Kassel

Typ: 
kreisfreie Stadt
Einreichende Dienststelle: 
Jugendamt
Name des Ansprechpartners: 
Herr Michael Bub
Funktion des Ansprechpartners: 
Drogen- und Jugendschutzbeauftragter
Straße/Postfach: 
Magistrat der Stadt Kassel - Jugendamt-, Obere Königsstraße 8, Kassel
Postleitzahl: 
34117
Bundesland: 
Hessen
Telefon des Ansprechpartners: 
0561 7875152
Telefax des Ansprechpartners: 
0561 7875057
E-Mail des Ansprechpartners: 
jugendamt@rathaus.kassel.de
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 
http://www.kassel.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Clean-Spielplätze für unsere Kinder

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

"Clean-Spielplätze für unsere Kinder"

Ein Projekt mit strukturellem suchtpräventiven Ansatz in Kooperation zwischen dem Stadtjugendamt Kassel und der Drogenhilfe Nordhessen e.V.

Vorbemerkung:

Das Kooperationsprojekt "Clean-Spielplätze für unsere Kinder" ist ein Beispiel für langfristig angelegte strukturelle Suchtprävention, die nicht nur die Zielgruppe Kinder und Jugendliche umfasst, sondern auch deren Eltern sowie das Anwohnerumfeld. Darüber hinaus dient es als Praxisfeld für angehende Erzieherinnen und Erzieher. Das Projekt ist als Baustein mit strukturellem suchtpräventiven Ansatz im städtischen Suchtpräventionskonzept verankert und genießt als solches die notwendige Akzeptanz und Unterstützung durch den "Runden Tisch Drogenhilfeplanung" und der "Dienstagsrunde Drogen", einem interdisziplinären Kriseninterventionsgremium. Auch die kommunalpolitische Basis, die entsprechenden Ortsbeiräte, in deren Zuständigkeitsbereich die Spielplätze liegen, ist mit einbezogen. Städtische Ämter, die mit für die Umsetzung vor Ort verantwortlich sind, schwerpunktmäßig das Jugendamt, aber auch das Umwelt- und Gartenamt und das Ordnungsamt, sind ebenso beteiligt wie die Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Nordhessen e.V. sowie weitere Einrichtungen des Sozialraumes (Kindertagestätten, Schulen usw.), in dem das Projekt zur Durchführung kommt.

Einleitung:

"Wo frühere Generationen noch direkt vor ihrer Haustür natürliche Spiel- und Erlebnisräume vorfanden, rollt heute die Blechlawine. Wo Kinder früher mit Kindern aus der Nachbarschaft ausgedehnte Streifzüge unternehmen konnten, verlocken heute langweilige Wohngebiete nicht mehr zu Taten und verbietet vor allem der expandierende Straßenverkehr Alleingänge von Kindern. Nicht selten ist schon der Weg zum nächsten Spielplatz lebensgefährlich. Der den Kindern schon rein zahlenmäßig um das Dreifache überlegene Gegner heißt Auto. Ohne Begleitung eines Erwachsenen kann sich ein Vorschulkind in der Großstadt kaum noch bewegen." (aus: Kinder stark machen für das Leben, S. 155, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 1998)

So beschreibt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Leiter des Sonderforschungsbereiches Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld) treffend die Alltagswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen in deutschen Großstädten. Und weiter oben heißt es im gleichen Buch: "Stadtkinder sind auf Spielplätze und öffentliche Freiflächen angewiesen. Da ist viel verboten. Man muss nur mal versuchen, im Park ein Loch zu graben, um den Spielraum der Kinder für spontane Einfälle zu ermessen."(ebenda S. 154/155)

Die Ausgangssituation:

Viele Kinderspielplätze in Kassel, insbesondere die in der Innenstadt und an sozialen Brennpunkten, sind in den 90er Jahren zunehmend ihrer ursprünglichen Funktion beraubt worden. Sie wurden zu Treffpunkten und Aufenthaltsorten für ältere Jugendliche, alkohol- und drogenabhängige Menschen. Sandkästen und umliegende Rasenflächen wurden als Hundeklo missbraucht.

Vandalismus, Belästigungen und Provokationen haben vielerorts bereits dazu geführt, dass diese Plätze von Kindern bewusst gemieden werden bzw. Eltern ihren Kindern den Aufenthalt untersagen.

Viele Eltern haben angesichts der Verhältnisse auf diesen Plätzen resigniert und sind häufig nicht bereit, mangels behördlicher Unterstützung für den Spielplatz einzutreten.

