Ostheim v.d.Rhön

Typ: 
kreisangehörige Stadt/Gemeinde
Name des Ansprechpartners: 
Bgm. Adolf Büttner
Straße/Postfach: 
Marktstraße 24; 97645 Ostheim v.d. Rhön
Postleitzahl: 
97645
Bundesland: 
Bayern
Telefon des Ansprechpartners: 
0977791700
Telefax des Ansprechpartners: 
09777917025
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 
http://www.ostheim.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Keine Macht den Drogen - Kinder stark machen

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Ostheim vor der Rhön

Kinder stark machen - Keine macht den Drogen

Vor genau 10 Jahren startete die Stadt Ostheim vor der Rhön gezielte Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere im Bereich der Suchtprävention von Alkohol und Drogen. Die bisher schon vorhandenen Maßnahmen, Einrichtungen und Organisationen werden seither besser miteinander vernetzt und koordiniert. Ziel ist es stets, den Kindern eine lebens- und liebenswerte (Um-)Welt zu bieten, die den suchtfreien Lebensstil fördert. Inzwischen finden Kinder jeder Altersgruppe in Ostheim ein adäquates und sinnvolles Angebot der Förderung, Freizeitnutzung und Fortbildung. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten ist im sportlichen Bereich angesiedelt. Der Erfolg der umfangreichen überwiegend ehrenamtlichen Bemühungen zeigt sich in der hohen Nutzung der verschiedenen Angebote und gerade im sportlichen Bereich in den vielfältigen Auszeichnungen, die die Kinder bei Wettbewerben aller Art erhalten.

Anfänge:

Anlässlich der europäischen Suchtwoche kam es im November 1992 zu einem Hearing der 16 Stadträte, des Bürgermeisters, der Ärzteschaft und Vereinsvertretern der Kleinstadt Ostheim vor der Rhön über neue Möglichkeiten der aufklärenden Kinder- und Jugendarbeit. Ein Aufklärungsabend der Drogenberatungsstelle stellte klar, dass im ländlichen Bereich durchaus Handlungsbedarf gegen die Gefahren illegaler Drogen besteht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine weitaus größere Gefährdung auch durch die legale Volksdroge Nummer 1 in Deutschland = Alkohol genauso großer Aufmerksamkeit bedarf.

Die Bestandsaufnahme zeigte sowohl vorhandene Stärken als auch immer deutlicher werdender Schwachstellen im kommunalen Sozialleben!

Seit 1989 war die innerdeutsche Grenze nicht mehr existent. Während Ostheim bis dahin in wirklicher Abgeschiedenheit - fast sogar idyllisch und finanziell schwach gestellt - mehr oder weniger friedlich am Rande des Weltgeschehens existierte, brachte der Wegfall der Grenze die kleine Stadt mit ca. 3650 Einwohnern schon rein geographisch gesehen mit einem Schlag mitten ins Herz Deutschlands.

Leider nahm auch der Drogenhandel in unserem Landstrich einen enormen Aufschwung.

Die Bundesweite Statistik zeigt folgende interessante Veränderungen bei der Entwicklung der Drogentoten

Der Umsatz damals betrug ca. 800 Milliarden DM. Ähnlich alarmierend war die Entwicklung der Drogenszene in Ostheim.

Als Ursache der Gefahr wurden drei Hauptpunkte diskutiert, die auch auf Ostheim zutrafen.

  1. Der verdeckte Frontalangriff rollt an! Harte Drogen stehen nur an der Spitze (Heroin). Weiche Drogen sind sogenannte Einstiegsdrogen (Haschisch). Gutverdienende Kartelle steuern mit überlegener Strategie den Absatz weltweit, so auch in und um unseren Heimatort.
  2. Das Konsumverhalten ist seit einigen Jahren geprägt von der Wohlstandsgesellschaft, einer unendlichen Verfügbarkeit und der Möglichkeit, Wünsche sofort in Erfüllung gehen zu lassen.
  3. Schon immer waren Kinder und Jugendliche gefährdet. Vor allem wenn sie sich auf ihren abenteuerlichen Weg begeben - raus aus dem behüteten Elternhaus - auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Ein Konsens zeichnete sich ab, dass man auf diesen Weg nicht gegen die Probleme angehen soll, die die Jugend macht, sondern gegen die Probleme, die die Jugend hat. Nur durch Zusammenarbeit aller Kräfte kann eine Verbesserung der negativen Entwicklung erzielt werden.

