Münster

Typ: 
kreisfreie Stadt
Einreichende Dienststelle: 
Drogenhilfe der Stadt Münster Fachstelle für Suchtvorbeugung Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Name des Ansprechpartners: 
Brigitte Klute
Funktion des Ansprechpartners: 
Fachkraft für Suchtvorbeugung
Straße/Postfach: 
Stadt Münster; Schorlemerstraße 8; 48155 Münster
Postleitzahl: 
48143
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Telefon des Ansprechpartners: 
0251 4925184
Telefax des Ansprechpartners: 
0251 4927772
E-Mail des Ansprechpartners: 
kuteb@stadt-muenster.de
Internetadresse der Kommune: 
http://www.muenster.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Stärken & Schwächen - Suchtprävention und Erlebnispädagogik

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Beschreibung anhand der Pressemitteilung der Fachstelle für Suchtvorbeugung

Stärken & Schwächen - Suchtprävention mit Erlebnispädagogik

Geschwister-Scholl-Realschule erprobt neues Konzept

Staunende, offene Münder und den Blick weit nach oben, so recken die Jugendlichen ihre Köpfe in die Höhe und beobachten jede Bewegung ihrer Mitschülerin. Die konzentriert sich ganz auf das Kistenklettern in schwindelnder Höhe.

Diese Aktion im Kletterzentrum Münsterland war Teil der Projektwoche zur Suchtvorbeugung der Geschwister - Scholl - Realschule. Auf Initiative von Brigitte Klute von der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Drogenhilfe der Stadt Münster und Monika Averbeck, Beratungslehrerin für Suchtvorbeugung wurde jetzt ein neues Konzept zur Suchtprävention für die achte Klasse entwickelt und erprobt.

Klute hierzu: "In einem Kletterkurs erleben Jugendliche Neues und Spannung. Wir wollen dadurch beispielhaft verdeutlichen, dass Jugendliche Abenteuer brauchen, denn ungestillte Abenteuerlust kann eine Ursache für den Griff zu Drogen sein. Ebenso wichtig ist uns, spielerisch grundlegende Lebenskompetenzen zu fördern, die für die Suchtprävention außerordentlich bedeutsam sind. Dazu gehören: Umgang mit Entscheidungs-, Belastungs- und Konfliktsituationen, Frustrationstoleranz, Verantwortungsgefühl und Vertrauen."

"Dieser Kletterkurs", so die begleitenden Lehrkräfte und das beteiligte Junior-Kinderbüro der Stadt Münster "trägt hervorragend zu einer Verbesserung des Sozialverhaltens und der Klassengemeinschaft bei." Lebenskompetenzförderung in der Suchtvorbeugung ist aber immer verbunden mit Informationsvermittlung u.a. zu Ursachen von Sucht bei Jungen und Mädchen und der Auseinandersetzung mit eigenen Konsumgewohnheiten und riskantem Verhalten.

Im Zuge dieser Aktion wurde in verschiedenen Drogen- und Suchthilfeeinrichtungen und auch in getrennten Mädchen- und Jungengruppen gearbeitet, um sich mit geschlechtsspezifischen Aspekten von Sucht und Suchtprävention und verschiedenen Hilfsangeboten zu befassen. Beteiligt war hier neben der Fachstelle für Suchtvorbeugung, auch Andreas Duttmann von der Bezirksstelle Kinderhaus der Beratungsstelle für Suchtkranke des Caritasverbandes. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Sport-Spiel-Vormittag mit Übungen zum Thema "Vertrauen und Grenzerfahrung", der vom Sportlehrer Ludger Meyer durchgeführt wurde.

"Die Jugendlichen und die beteiligten Fachkräfte sind sich einig," so Brigitte Klute "dass dieses Gemeinschaftsprojekt fortgeführt werden soll."

