Schlier

Typ: 
kreisangehörige Stadt/Gemeinde
Name des Ansprechpartners: 
Bürgermeister Reimund Hausmann
Funktion des Ansprechpartners: 
Bürgermeister
Straße/Postfach: 
Rathausstraße 10, 88281 Schlier
Postleitzahl: 
88281
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Telefon des Ansprechpartners: 
075299770
Telefax des Ansprechpartners: 
07529911343
E-Mail des Ansprechpartners: 
Hausmann@schlier.de
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 
http://www.schlier.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Fete ohne Alkohol

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Präventionsfete in der Gemeinde Schlier vom 26. Mai 2001 1. Mega -Disco im Landkreis ohne Alkoholangebot

Ausgangspunkt:

Der Polizeiposten Waldburg führt seit drei Jahren regelmäßig in den Grund- und Hauptschulen im seinem örtlichen Zuständigkeitsbereich des Gemeindeverwaltungsverbandes Güllen mit den Gemeinden Bodnegg, Grünkraut, Schlier und Waldburg ein jährlich wechselndes Präventionsangebot durch.

In diesem Jahre wurde in der Gemeinde Schlier an der Grund- und Hauptschule und an der Grundschule Unterankenreute das Thema Gewalt gewählt. Die Unterrichtseinheiten schlossen mit einer schulischen sportlichen Veranstaltung und jeweils einem Elternabend ab.

Die gemeinsame Idee bestand nun darin eine größere Abschlussveranstaltung für Jugendliche und Schüler innerhalb des Gemeindeverwaltungsverbandsgebietes zu planen. Hierfür bot sich die Turn- und Festhalle Wetzisreute aufgrund der Hallengröße (1 200 Personen) an. Der Gemeinderat stimmte der Veranstaltung und kostenlosen Hallenbenutzung für eine Mega - Disco für Jugendliche zu, zumal in den angrenzenden Nachbargemeinden am 26. Mai - Termin liegt in den Pfingstferien - keine Veranstaltung für Jugendliche vorgesehen ist.

Herr Viertel, Leiter des Polizeipostens Waldburg, und der Bürgermeister der Gemeinde Schlier haben in Absprache mit den Bürgermeistern aus Bodnegg, Grünkraut, Waldburg und der Jugendbeauftragten für drei der vier Gemeinden, Frau Schmid, von der Idee unterrichtet eine Fete ohne Alkohol in Wetzisreute zu organisieren.

Veranstaltet werden soll die Fete zusammen mit dem regionalen Rundfunksender der Jugendlichen Hörer, mit Radio 7. Die einzelnen Tätigkeiten bei der Veranstaltung sollen von verschiedenen Vereinen der Gemeinde Schlier als ehrenamtliche Mitarbeit erbracht werden.

Damit sich die Veranstaltung von anderen Veranstaltungen deutlich abhebt wurden Sponsoren für Preise gesucht, welche für die Beantwortung eines Flyers zu gewinnen waren. Der erste Preis war ein Sturzhelm einer Fahrschule. Die Kino-Welt Ravensburg hat 40 Kinokarten und die Stadt Weingarten 30 Freikarten für die Freibadbenutzung zur Verfügung gestellt.

Der Suchtbeauftragte und die Sozialdezernentin des Landkreises wurden von der Idee der Mega-Disco ohne Alkoholangebot unterrichtet und sagten eine Beteiligung in Form der Kostenübernahme für die Performance - Tanzgruppe SMASH zu (1.160,00 DM).

Da heute bereits 14-jährige auf dem Sprung stehen, öffentliche Veranstaltungen zu besuchen und vor allem Jugendliche aus verschiedenen Gründen dem Alkoholgenuss bei solchen Veranstaltungen zusprechen, wurde auf Antrag des Veranstalters (Gemeinde Schlier) eine Ausnahmegenehmigung vom Kreisjugendamt erteilt, wonach bereits 14-jährige Eintritt erhalten können.