Wenn aber Kinder, außer im Kindergarten bzw. der Schule nicht mehr auf öffentlichen Plätzen spielen können, ohne Gefahr zu laufen, sich an dem herumliegenden Unrat (Glasscherben, benutzte Spritzen, Hundekot etc.) zu verletzen, sich gar zu infizieren oder Kinder wie auch deren Eltern von Personen oder Gruppen, die diese Plätze widerrechtlich besetzt halten, am Aufenthalt gehindert werden, ist dies ein unhaltbarer Zustand.

Die Idee:

Auch Kasseler Kinder - insbesondere die in der Innenstadt - benötigen Freiflächen, auf denen sie ihren Bewegungs- und Erlebnisdrang gefahrlos entfalten können. Das Spielen und Bewegen sind elementare kindliche Betätigungs- und Ausdrucksformen und tragen wesentlich zur Förderung der Motorik und kognitiven Wahrnehmungsfähigkeiten bei. Im Spiel die eigenen Stärken und das soziale Miteinander zu erfahren dient der Entwicklung eines gesunden Selbstbewußtseins. Die Stärkung der Persönlichkeit ist ein wesentlicher Baustein der Suchtprävention im Kindesalter. Wenn dafür aber immer weniger Möglichkeiten zur Verfügung stehen, ist dies ein Faktor, der zu einer möglichen Suchtgefährdung beiträgt.

Um der zunehmenden Verwahrlosung der Innenstadtspielplätze Einhalt zu gebieten und sie wieder ihrem ursprünglichen Bestimmungszweck zuzuführen wurde im Juni 1997 das Projekt Clean-Spielplätze für unsere Kinder mit dem bezeichnenden Logo "Unser Platz" als langfristige Aktivität gestartet.

Die Idee zu diesem Kooperationsprojekt entstand während eines gemeinsamen Arbeitstreffens von Vertretern des Jugendamtes der Stadt Kassel und der Drogenhilfe Nordhessen e.V., namentlich Bettina Malomy (Kinderbeauftragte), Michael Bub (Jugendschutz- und Drogenbeauftragter) und Manfred Sautter (Fachstelle für Suchtprävention).

Die Kooperationspartner:

Für die Durchführung der pädagogischen Aktivitäten auf den Spielplätzen konnten die in der Ausbildung befindlichen Erzieherinnen und Erzieher der Elisabeth-Knipping-Schule, des Evangelischen Fröbelseminars, des Rudolf-Steiner-Instituts für Sozialpädagogik sowie das Team des Spiel- und Beteiligungsmobils Rote Rübe zur Mitwirkung gewonnen werden.

Außerdem unterstützten die Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätten "Sarah-Nußbaum-Haus" (Untere Königstraße 82 - 84), "Die Arche" (Schillstraße 7) und "Die Oase" (Querallee 11) sowie die Direktorinnen Frau Siewert und Frau Weis der Grundschulen

"Am Wall" (Schützenplatz 3) und "Königstor" (Königstor 58), sowie einige engagierte Lehrerinnen und Lehrer dieser Schulen die Projektaktionen.

Sofern aus Sicherheitsgründen die Situation auf den Spielplätzen es erforderlich werden lässt, bezieht die Projektgruppe die "Dienstagrunde Drogen", die zuständigen Ordnungsbehörden sowie die sozialen Einrichtungen, die direkten Szenekontakt besitzen, mit ein.

Die Vorschläge zur Umgestaltung der Spielplätze, die im Verlauf des Projektes von den Kindern und Anwohnern kommen, werden vom städtischen Umwelt- und Gartenamt im

Hinblick auf Realisierbarkeit überprüft und fließen in die Gesamtplanung mit ein. So gingen erste, praktische Umgestaltungsmaßnahmen von dieser Institution aus.

Die Kasseler Sparkasse unterstützte die Anlaufphase dieses Projektes aus ihrem Sozialfonds mit 10.285,00 Euro.

Die Ziele:

Ziel des Projektes ist es, der Verwahrlosung, missbräuchlichen Benutzung und dem Verlust der innerstädtischen Spielflächen und -platze entgegenzuwirken und diese ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung wieder zuzuführen.