  1. Die Eltern: der Rückhalt in der Familie ist unbedingt nötig;
  2. Schule, Erzieher und Ärzte müssen ihre eigenen Hausaufgaben machen;
  3. Die Politik muss nötige Rahmenbedingungen wiederherstellen!

Das bedeutet auch auf kommunaler Ebene

  • Wir lieben unsere Kinder und wollen sie stark machen
  • Wir reden mit unseren Kindern und verstehen deren Sprache
  • Wir bemühen uns um Vorbilder

Grundlage für unser Konzept in Ostheim waren die Inseratserie bzw. Plakate der BZgA

  • "Kinder stark machen" sowie die Broschüre
  • "Was tun gegen Sucht" mit 7 Vorschlägen für Eltern und Erzieher.

Die Eindringlichkeit des Aufrufs "Aktiv gegen Sucht - so früh wie möglich" wurde im Laufe der Jahre immer deutlicher!

Die Bestandsaufnahme der Kinder- und Jugendarbeit in Ostheim zeigte starke Seiten:

Vorhanden waren

  • 1 Hallenbad
  • 1 Sporthalle
  • 2 Sportplätze
  • 1 Kindergarten
  • 2 Kirchen
  • 3 Schulen

Diese von der Stadt zu einem großen Prozentsatz finanzierten Einrichtungen arbeiteten allerdings nur zum Teil im Sinne einer umfassenden Förderung der Heranwachsenden wie sie die sieben Bedürfnisse der Broschüre definieren:

  1. Seelische Sicherheit
    Sicherheit der Liebe und Zuwendung von Eltern und nahe stehenden Erwachsenen
  2. Anerkennung und Bestätigung
    Lob nicht nur für Leistung, sondern auch für die Bemühung
  3. Freiraum und Beständigkeit

In der Realität selbst erlebte Erfolgserlebnisse

  1. Realistische Vorbilder
    Gute Worte - böse Taten. Erwachsene erkennen eigene Widersprüchlichkeit
  2. Bewegung und richtige Ernährung
    Toben und Bewegung als Spaß und Freude an eigener Anstrengung
  3. Fremde und eine verständnisvolle Umwelt

Berücksichtigung kindlicher Interessen

  1. Träume und Lebensziele
    Urbedürfnis eines jeden Menschen, ob groß oder klein

Ohne festgeschriebenes Programm wurden diese vorhandenen Ressourcen in den kommenden Jahren quasi systematisch für die Drogenprävention genutzt.

Die Frage lautete: was muss geschehen?

Die Antworten können überall in Deutschland gelten und sind eher allgemein formuliert:

  • Vorhandenes im Sinn der Zielsetzung verstärkt nutzen
  • Vorhandene gut funktionierende Strukturen pflegen
  • Vorhandenes Know How abrufen
  • Kooperation fördern
  • Mut zu neuen Zielen machen
  • Vereine zum Mitmachen gewinnen
  • Selbsthilfepotential wecken
  • Positives Image erzeugen und private Sponsoren gewinnen
  • Defizite erkennen, Randgruppen integrieren und die finanziellen Mittel im Rahmen der Möglichkeiten einer kleinen Gemeinde von 3650 Einwohnern abwägen!

Nachfolgend werden die verwirklichten Projekte vorgestellt.

1. Ostheimer Jugendtreff

Am 01. Juli 1998 wurde der Ostheimer Jugendtreff nach längerer Vorbereitung eröffnet. Die schon länger vorhandene Idee der Stadt Ostheim wurde mit der Einstellung eines Sozialarbeiters und eines zur Verfügung gestellten Hauses, welches im Besitz der Stadt war, realisiert. Der Jugendtreff ist in der Regel an 5 Tagen in der Woche von 15.00 - 21.00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit besuchen etwa 15-30 Jugendliche täglich das Haus. Die Altersgruppe liegt zwischen 12-25 Jahren. Das Haus hat 3 Aufenthaltsräume, eine Küche, 2 Toiletten und einen Vorratsraum. Insgesamt stehen ca. 80 qm² zur Verfügung.