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Sensibilisierung für die eigenen Stärken und Schwächen im: - Umgang mit legalisierten Suchtmitteln unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede - Umgang mit Grenzsituationen Stärkung der allgemeinen Handlungs- und Lebenskompetenz Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit sich selbst und anderen Verbesserung der Klassengemeinschaft Kennenlernen von Hilfsangeboten der Drogen- und Suchtkrankenhilfe

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Drogenhilfe der Stadt Münster Fachstelle für Suchtvorbeugung
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: Schriftliche Kartenabfrage bezüglich gewünschter Themen, Infoveranstaltung in der Planungsphase, SchülerInnen interviewen SchülerInnen zu Erwartungen und Befürchtungen bezüglich geplanter Inhalte, der Kletteraktion, die Übernachtung in der Kletterhalle, die zeitweilige Trennung in eine Mädchen- und in eine Jungengruppe. Die SchülerInnen stellen eine Hörkassette zu diesem Meinungsbild zusammen. Fazit: Positiv gespannt.

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Schule in einem sozialen Brennpunkt. Kontinuität und Langfristigkeit von Maßnahmen zur Suchtvorbeugung sind wesentliche Kriterien für die Auswahl und an dieser ausgewählten Schule gewährleistet durch die Verankerung des Bausteins Suchtvorbeugung im Schulprogramm. Ein drittes Kriterium für die Auswahl der Jugendlichen war das Alter mit seinen spezifischen Entwicklungsaufgaben sowie die Notwendigkeit von Risikokompetenz in dieser Altersphase.

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Vgl. 2.5 und Übernahme von Aufgaben vor, während und nach der Projektwoche durch die TeilnehmerInnen

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Bedürfnis nach Risiko, Abenteuer und Vertrauen

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
    Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

    ja, auf

    Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
    • Jugendarbeit und Jugendhilfe
    • Schulen (Schwerpunkt)
    Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
    • Amt für Kinder, Jugend und Familien (federführend)
    Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
    • andere Vereine
    • Freie Träger
    • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
    • Kirchliche Einrichtungen
    • Schule
    Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    • Kletterzentrum Münsterland
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Projektgruppe
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    2001

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    2001

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    wahrscheinlich gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Die Verbindung schulischer Suchtprävention mit Erlebnispädagogik unter Einbeziehung außerschulischer Kooperationspartner.

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    nein

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Die Übertragbarkeit der Grundkonzeption auf den Jugendhilfebereich ist aus fachlicher Sicht gegeben

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    ja, 2001

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    ja, Bedarf an dieser Schule wurde vor Projektbeginn von der Beratungslehrerin für Suchtvorbeugung begründet und formuliert.

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Gemeinde, Sensibilisierung der Bürger durch Presseartikel, Sensibilisierung des Schulkollegiums und der Elternschaft
    • Protektive Faktoren, Informiertheit bezüglich Hilfs- und Informationsangebote in der Bereichen Suchtvorbeugung und Drogenhilfe, bzw. Suchtkrankenhilfe, persönliche Ressourcen wie z.B. Selbst-bewusst-sein bezüglich eigener Stärken & Schwächen, Konfliktfähigkeit, Selbstwertgefühl, Handlungskompetenz im Umgang mit schwierigen Situationen
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Infomaterial der BZgA, Kassettenrekorder, Schülerfragebogen zur Reflexion eigener Ziele während der Projektwoche

    Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

    Die an diesem Projekt beteiligte Beratungslehrerin für Suchtvorbeugung und ihre interessierten KollegInnen wurden und werden von der Fachstelle für Suchtvorbeugung fortlaufend in Fortbildungsangeboten, die i.d.R. für alle BeratungslehererInnern für Suchtvorbeugung der weiterführenden Schulen in der Stadt Münster ausgeschrieben werden, für die Aufgabe der schulischen Suchtprävention qualifiziert, sowie bei Bedarf unterstützt z.B. durch Präventionsberatung, Projektinitiierung, -begleitung.

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    ja, bis zu 3 Jahre