Die hierfür einzuleitenden Maßnahmen sind kausal- und zielgruppenorientiert und dienen vor allem dazu:

  • interdisziplinäre Kontakte und gemeinsame Ressourcen zu erschließen und zu vernetzen,
  • das Selbsthilfepotential zu fördern,
  • solidarisches Handeln und die Wahrnehmung von Verantwortung für die jeweiligen Spielflächen und -platze zu wecken,
  • zur aktiven Mitgestaltung aufzufordern
  • und einen vom Projekt ausgehenden lang anhaltenden Effekt zu erzielen.

So ist beabsichtigt, zum einen durch pädagogisch unterstützte Spielaktionen (mit viel Kreativität und unter Zuhilfenahme eher bescheidener Mittel und Materialien) die Aufmerksamkeit wieder auf diesen Platz zu richten, zum anderen in Form einer Beteiligungsaktion mit Kindern, Eltern und Anwohnern ins Gespräch zu kommen, um Anregungen zur Verbesserung der jeweiligen Spielplatzverhältnisse zu erhalten, das soziale Miteinander und Engagement zu fördern und letztlich zu einer stärkeren Identifikation mit dem Spielplatz beizutragen. Im Sinne der Stärkung der Lobby dieser Kinder und deren Eltern machen es sich die Initiatoren des Projektes zur Aufgabe, die Anliegen und Wünsche zur Befriedung, Umgestaltung, Bespielbarkeit und Erhaltung der Plätze in die entsprechenden politischen Gremien und Ämter zu tragen.

Durch abgestimmte bauliche/gestalterische Veränderungen, flankierende Polizei-, Ordnungsund Drogenhilfemaßnahmen soll, wo es unerlässlich ist, die notwendige Sicherheit wieder hergestellt werden.

Die Ereignisse auf den Spielplätzen und in deren Umfeld konfrontiert die Kinder mit einer Situation, die bei ihnen Ängste und Verunsicherung auslöst und Fragen aufwirft. Ziel des Projektes ist es deshalb auch, hier direkt oder unterstützend tätig zu werden, indem es Möglichkeiten für eine adäquate Aufarbeitung eröffnet.

Die Aktion:

Bis heute konzentrieren sich die Aktivitäten vor allem auf folgende Orte und Plätze: Pferdemarkt, Entenanger, Motzberg, Hafenstraße und Bremer Straße

Die Auftaktveranstaltungen auf den Spielplätzen haben einen zeitlichen Rahmen von 3 aufeinanderfolgenden Nachmittagen (jeweils ca.4 Stunden) und werden durch Handzettel im unmittelbaren Einzugsbereich bekannt gemacht

Die Erzieherinnen und Erzieher der kooperierenden Einrichtungen entwickeln im Rahmen ihres Seminars hierzu ein auf die jeweilige Spielplatzsituation (Ausstattung, Gelände, Zielgruppe, etc.) abgestimmtes Aktionskonzept. Die Mitwirkungsangebote umfassen in der Regel:

Ball-, Sand-, Wasser-, Bewegungs- und Wettspiele, Papierfaltarbeiten, Mal- und Schminkangebote und einiges mehr.

Parallel dazu wird eine Umfrage- und Beteiligungsaktion mit den Kindern, den Eltern und den Anwohnern durchgeführt, mit dem Ziel der gestalterischen und atmosphärischen Verbesserung der augenblicklichen Spielplatzsituation.

Im Durchschnitt sind zwischen 40 (Minimum) und 130 (Maximum) Kinder anwesend, die jüngsten 3, die ältesten 13 Jahre alt, wobei die Kerngruppe die Sieben- bis Zehnjährigen bildet.

Situationsbegründet können Einzelaktionen oder befristete wöchentliche Aktionen, etwa auf Wunsch zur Unterstützung der Eltern oder bis zur notwendigen Stabilisierung der Verhältnisse, fortgeführt werden.

Spektakuläre oder auf Effekthascherei zielende Veranstaltungen/Aktionen oder eine Betreuung von Spielflächen und -platzen als Regelangebot sind bewusst nicht beabsichtigt.

Neben den Kindern, Eltern und Anwohnern werden die infrage kommenden Kooperationspartner ( Ortsbeirat, Kindertagesstätten, Schulen, Ämter, Polizei usw.) zum Aktionstag oder Ortstermin eingeladen, um den Diskurs vor Ort zu eröffnen, Maßnahmen zu sondieren und erste gemeinsame Verfahrensschritte abzustimmen.