Es besteht in jedem Raum die Möglichkeit Musik zu hören, Video zu schauen, Play Station zu spielen, verschiedene Brett- und Kastenspiele zu nutzen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zu backen und zu kochen. Alle Gerätschaften wurden durch Spenden angeschafft. Z.B. helfen die Jugendlichen auf dem zweimal im Jahr stattfindenden Babybasar und werden somit mit einer Spende aus dem Erlös bedacht. Im Haus können verschiedenste Getränke, Süßigkeiten, Pizzen usw. zu fairen Preisen erworben werden. Auch Alkohol ist im Haus ab 18.00 Uhr zu erwerben. Jedoch nur Radler und Bier. Dieser wird kontrolliert durch die Ausgabe vom Sozialarbeiter. Sonstiger Alkohol ist im Haus verboten. Alkoholmissbrauch hat es bisher im Jugendtreff nicht gegeben. Überhaupt wird die Gelegenheit, im Treff Bier zu erwerben, selten wahrgenommen. Das Zusammenleben im Jugendtreff wird von einer gemeinsam erstellten Hausordnung geregelt. Außerhalb der Öffnungszeiten des Hauses organisiert der Sozialarbeiter verschiedene Freizeitaktivitäten, wie jährlich stattfindendes großes Basketballturnier, eine Kanutour, Fußballturnier, Fahrten, zu von anderen Einrichtungen veranstalteten Sportveranstaltungen (Streetball, Fun-Sport usw.), ein jährliches Konzertereignis mit im letzen Jahr 7 Newcomer Bands aus der näheren Umgebung, Fahrten zu anderen Konzerten, Kunstausstellungen im Jugendtreff, Zeltlager in der Natur und weitere von den Jugendlichen angeregten Freizeitaktivitäten.

2. Die Bücherei

Die Bücherei befindet sich seit ca. 15 Jahren sinnigerweise im alten Kindergarten und erfüllte von Anfang an die Kriterien eines alternativen Jugendtreffs vor allem der Altersgruppe 14-18 Jahre . 40% der Gesamtentleihungen (65000) bei einem Bestand von 11000 Medien entfallen auf Kinder- und Jugendliteratur. Allein 10500 Kassetten und CD's wurden entliehen. Kinder bis 12 Jahre machten mit einer Zahl von 327 ca. einen Anteil von 30% aus. Die 14-18 jährigen mit 130 ca. 10%.

Die Öffnungszeiten betragen wöchentlich 20 Stunden und werden durch eine Ganztagskraft und eine Teilzeitkraft mit 8 Stunden/Woche gewährleistet. Diese veranstalteten auch noch 5 Klassenführungen und 6 allgemeine Veranstaltungen für Kinder, so dass sich die Bücherei zu einem beliebten Freizeit-Treff für Kinder- und Jugendliche entwickelt hat. Mit Spaß gehen die Kinder hier sinnvollen Freizeitbeschäftigungen wie Lesen oder Musikhören nach.

3. Das Hallenbad

Das Hallenbad der Stadt Ostheim steht schon seit Erbauung 1967 dem Schwimmunterricht der Schulen zur Verfügung.

Durch eine Neueinstellung des städt. Bademeisters ist eine starke Betonung der individuellen Nutzung durch verschiedenste Gruppierungen zu verzeichnen. Der Wandel vom reinen Schwimmzentrum zum Freizeit- und Familienbad ist augenfällig und gewollt. Vereine wie DLRG und Wasserwacht erbringen z.B. durch Garderobendienste eine wertvolle finanzielle Entlastung und erfüllen durch Aktivitäten das "Bad" mit Leben.

Eine neu errichtete Beach Volleyballanlage ist neue Attraktion und integriert so auch die in der Jugendarbeit sehr aktive Volleyballabteilung des Sportvereins. Höhepunkt ist z.B. das 24 Stundenschwimmen, wo Bürgermeister Adolf Büttner die Ehrungen vornimmt.

4. Die Sporthalle

Die Sporthalle diente ebenfalls ursprünglich nur schulischen Zwecken. Schon bald wurde sie für die Vereine erschlossen. Heute tummeln sich vorwiegend im Winter ca. 30 verschiedene Abteilungen darunter 25 Jugendgruppen hauptsächlich des TSV Ostheim in der Turnhalle. Kinder und Jugendliche finden eine große Palette sportlicher Betätigung vor, vom Kinderturnen bis zur Leichtathletik.

