Duisburg

Typ: 
kreisfreie Stadt
Einreichende Dienststelle: 
Jugendamt der Stadt Duisburg - Fachstelle für Suchtprophylaxe
Name des Ansprechpartners: 
Frau Kaulke-Niermann
Funktion des Ansprechpartners: 
Fachkraft für Suchtprophylaxe
Straße/Postfach: 
Jugendamt der Stadt Duisburg, Kuhstr. 6-8, 47049 Duisburg
Postleitzahl: 
47051
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Telefon des Ansprechpartners: 
0203 2837954
Telefax des Ansprechpartners: 
0203 2837907
E-Mail des Ansprechpartners: 
suchtprophylaxe@stadt-duisburg.de
Internetadresse der Kommune: 
http://www.duisburg.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Modell einer systematischen Suchtprophylaxe

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Modell einer systematischen Suchtprophylaxe am Beispiel der Stadt Duisburg

Leitgedanken

Um Suchtprophylaxe in einer Großstadt wie Duisburg effizient zu gestalten, müssen grundlegende Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen Berücksichtigung finden. Auf dieser Basis entwickelte sich ein Arbeitsansatz, der durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

  • Ursachenorientierung

Sucht hat immer eine Geschichte - dieser Grundsatz prägt die Suchtvorbeugung in NRW. Auch die Duisburger Fachstelle folgt seit Beginn ihrer Arbeit dem Ansatz einer ursachenorientierten Vorbeugung.

Das Prinzip "Abschreckung" hat hier keinen Platz, wird längst als nicht tauglich im Sinne von Vorbeugung angesehen - und mehr noch: Abschreckung` beinhaltet die Gefahr einer gegenteilige Wirkung auf Jugendliche, kann u.U. faszinieren und Interesse erst wecken.

  • Realitätsgerechter Suchtbegriff

Noch immer rücken im Zusammenhang mit der Suchtproblematik zu oft nur die illegalen Drogen in den Fokus. Dies entspricht nicht der Wirklichkeit. Tabak und Alkohol sind die beiden mit weitem Abstand führenden Suchtmittel, auch Medikamentenabhängigkeit liegt auf einem hohen Niveau. Glücksspiel und Geldspielautomat, Essverhalten, Fernsehen, Internet, illegale Drogen.... die Liste der möglichen Suchtmittel ist lang. Sucht kann sich auf legale oder illegale, auf stoffliche oder nicht-stoffliche, auf gesellschaftlich akzeptierte oder mit einem negativem Image versehene Mittel beziehen.

  • Realistische Ziele

Suchtmittel und Drogen lassen sich allen Erfahrungen zufolge nicht "aus der Welt schaffen". Deshalb geht es vor allem darum, mit potentiellen Suchtmittel angemessen umzugehen: Alkohol kann genuss- und maßvoll getrunken werden, Tabletten sollten nur auf ärztliche Verordnung hin eingenommen werden, Handys müssen keine Kostenlawine` auslösen Und wie lassen sich die Ziele beim Gebrauch illegaler Drogen beschreiben? Generell gilt, dass nur der Verzicht auf den Gebrauch solcher Drogen die damit verbundenen Risiken ausschaltet. Viele Gebraucher wollen jedoch nicht - oder derzeit nicht - auf deren Konsum verzichten, trotz der Risiken. Wo der Verzicht auf den Gebrauch illegaler Drogen eine unrealistische Zielsetzung darstellt, bleibt immerhin das Ziel der Risikominderung: Risiken lassen sich nicht ausschalten, in vielen Fällen aber verringern. Dies gilt genau so für die legalen Suchtmittel. Oft ist ein Verzicht - auf legale oder illegale Mittel - nicht erreichbar, risikominderndes Verhalten dagegen schon.

Zielsetzung

Aus der Ursachenorientierung und der Forderung nach Realitätsnähe leitet sich die Zielsetzung von Suchtprophylaxe ab. Ziel ist die Förderung von Protektiven Faktoren` oder Schutzfaktoren`, derjenigen Lebens- und Alltagskompetenzen von Kindern und Jugendlichen, die für die Verhütung der Ausbildung einer süchtigen Fehlhaltung besondere Bedeutung besitzen.

