entwickelt, so dass sogar mehrheitlich der Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit formuliert wurde.
  • Es gelang den Teilnehmern ihre Scheu abzulegen und ihre Alltagssituationen offen anzusprechen. Als besonders hilfreich erwiesen sich hier die durch uns gestellten Hausaufgaben, bzw. damit gemachten Erfahrungen.
  • Auswertungsgespräch und Fragebögen ergaben in der Summe eine gute bis sehr gute Bewertung der Kurses seitens der Teilnehmer.
  • Viele Anregungen des Kurses probierten die Eltern in ihren Familien aus. Zitat 1: Es motiviert zu experimentieren in Erziehungsfragen und eingefahrene Gleise zu verlassen."

Zitat 2: "Wir sind als Ehepartner über diese angesprochenen Themen mehr im Gespräch gewesen."

Abschließend das Resümee einer Teilnehmer/In, die/der auf dem Auswertungsbogen auf die Frage: "In welchem Maß erfüllte der Kurs ihre Erwartung?" schrieb:

Zitat: "Praxisnähe sehr gut, d. h. keine Belehrungen von oben herab, sondern jeder von uns konnte selbst zu einem Ergebnis gelangen."

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • den frühzeitigen Ausstieg aus riskanten Konsummustern zu fördern
  • Information, Handlungshilfen und Kompetenzförderung für Eltern und deren Erziehungsverhalten
Gibt es Minimalziele?: 

ja, - Reflexion des, und Auseinandersetzung mit dem Erziehungsverhalten - Entwicklung von Handlungsmustern/-wegen

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Drogenberatung Kontakt-Rat-Hilfe Viersen e.V.
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

keine Antwort

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

In fachspezifischen Angeboten, Netzwerken und bei Kooperationspartner sowie in der Beratungsarbeit dokumentierte sich die offenkundige Hilflosigkeit und Handlungsunsicherheit von Eltern, gerade im Hinblick auf die Entwicklungsphase der Pubertät.

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

- Informationsveranstaltungen der Fachstelle für Suchtvorbeugung an Schulen zum Kursangebot - Ausschreibung des Kursprogrammes über die VHS des Kreises Viersen - Multiplikation des Kursprogrammes über die diversen Netzwerke (siehe Anlage)

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Suche nach Austausch, Unterstützung und konkreten Handlungshilfen im Erziehungsprozess von pubertierenden und experimentierenden Jugendlichen.

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Eltern (Mütter/Väter) (Schwerpunkt)
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

ja, auf

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Eltern, Familien und damit verbundene Lebenskontexte pubertierender und experimentierender Jugendlicher. (Schwerpunkt)
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Gesundheitsamt (federführend)
  • Jugendamt
  • Kreispolizeibehörde, Kommissariat Vorbeugung
  • Volkshochschule des Kreises Viersen
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Freie Träger
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Polizei
  • Schule
  • Sonstige
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Arbeitsgemeinschaft
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    1998

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    2000

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Das abgeschlossene Kursangebot "Hilfe mein Kind pubertiert" ist für Eltern in seiner umfassenden und vorbeugenden Form neu im Bereich der Suchtprävention. Es ist zu verstehen als Reaktion auf die deutlich gewordene Erziehungsunsicherheit.

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    ja, Vielfach haben in der Vergangenheit Eltern erst Kontakt zur Drogenberatung und damit zur Fachstelle für Suchtvorbeugung aufgenommen, wenn ihr Kind bereits auffällig geworden war. Das Kursprogramm setzt vorher an und ist kompetenzstärkend.

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Insbesondere die Kooperation zwischen Gesundheitsamt, Drogenberatungsstelle, Kreispolizeibehörde und der VHS des Kreises Viersen ist hier zu erwähnen.

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    ja, 1996

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    ja, Durch Rückmeldungen aus den örtlichen Arbeitskreisen zeichnete sich der grundsätzliche Bedarf ab. Über die Ar-beitskreise wurden die örtlichen Schulen involviert. In Elternabenden wurde der Bedarf festgestellt. Zt. meldeten sich über 100 Elternteile pro Schule an.

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Förderung von Alternativen zum Substanzmissbrauch
    • Informationsvermittlung
    • Konzept der Gesundheitsförderung
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    • Konzept des sozialen Lernens
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Gemeinde
    • Protektive Faktoren
    • Risikofaktoren
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Grundlagenmaterial ist das übersetzte Handbuch des niederländischen Kursprogram-mes: "Alcohol, drugs en opvoedingsondersteunung", welches vom National Institut voor Gezondheidsbevoordering en Ziektepreventie NIGZ im September 1999 herausgege-ben wurde.

    Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

    Aufgrund der hohen Nachfrage, bis 12.01 wurden fünf Kurse durchgeführt, fand in Zu-sammenarbeit mit der VHS eine Moderatorenschulung statt. Auf der Grundlage einer pädagogischen Vorbildung werden diese ab 2002, unterstützt und begleitet durch die Fachstelle für Suchtvorbeugung, ebenfalls Elternkurse durchführen.

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    ja, 3 Jahre und mehr