5. Sportplätze

Die Sportplätze werden ebenfalls vom TSV Ostheim genutzt, vorwiegend zum Fußballspielen und der Leichtathletikabteilung. Aber auch eine der ersten Triathlonveranstaltungen Deutschlands wird seit 1982 in Ostheim durchgeführt.

6. Frühförderung

Die Stadt Ostheim unternahm enorme Anstrengungen um schon den Allerjüngsten Freiräume im Kindergarten zur Verfügung zu stellen. 1997 wurde ein fünfter Gruppenraum kurzfristig und vorübergehend gebaut um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Hier werden jetzt durch die neue Kindergartenleitung seit 2001 Frühförderungen ermöglicht mit z.B. Ergotherapie bei Wahrnehmungsstörungen, bzw. ADH-Syndrom. Dies ist eine ideale Möglichkeit, im frühesten Kindesalter Fehlentwicklungen vorzubeugen. Denn gerade Kinder mit Lern- und Verhaltensstörungen sind später besonders suchtanfällig.

7. Kirchen und Schulen

Kirchen und Schulen arbeiten traditionell schon längst drogenpäventiv und geraten oft in den Brennpunkt, wenn sie scheinbar nicht den hohen Ansprüchen irgendwelcher selbst ernannten Experten genügen. Beispiel für die Aktivität ist das Ferienprogramm in der Grund- und Hauptschule Ostheim. Hier ist ein Informationsaustausch zur Optimierung der Zusammenarbeit in Zukunft nötig und geplant.

8. Die Vereine

Die Vereine sind das Bindeglied zwischen Elternhaus auf der einen Seite und Schule bzw. Kommune auf der anderen Seite. Alle Aktivitäten sind freiwillige Leistungen. Die Betreuer und Übungsleiter sind ehrenamtlich tätig und haben meist selbst positive Emotionen und Erfahrung hinter sich, die sie an die nachkommende Generation weitergeben wollen.

Beispiele erfolgreicher Vereinsarbeit:

  • Die Stadt unterstützt z.B. großzügig finanziell die Stadtkapelle mit ihrer hörbar guten Nachwuchsarbeit.
  • Zusammen mit dem rührigen Sportverein, der alleine 250 Jugendliche betreut, kam es z.B. zu einer Gemeinschaftsaktion im Maximilianeum, dem bayerischen Landtag. Ca. 20 jugendliche Sportler liefen die 360 Kilometer als Staffel nach München und besuchten zur Verabschiedung den Landtagspräsidenten. Ein Ständchen und eine Aufführung der Ballettschule aus Ostheim bereiteten den Abgeordneten große Freude und der Botschaft "Keine Macht den Drogen" konnte Gehör verschafft werden.
  • Auch ein Staffellauf nach Bonn ins Gesundheitsministerium zeigte großes lokales Medieninteresse.
  • Beispielhaft ist eine Laufserie im Landkreis Rhön-Grabfeld, die über 3000 vorwiegend junge Teilnehmer anzieht und die seit 1995 für die Aktion "Keine Macht den Drogen" und neuerdings "Kinder stark machen" wirbt.

Unter Federführung des LLZ Rhön Grabfeld mit Sitz des Vereins in Ostheim vor der Rhön hat sich der TSV Ostheim die Suchtprävention als Hauptschwerpunkt der Jugendarbeit ausgesucht und verfolgt dieses Ziel mit erheblichen finanziellen Mitteln, die über 50 private Sponsoren unterstützen.

A und O ist die positive Darstellung des eigentlichen Tabuthemas Drogen in den Medien.

Anlässlich der Siegerehrung von ca. 400 jungen Sportlern lautete die Presseüberschrift:

"Das Lachen der Kinder ist die größte Belohnung".

So gelingt es durch positive Ausstrahlung auch auf die noch im Abseits stehenden einzuwirken.

Integrierender Höhepunkt der Drogenprävention und Kinder stark machenden kommunalen Jugendarbeit ist das jährliche Ferienprogramm. Hier bringen sich ca. 20 Ortsvereine mit jährlich wechselnden Beiträgen ein.