Damit werden personale (Ich-Stärke) und soziale Kompetenzen (Sozialfähigkeit), aber auch Sach- und Handlungskompetenzen (z.B. Umgang mit potenziellen Suchtmitteln) angesprochen. Suchtvorbeugung beinhaltet die Förderung von Genuss- und Erlebnisfähigkeit, Risikokompetenz, Frustrationstoleranz, Kommunikations-, Kontakt-, und Konfliktfähigkeit, Sensibilität für sich, den eigenen Körper und die eigenen Grenzen, positives Selbstwertempfinden.

Anders formuliert: Es geht in der Suchtvorbeugung darum, die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken, aus eigenem Potenzial heraus Gleichgewicht in einer komplexen Alltagsrealität zu bewahren - statt Suchtmittel dazu einzusetzen bzw. zu missbrauchen.

Aus der Forderung nach realistischen Zielen folgt: Noch wichtiger als die Frage, ob potentielle Suchtmittel gebraucht werden, ist die Frage, wie solche Mittel gebraucht werden. Erweist sich das Ziel des Verzichts auf den Suchtmittelgebrauch als unrealistisch, treten Risikominderung und Gebrauchsreduzierung in den Vordergrund. Information und das ehrliche und kompetente Gespräch bilden die Basis dazu.

Zielgruppen

Der geeignete Weg zu einer effektiven Suchtvorbeugung besteht in der Arbeit mit Multiplikatoren, den Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen. Fortbildung und Beratung von Mitarbeiter/innen in Kindertageseinrichtungen, der Jugendarbeit und Jugendhilfe, Lehrer/innen und anderen Multiplikatoren stehen deshalb im Vordergrund. Angebote für bzw. mit Kindern und Jugendlichen werden in der Regel als Modellprojekte durchgeführt.

Die Angebote zur Suchtvorbeugung richten sich insbesondere an

  • den Vorschulbereich (Kindertageseinrichtungen)
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe
  • Schulen (bislang insbesondere weiterführende Schulen) und
  • auf Nachfrage an weitere Bereiche (Eltern/ Familienbildungsstätten, Beruf/ Ausbildung, Vereine, Öffentlichkeit)

Aufgabenschwerpunkte

  • Schulung/ Fortbildung/ Beratung von Multiplikatoren

Die Schulungs-, Fortbildungs- und Beratungsangebote der Fachstelle für Suchtprophylaxe bilden einen deutlichen Arbeitsschwerpunkt. In der Praxis wird dies in Arbeitsgruppen realisiert (deren Dauer je nach Themenstellung variiert), in Teamschulungen, Fachkonferenzen oder Einzelberatungen. Die Inhalte beziehen sich auf Möglichkeiten der praktischen Suchtvorbeugung und auf weitere spezifische Fragestellungen im Kontext von Suchtprophylaxe.

  • Fachtagungen

Je nach Aktualität und Bedarf werden Tagungen für Fachkräfte durchgeführt. In der Regel findet eine größere Tagung zu einem relevanten Teilaspekt von Suchtvorbeugung pro Jahr statt.

  • Dokumentation/ Arbeitsmaterialien

Im Lauf der vergangenen Jahre entstand eine Reihe fachspezifischer Arbeitsmaterialien für Multiplikatoren, bei denen Wert auf einen lokalen Bezug gelegt wurde. Meist handelt es sich um Tagungs- und Projektdokumentationen, teils wurden auch bestimmte Themen behandelt.

  • Modellprojekte

Bei einigen Projekten, die modellhaft entwickelt und durchgeführt werden, liegt bei der Fachstelle für Suchtprophylaxe die Federführung, bei anderen hat sie eine impulsgebende, beratende und begleitende Rolle. Hier entstanden in der Vergangenheit eine Reihe von Projekten, neue Projekte sind derzeit in der Entwicklung.

  • Kooperation/ Vernetzung

Ein zentrales Element des Duisburger Netzes zur Suchtvorbeugung bildet die Qualifizierung von Multiplikatoren. Dies sind insbesondere Suchtberatungslehrer/innen der Duisburger Schulen, Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit und der Jugendhilfe und des Elementarbereichs.

Im Rahmen der "Schulöffnung zum Stadtteil und zur Lebenswelt der Schüler als suchtpräventives Prinzip" ist die Fachstelle für Suchtprophylaxe koordinierend tätig.

Mit den beiden Einrichtungen der Duisburger Drogenhilfe findet an den jeweiligen Schnittstellen eine lange bewährte Kooperation statt. Das Gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und Verbänden im Bereich Jugendarbeit und Jugendhilfe in Duisburg.

