Stuttgart

Typ: 
kreisfreie Stadt
Einreichende Dienststelle: 
Gesundheitsamt, Gesundheits- und Sozialplanung
Name des Ansprechpartners: 
Susanne Keefer
Funktion des Ansprechpartners: 
Beauftragte für Suchtprophylaxe
Straße/Postfach: 
Landeshauptstadt Stuttgart, Gesundheitsamt, Bismarckstraße 3, 70176 Stuttgart
Postleitzahl: 
70173
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Telefon des Ansprechpartners: 
0711 2167474
Telefax des Ansprechpartners: 
0711 2168308
E-Mail des Ansprechpartners: 
susanne.keefer@stuttgart.de
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 
http://www.stuttgart.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Geschlechtsspezifische Suchtprävention für SchülerInnen ab Klasse 7

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Drei Projekte zu diesem Thema werden vorgestellt

Alle drei Projekte richten sich an Schüler/-innen ab Klasse 7 aller Schularten. Bei allen genannten Projekten arbeiten externe pädagogische Fachkräfte im Rahmen des Schulunterrichts in geschlechtshomogenen Kleingruppen mit höchstens 15 Schüler/-innen. Dabei kommen vor allem interaktive Methoden zum Einsatz. Eine aktive Beteiligung der Lehrkräfte ist ausdrücklich erwünscht. Geschlechtsspezifische Aspekte der Suchtprävention stehen dabei im Vordergrund. Die Schüler/-innen können die behandelten Inhalte weitgehend mitbestimmen. Die Honorarkräfte arbeiten z.T. im Rahmen ihres Dienstauftrags bei einem freien Träger, zum Teil freiberuflich.

1.  Candy - ein Jugendtheaterstück zum Thema Essen und Abnehmen-Wollen

Bei dem Theaterprojekt spielt eine Schauspielerin ein Eine-Frau-Stück, in dem Themen rund ums Essen, Abnehmen- und Dazugehören-Wollen angesprochen werden. Außerdem werden typische Pubertätsthemen wie Partnerwahl, Treue, , Mädchenfreundschaften, Ablösung vom Elternhaus, Clique oder Schönheitsideal angesprochen. Nach der Aufführung (45min) werden die Schüler/-innen in geschlechtshomogene Kleingruppen mit höchstens 15 Schüler/-innen eingeteilt. In diesen Kleingruppen findet über 2 Schulstunden eine pädagogische Nachbereitung mit Honorarkräften statt, die die im Theaterstück angesprochenen Themen mit interaktiven Methoden bearbeiten, aber den Schüler/-innen viel Einfluss überlassen, an welchem der Themen sie arbeiten möchten.

Eine zweiseitige Kurzbeschreibung ist beigefügt. Eine ausführliche Dokumentation liegt ebenfalls bei.

2. mädchen SUCHT junge (Schulprojekt für 7. Klassen)

Eine zweiseitige Kurzbeschreibung ist beigefügt. Eine ausführliche Projektbeschreibung mit Auswertung der Pilotphase liegt ebenfalls bei.

3. Mädchen SUCHT Junge - interaktives Ding in Sachen Sucht

(landesweites Ausstellungsprojekt der Kommunalen Suchtbeauftragten in Baden-Württemberg)

Der Titel für dieses interaktive Projekt der Kommunalen Suchtbeauftragten in Baden-Württemberg wurde vom Stuttgarter Schulprojekt (siehe Nr. 2) übernommen, darum konnte in Stuttgart leichte Verwirrung bezüglich des Titels auftreten. Das Ausstellungsprojekt (3) ist aber bereits seit Nov 01 abgeschlossen, seitdem gibt es wieder nur das Schulprojekt, genau wie in den Jahren zuvor; diese Irritation tritt in Zukunft also nicht mehr auf.

Das "Interaktive Ding in Sachen Sucht" richtet sich ebenfalls an Schüler/-innen ab Klasse 7, das landesweite Projekt fand vom 19. bis 29. November 2001 in Stuttgart statt, seitdem "tourt" die Ausstellung durch Baden-Württemberg, wobei die inhaltliche Ausgestaltung den jeweiligen Kommunalen Suchtbeauftragten bzw. Beauftragten für Suchtprophylaxe obliegt. Die Projektentwicklung wurde maßgeblich von der Beauftragten für Suchtprophylaxe in Stuttgart mitgestaltet.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Aspekte von Drogenkonsum
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Mädchen und Jungen einen geschützten Raum bieten, um Themen anzugehen, die im Pubertätsalter in gemischten Gruppen schwer zu besprechen sind.