Die Reaktionen:

Die Reaktion der meisten Eltern und Anwohner auf die Aktionen ist überwiegend positiv. Viele erhoffen sich eine Wiederbelebung der Spielflächen auf Dauer sowie durch Umgestaltungsmaßnahmen (z. B. andere bzw. zusätzliche Spielgeräte, bauliche Absperrungen, An-, Umpflanzungen und Auslichtung von Büschen etc.) eine sichere Atmosphäre. Mit Hilfe und Unterstützung des Projektes gelingt es den Eltern, sich zu solidarisieren, Mut zur Verantwortung und Initiative zu finden, um sich verstärkt für die Erhaltung der Spielplätze zu engagieren und für die Interessen ihrer Kinder einzutreten. Die äußerst rege und begeisterte Teilnahme der Kinder an den Aktionstagen überrascht. Auffallend dabei ist das friedliche Miteinander von Kindern unterschiedlicher Nationalitäten und unterschiedlichsten Alters.

Die Fortsetzung bzw. Wiederholung der Aktionstage ist so auch ein vielfach geäußerter Wunsch.

Durch die mit der Wiederbelebung der Plätze einhergehende soziale Kontrolle und erhöhte Öffentlichkeit ziehen sich Personen (vorwiegend aus der Alkohol- und Drogenszene), die diese Orte missbräuchlich als Konsum-, "Geschäfts-" und Aufenthaltsmöglichkeit nutzen, in der Regel zurück. Angesichts einer solidarischen gestärkten Elternschaft geraten sie in eine Defensive, die es ihnen schwer macht zu provozieren und einzuschüchtern. Auch die Einflussnahmemöglichkeit sozialer Einrichtungen mit "Szenekontakt" wirkt sich hier positiv aus. Allzu oft bedarf es jedoch gezielter Ordnungs- und Polizeimaßnahmen, nicht zuletzt um dem erhöhten Bedürfnis nach Sicherheit Rechnung zu tragen und einem zunehmend verbreiteten Ohnmachtsgefühl zu begegnen.

Die Veränderungen (Beispiele):

Der Spielplatz "Am Motzberg" wurde vom städtischen Umwelt- und Gartenamt in vorbildlicher Weise umgestaltet, so dass kleinere sowie größere Kinder und Jugendliche getrennte Aufenthaltsbereiche haben. Bei den neu aufgestellten Geräten wurden die meisten Wünsche der Betroffenen berücksichtigt.

Der zuständige Ortsbeirat begrüßte die Umgestaltung. Mit Unterstützung der Projektgruppe initiierte er einen Runden Tisch, um mit anderen sozialen Partnern des Stadtteils Maßnahmen abzustimmen und einzuleiten, die langfristig der Verbesserung der Sicherheit im Umfeld des Platzes dienen.

Bei der Schule "Am Wall" wurde die Parkplatzfläche eingeebnet und für Autos unzugänglich gemacht und eine erste Umgestaltung zur Spielfläche vorgenommen.

Auf dem Spielplatz "Hafenstraße" wurde, entgegen dem Wunsch des Projektbeirates, der Kleinkinderbereich eingezäunt, alles andere blieb. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, da der zuständige Ortsbeirat für den Haushalt 2002 Dispositionsmittel zur weiteren Veränderung des Platzes bereitgestellt hat.

Beim Spielplatz "Am Pferdemarkt" blieb aufgrund eines Ortsbeiratsbeschlusses leider alles beim Alten.

Hier scheiterte eine Umgestaltung und Wiederbelebung des Platzes im Sinne der Kinder an den gegensätzlichen Interessen - insbesondere dem Ruhebedürfnis - der Anlieger.

Der "Entenanger", der dank des Engagements des Rudolf-Steiner-Instituts am häufigsten bespielte Platz, erfuhr noch keine gestalterische Veränderung. Durch die mit den regelmäßigen Spielaktionen erreichte Wiederbelebung gelang es, die dortige Alkohol- und Drogenszene zu verdrängen.

Vorläufiges Fazit:

Die bisherigen Spielplatzaktionen verliefen angesichts der Resonanz bei den Kindern und Eltern erfreulich positiv. Zudem gelang es im Rahmen des Beteiligungsverfahrens, die Umgestaltung der Spielplätze Motzberg und Bremer Straße positiv zu beeinflussen. Die interdisziplinäre Kooperation der Initiatoren und mitwirkenden "Bündnispartner" trägt zu einer effektiven Nutzung der vorhandenen Ressourcen bei. Durch die Bürgernähe zeigt sich das Projekt zudem als Sonde für die Ermittlung unmittelbarer Stimmungs- und Meinungsbilder sowie aktueller Problemlagen, ermöglicht frühzeitige Handlungsansätze und eine direkte Kinderbeteiligung.