  • Clearing-Stelle

Drogenberatung für Betroffene und Angehörige zählt nicht zu den Aufgaben der Fachstelle für Suchtprophylaxe. Die Mitarbeiter und die Mitarbeiterin sind aber dabei behilflich, das geeignete Beratungsangebot je nach individueller Problemlage herauszusuchen.

  • Fachmediothek
    Duisburger Multiplikatoren steht eine Mediothek zur Verfügung, die zum Themenkreis Suchtvorbeugung u.a. Fachliteratur, Videofilme und Broschüren enthält.

Die Angebote der Fachstelle

Angebote für Mitarbeiter/innen im Vorschulbereich

  • Fortbildung
  • Einzel- und Teamberatung
  • Projektberatung und -begleitung
  • Informationsveranstaltungen und Elternseminare

Im Elementarbereich steht insbesondere die Förderung der protektiven Faktoren im Vordergrund. Spezifische Themen (Fernsehen, Konsum, Süßigkeiten, aber auch Kinder in suchtkranken Lebensgemeinschaften` und sexueller Missbrauch`) bilden weitere Schwerpunkte der Suchtvorbeugung im Elementarbereich.

Angebote für Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit und der Jugendhilfe

  • Fortbildung
  • Einzel- und Teamberatung
  • Projektberatung und -begleitung
  • Informationsveranstaltungen
  • Fachspezifische Arbeitsmaterialien

Bei den Fortbildungsangeboten stehen Gesprächsführung zum Thema Sucht und Drogen, Fragen nach den Ursachen von Missbrauch und Sucht, die praktischen Möglichkeiten von Suchtvorbeugung und Informationen zu Drogen und Suchtmitteln im Vordergrund.

Angebote für Schulen bzw. Lehrer/innen

  • Pädagogische Konferenzen
  • Erarbeitung und Erprobung von Unterrichtseinheiten zur Suchtprävention in verschiedenen Altersgruppen
  • Fachberatung und Praxisbegleitung bei Suchtberatungslehrern in Krisensituationen, der Unterrichtsgestaltung, der Kollegenberatung und der Elternarbeit
  • Teamschulungen zur Verankerung von Suchtprophylaxe im Schulalltag
  • Beratung und Hilfe in Einzelfällen mit systemischer Beratung der Schule
  • Beratung von Schulleitungen im Umgang mit Konfliktfällen
  • Umsetzung von sozialpsychologischen Lernkonzepten auf Klassenfahrten
  • Fachspezifische Arbeitsmaterialien

Beispiele aus dem Bereich Schulung / Fortbildung

1. Elementarbereich

Die Fachstelle für Suchtprophylaxe der Stadt Duisburg bietet seit 1989 regelmäßig eine Schulung zur Suchtprophylaxe im Elementarbereich an, die aus insgesamt 7 Bausteinen besteht.

In den letzten sieben Jahren wurden verschiedene Schulungsmodelle ausprobiert, um durch unterschiedliche Strukturen möglichst viele Einrichtungen zu erreichen.

Die Inhalte, die vermittelt werden beruhen auf dem Duisburger Konzept zur Suchtvorbeugung im Elementarbereich.

Derzeit besteht die Schulung der Duisburger Suchprophylaxe für Mitarbeiter aus dem Elementarbereich aus folgenden Bausteinen ( eine Dokumentation der Bausteine befindet sich in Arbeit):

  1. Suchtentstehung / Förderung von Kontakt- und Beziehungsfähigkeit
  2. Förderung von Kommunikations-, Konflikt-, Erlebnis- und Genussfähigkeit
  3. Kinder ohne Stress: Entspannungsübungen, Phantasiereisen, Meditation mit Kindern im Vorschulalter
  4. Kinder und Medien: TV - Spannung ohne Ende?
  5. Kinder aus suchtkranken Familien
  6. Prävention sexuellen Missbrauchs
  7. Elternarbeit zu suchtprophylaktischen Themen

Ziel dieser Maßnahmen ist es, ein Netz von Multiplikatoren in Kindertageseinrichtungen aufzubauen, die gemeinsam

  1. suchtvorbeugend mit Kindern im Alltag arbeiten,
  2. Kollegen beraten und informieren,
  3. Eltern beraten und informieren.