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Suchtbeauftragte/r
  • Verwaltung
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: Beim Projekt Nr. 2 wurden im ersten Projektjahr (Pilotphase) die beteiligten Schüler/-innen und Lehrkräfte per Fragebogen befragt. Die Ergebnisse beeinflussten die weitere Planung. Die anderen Projekte wurden ausschließlich in Projektgruppen von Fachkräften entwickelt, die viel geschlechtsspezifische Präventionsarbeit mit der Zielgruppe durchführen (z.B. Mädchengesundheitsladen, Pro Familia, JunGs e.V....)

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Gerade im Pubertätsalter gibt es viele Themen, die nicht mit der nötigen Offenheit in einer gemischten Gruppe besprochen werden können (z.B. Essstörungen). Mädchen und Jungen können in diesem Alter oft wenig miteinander anfangen, dürsten aber danach, viele drängende Fragen, auch zu Suchtmitteln und Sexualität zu besprechen. Der geschützte Raum einer geschlechtshomogenen Kleingruppe gibt gerade den Schüler/-innen der 7. und 8. Klasse die Möglichkeit, diese akuten Themen in konstruktiver Weise anzugehen. Hinzu kommt, dass Jugendliche in diesem Alter zu den Einsteigern gehören und dass nicht ohne Grund auch in den Lehrplänen das Thema Suchtprävention steht, so dass es auch auf das Interesse der Lehrkräfte stößt, hier Angebote zu machen.

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Projekte finden im Rahmen des Schulunterrichtes statt. Die Schüler/-innen bestimmen die Schwerpunkte der behandelten Inhalte wesentlich mit und können Ihre Fragen und Interessen einbringen.

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Jugendliche möchte Ihre wichtigen Themen auch einmal nur „unter Mädchen“ oder nur „unter Jungs“ besprechen und können im Projekt eine externe pädagogische Fachkraft zu Themen rund um Suchtmittel, Essstörungen, Sexualität usw. zu befragen. Da Lehr-kräfte immer auch die Noten erteilen, trauen sich Schüler/-innen oft nicht, das direkte und offene Gespräch zu diesen Themen mit ihren Lehrkräften zu suchen. Diese Lücke schließen die externen pädagogischen Fachkräfte.

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Lehrer / Lehrerinnen (Schwerpunkt)
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Schulen (Schwerpunkt)
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Gesundheitsamt (federführend)
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Freie Träger
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Schule
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
  • Interkommunale Zusammenarbeit
Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
  • Projektgruppe
Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

gesichert

Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

ja, -Trennung der Klassen in geschlechtshomogene Kleingruppen. -Bei Projekt 2: sehr enge Zusammenarbeit von Lehrkraft und externer pädagogischer Fachkraft sowie von den beteiligten Lehrkräften (pro Klasse eine Lehrerin und ein Lehrer): (Öffnung der Schule, fächerübergreifender Unterricht).

Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

nein

Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

Enge Zusammenarbeit der beteiligten pädagogischen Fachkräfte, die zum Teil bei freien Trägern angestellt sind und in deren Auftrag handeln, zum Teil aber auch freiberuflich mitar-beiten. Es fanden mehrfach Fortbildungsveranstaltungen statt, in denen die beteiligten Fachkräfte ihre Methoden praktisch vorstellten und miteinander ausprobierten. Außerdem bilden diese Fachkräfte eine Projektgruppe unter Leitung der Beauftragten für Suchtprophylaxe, die das Projekt regelmäßig durchsprechen und Verbesserungsvorschläge einbringen. In allen drei Projekten sind zu einem Großteil die gleichen Fachkräfte tätig, die sich inzwischen auch sehr gut untereinander kennen und vieles intern abstimmen.

Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

ja, 1994

Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

nein

Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
  • Konzept der Lebenskompetenzförderung
Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
  • Gemeinde, Durch die Herausgabe von Faltblättern mit Adressen von Anlaufstellen durch die pädagogischen Fachkräfte wird auch der Zugang zum Hilfesystem erleichtert. Bei Projekt 2) verbringen die Schüler/-innen eine Doppelstunde in einer Hilfeeinrichtung.
  • Protektive Faktoren, Dies ist der wichtigste Ansatzpunkt in allen drei Projekten
  • Risikofaktoren, z.B. durch Rollenspiele
Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

zu 3) acht Aktionssäulen zu 4 verschiedenen Themen, jeweils für Mädchen und Jungen 1 - 3): interaktive Methoden (Seile, Flipchart, Karten, Rollenspiele, Fragekärtchen....)

Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

zu 1) regelmäßige Theateraufführung für interessierte Lehrkräfte mit anschließender Diskussion und Fachreferenten zum Thema Essstörungen zu 2) zweitägiges Seminar zur geschlechtsspezifischen Suchtprävention, Vorträge im Rahmen von Fachtagen zu 3) Abendveranstaltung für Lehrer/-innen und für Eltern der Schüler/-innen, die die Ausstellung besuchen (Rahmenprogramm)

Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

keine Antwort