Somit ist es in den letzten 4 Jahren erfreulicherweise gelungen, einige Innenstadtspielplätze wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zuzuführen und den drohenden Verlust weiterer - der ohnehin wenigen - für Kinder noch verbliebenen öffentlichen Flächen im innerstädtischen Bereich entgegenzuwirken bzw. das Bewusstsein für den notwendigen Erhalt zu schärfen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • Ermittlung und Beseitigung suchtförderdernder Bedigungen zur Verbesserung der Lebensqualität und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum
Gibt es Minimalziele?: 

nein

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Nordhessen e.V.
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: Im Rahmen der Nutzung und Umgestaltung von Spielflächen durch ein Beteiligungsverfahren (Befragungsaktion vor Ort)

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Spielplatzsituation: drohender Verlust (Zweckentfremdung, Verwahrlosung, Besetzung durch ältere Jugendliche und Personen der Drogen- und Alkoholszene) Sicherheitssituation in der Innenstadt: erhebliche Beeinträchtigung durch die Alkohol- und Drogenszene

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Erreichbarkeit: Werbung in umliegenden Kindertagesstätten und Schulen, Einbezeihung der Ortsbeiräte, Pressemitteilung, Hinweiszettel an den jeweilige Haushalte im Quartier Mitwirkung: Kinder- und Jugendbeteiligung an der Planung und Gestaltung ihres Lebensraumes durch Befragungs- und Beteiligungsaktionen mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros sowie des Kinderbeteiligungsmobils "Rote Rübe" Verlagerung der Szene: durch Hipos, Polizei, Einbeziehung von Einrichtungen der Drogenhilfe und sozialen Hilfe (Streetwork)

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Sichere, kreative, dem Spiel- und Bewegungsbedürfnis entsprechende Räume

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Eltern (Mütter/Väter)
  • Erzieher / Erzieherinnen
  • Lehrer / Lehrerinnen
  • Sonstige (ohne Benennung) (Schwerpunkt)
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • öffentlicher Raum (Schwerpunkt)
  • Sonstige Freizeitaktivitäten
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendamt (federführend)
  • Ordnungsamt
  • Umwelt- und Gartenamt
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Freie Träger
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Kindergärten / Kindertagesstätten
  • Polizei
  • Schule
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
  • Projektgruppe
In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

1996

Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

1997

Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

keine Antwort

Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

ja, Interdisziplinärer und ressortübergreifender struktureller Ansatz im Sinne der "Verhältnisprävention", der unter Wahrung größtmöglicher Kinder- und Jugendbeteiligung der Erschließung von Sponsorengeldern, ein konzertiertes, abgestimmtes Handelm unter effektiver Ausnutzung und Bündelung vorhandener Ressourcen ermöglicht und dadurch frühzeitig suchtfördernden Bedingungen entgegentritt

Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

nein

Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

ja, 1996

Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

ja, Bedarfserhebung über Spielräume für Kinder in der Innenstadt ca. 70% der vorhandenen Spielräume waren fremdgenutz und erheblich beeinträchtigt.

Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
  • Verhältnisprävention (struktureller Ansatz)
Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
  • Andere, Strukturelle Faktoren: Implementierung und Berücksichtigung des suchtpräventiven Anliegens in administrativen Handlunges- und Entscheidungsebenen und -prozessen Sicherheit: unbelastete Spiel- Erlebnis- und Erfahrungsräume
  • Gemeinde, Soziale Verantwortung, Sensibilisierung der Bürger, Stärkung sozialer Netzwerke
  • Protektive Faktoren, Vermittlung von Erlebnisfähigkeit und positivem Körpergefühl, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, soziales Verhalten...
Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

Spielaktionen - mit viel Kreativität unter Zuhilfenahme einfacher Mittel und Materialien (Ball-, Sand-, Geschicklichkeits- und Wasserspiele, Rasenski, Schwungtuch, Stelzenlauf, Kletterseile, Schmink- und Malutensailien...) Foto- und Videodokumentation Bauliche Veränderungen (Spielgeräte, Bepflanzung..) zur Verbesserung des Platzes

Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

Kein projektspezifisches Fortbildungsangebot allgemein im Rahmen der bestehenden Fortbildungsangebote über die Fachstelle für Suchtprävention

Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

ja, 3 Jahre und mehr

Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

85