Der Eintrittspreis wurde vom Veranstalter auf 12,00 DM festgelegt, weil bei anderen öffentlichen Tanzveranstaltungen Eintrittsgelder wenigstens in gleicher Höhe erhoben werden. Man wollte einen eventuellen Erfolg der Veranstaltung nicht auf einen kostenfreien Eintritt zurück führen. Damit verbunden war ein Gratisgetränk in Höhe von 2,00 DM, gesponsert von Afri-Cola über die Fa. Butzenberg aus Fenken.

Damit für die Jugendlichen auch noch nach 24 Uhr eine Heimfahrmöglichkeit besteht, sagten vier Busunternehmen (Grabherr, Hagmann, Schuler, Bierenstiel) ihre Bereitschaft für einen Fahrdienst gegen 2,00 DM zu. Die nicht gedeckten Kosten werden teilweise durch Spendenbescheinigungen aufgefangen.

Die Veranstaltung begann ab 19 Uhr. Die Polizei Ravensburg war mit mehreren Uniformierten vor Ort, um mit den Jugendlichen persönlich ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig war damit gewährleistet, dass ein eventuell mitgeführter Alkohol auf dem Parkplatz nicht oder nur unter Kontrolle konsumiert wird, oder gar in die Halle eingebracht wird.

Insgesamt haben über 50 Personen aus 10 verschiedenen Vereinen der Gemeinde Schlier die Veranstaltung mit bewirtet. Die Veranstaltung dauerte offiziell bis ca. 1 Uhr. Zahlende Jugendliche waren leider nur 137 anwesend. Das Angebot mit verschiedenen Kreationen alkoholfreier Getränke war zusammen mit dem Musikangebot von Radio 7 und dem Auftritt der Gruppe SMASH wirklich gut.

Die meisten Jugendlichen werden eine ähnliche Veranstaltung nach eigenen Angaben wieder besuchen. Auffallend war, dass junge Damen unter den Gästen weitaus in der Mehrheit waren. Die Frage nach den Freunden wurde damit beantwortet, dass diese lieber zu Hause vor dem Fernsehgerät säßen, weil es bei der Disco nichts vernünftiges zu trinken gibt. Endlich eine Fete, bei der man nicht von Betrunkenen angemacht oder betatscht wird, war die Meinung der jungen Damen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Möglichst viele Jugendliche für die Fete zu gewinnen, um zu zeigen, dass feiern auch ohne Alkohol möglich ist.

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Polizeidiensstelle
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: Antrag an LRA auf Befreiung vom Jugendschutzgesetz hinsichtlich Zugangsalter für öffentliche Veranstaltungen, vorherige Umfragen

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Die Feststellung, dass bei jeder öffentlichen Jugendveranstaltung viele jugendliche Besucher viel zu viel Alkohol konsumieren, und danach auch gewaltbereit sind

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Info?s an örtlichen Schulen, Flyer im Schulbus

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Am Wochenende Spass zu haben, zu tanzen etc... Allgemein etwas zu erleben

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Eltern (Mütter/Väter) (Schwerpunkt)
  • Sozialarbeiter / Sozialarbeiterinnen (Schwerpunkt)
  • Veranstallter bei öffentlichen Musik Darbietungen
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

ja, auf

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe (Schwerpunkt)
  • Musikszenen und Jugendkultur
  • Polizeiliche Arbeit
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendamt (federführend)
  • Polizei
  • Sozialamt
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • andere Vereine
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Polizei
  • Private Spender / Sponsoren
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
  • Landkreis Ravensburg
Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
  • Versammlung mit Vereinen
In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

2000

Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

2001

Dabei Handelt es sich nach der Konzeption um ein:: 

Geplant ist die Veranstaltung einmal im Jahr durchzuführen, um den Jugendlichen etwas zu bieten und sie auf die Problematik hinzuweisen

Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

offen

Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

ja, Zusammenarbeit von Gemeinde, Vereinen und Polizei zur Verwirklichung der Fete

Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

ja, Schüler, Jugendliche allgemein

Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

Die erste Präventionsfete einer Gemeinde in der Art im Landkreis (Präventionsfete ohne Alkohol)

Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

nein

Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

nein

Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Gemeinde
    • Protektive Faktoren
    • Risikofaktoren
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Rundfunk (Radio 7) Zeitung

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    ja, bis zu 1 Jahr

    Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

    0