Beispiel: Zirkusaufführungen in der Halle des örtlichen Reitvereins oder die Fahrt des Turn- und Sportvereins zur Sonnenfinsternis im Stuttgarter Raum 1999.

Ähnlich könnte es mit den Kommunen sein, die sich am kommunalen Suchtpräventionswettbewerb der BZgA bewerben.

Fazit: Für uns als Gemeinde Ostheim steht nicht im Vordergrund einen möglichen Geldpreis zu gewinnen, sondern wir sind gespannt auf die anderen Ideen von Kommunen. Gerne nutzen wir Neues für unsere weiteren Bemühungen zum Wohl unserer Jugend.

Denn eines ist klar: wir werden unsere Arbeit viele Jahre weiterführen. Die Unterstützung und Aktivität der Stadt Ostheim ist auf Dauer angelegt und besitzt absolute Priorität.

So wie für Kinder Vorbilder eine wichtige Funktion erfüllen, sollen auch vorbildliche handelnde Gemeinden ein Beispiel für noch unerkannte Möglichkeiten überall in Deutschland geben - auch wenn wie in Ostheim mit 3650 Einwohnern die finanzielle Ressourcen sehr beschränkt vorhanden sind. Doch mit dem Engagement vieler Freiwilliger lässt sich dies leicht ausgleichen. Auch in Zukunft lautet unsere Überzeugung: die Zukunft sind unsere Kinder!

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Regelmäßige Medienpräsenz

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Rat
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

nein

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

In diesem Alter orientieren sich Jugendliche zunehmend außerhalb der Familie und werden Risikobereit. Sensibles Alter für Gefahren, aber auch Erfahrungen.

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Konditionierung im Klassischen Sinn durch Belohnung wie Aufmerksamkeit auf allen Sozialen Ebenen.

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Anerkennung, Selbstvertrauen, Visionen, Freiräume

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Eltern (Mütter/Väter)
  • Erzieher / Erzieherinnen
  • Fachöffentlichkeit
  • Gleichaltrige / Peers (Schwerpunkt)
  • Jugendarbeiter / Jugendarbeiterinnen
  • Lehrer / Lehrerinnen
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

ja, auf

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe (Schwerpunkt)
  • Musikszenen und Jugendkultur
  • Sportvereine
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
    Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
    • andere Vereine
    • Private Spender / Sponsoren
    • Sonstige
    • Sportvereine
    • Unternehmen der Wirtschaft
    Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    • Bayerische Sparkassenstiftung
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Jährliche finanzielle Unterstützung des Infomobils
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    1992

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    1998

    Dabei Handelt es sich nach der Konzeption um ein:: 

    Kommunales Jugendzentrum als Begegnungsstätte für Jugendliche unter pädagogischer Leitung. Bücherei besteht seit 1988.

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Hauptamtliche Kraft nur für einen eng begrenzten Kreis von Jugendlichen. Die Bücherei mit zwei hauptamtlichen Kräften hat primär andere Zielvorstellungen

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    ja, Offene Jugendarbeit für nichtorganisierte Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Kooperation von zehn eigenständigen Sportvereinen von Kommunen im Umkreis von dreißig Kilometern auch länderübergreifend (Bayern, Hessen, Thüringen) Zu einer Interessengemeinschaft (LLZ) : Kinder stark machen

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    nein

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    ja, Unorganisierte Jugendliche haben erheblichen Betreuungsbedarf

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Konzept des sozialen Lernens
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Andere, Förderung der Selbsthilfe, Subsidiaritätsprinzip
    • Gemeinde, Zugang zu kommunalen Einrichtungen ermöglichen (Bücherei, Schwimmbad, Sporthalle, Schule etc.)
    • Protektive Faktoren, Möglichkeit geben zur Gruppenbildung Förderung verschiedenster Interessen & Fähigkeiten
    • Risikofaktoren, Verhinderung der Isolation einzelner gefährdeter, Freiräume
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Tageszeitungen, Fernsehen, Broschüren der BZgA

    Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

    Berufliche Fortbildungen (Schwimmeister, Bibliothekarin) Supervisionen (Sozialarbeiter) , Fortbildungen BLSV (Übungsleiter)

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    ja, 3 Jahre und mehr

    Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

    200