Zielgruppen von Prävention im Elementarbereich sind:

  • Pädagogische Kräfte in Kindertageseinrichtungen
  • Eltern
  • Kinder

Ziel einer primärpräventiven Arbeit im Elementarbereich ist

  1. eine Akzentuierung der Arbeit auf die Förderung der emotionalen und sozialen Kräfte des Kindes,
  2. Alternativen für den Umgang mit kindlichen Suchtmitteln erarbeiten ,
  3. Erarbeitung von Hilfen für Kinder, die bestimmten Belastungen ausgesetzt sind (Sucht in der Familie, sexueller Missbrauch ),
  4. Elternarbeit, die darauf gerichtet ist, die Kompetenz der Eltern für die Erziehungsarbeit zu stützen und zu stärken.
2. Schule

Die Schulung der Multiplikatoren im schulischen Bereich hat zwei Schwerpunkte: den suchtprophylaktischen Unterricht und die Krisenintervention.

Zum Thema "Suchtprophylaktischer Unterricht" werden folgende Inhalte vermittelt:

  1. Kognitive Inhalte / Sachinformationen
  2. Übungen zur Entwicklung psychosozialer Identität
  3. Übungen zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung
  4. Bewußtmachen von Werten und Normen
  5. Übungen und Spiele zur Körpererfahrung

Ziel der Schulung ist es, Lehrern zu vermitteln, wie sie die Entwicklung ihrer Schüler in folgenden Punkten fördern können:

  • Urteilsfähigkeit
  • Selbstbild und Identität
  • Lernfähigkeit
  • Selbstdisziplin
  • Kontaktfähigkeit
  • Verantwortlichkeit
  • Engagement
  • Zugehörigkeit

Der Bereich "Krisenintervention bei Auffälligkeiten und /oder Gefährdung von Schülern" ist folgendermaßen gegliedert:

  • Wahrnehmung (Wahrnehmungspsychologie, -übungen)
  • Hilfreiche Kommunikation (Einführung, Gesprächsregeln, Gesprächsvariablen, Kommunikationsgrenzen, Widerstand, Übertragung und Gegenübertragung u.a.), Übungen dazu
  • Das Gespräch mit dem gefährdeten Schüler
  • Bausteine zur Professionalität
  • Netzwerk zur Suchtvorbeugung an der jeweiligen Schule
  • Fragen von Kooperation/ Unterstützung/ Zuständigkeiten
  • Diese Themen werden bei Bedarf ergänzt und vertieft.
3. Jugendarbeit und Jugendhilfe

Im Vordergrund stehen:

  • Gesprächsführung zum Thema Sucht und Drogen.
    Hier werden längerfristige Fortbildungsgruppen angeboten

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • den frühzeitigen Ausstieg aus riskanten Konsummustern zu fördern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Wissen über Drogen, Sucht /Suchentstehung und Ressourcen bei den Multiplikatoren aufbauen; Methoden zur Förderung der protektiven Faktoren vermitteln u. im pädagogischen Handlungsfeld verankern; Methoden zur Elternarbeit erarbeiten; Gesprächs- und Handlungskompetenz vermitteln

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Verwaltung
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

keine Antwort

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Um eine systematische Suchtprophylaxe in einer Stadt von der Größe Duisburgs zu erreichen, stellen nach unserer Erfahrung Fortbildung, Schulung und Beratung von Multi-plikatoren den geeignetsten Weg dar. Vor allem zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Zum einen können nur über Multiplikatoren eine große Anzahl Kinder und Jugendlicher erreicht werden, zum anderen zeigt die Erfahrung, dass Suchtprophylaxe dann besonders wirksam ist, wenn ein kon-tinuierlicher Kontakt zwischen Kindern/ Jugendlichen und Bezugspersonen besteht. In den Bereichen Kindertageseinrichtungen, Schule, Jugendarbeit- und Jugendhilfe finden sich die geeigneten Multiplikatoren.

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Durch ein regelmäßig vorgehaltenes Angebot an Fortbildungen, dass ergänzt wird durch Arbeitskreise, Projekte und Tagungen. Diese Angebote müssen so gestaltet sein, dass sie präzise die Gegebenheiten der jeweiligen Arbeitsfelder berücksichtigen, das Interesse der Multiplikatoren wecken und ihnen eher Entlastung als zusätzliche Belastung bieten.

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Die Notwendigkeit suchtprophylaktischer Arbeit ist den Multiplikatoren deutlich. Jedoch fehlt ihnen oft das Wissen und das Handwerkszeug, in diesem Sinne tätig zu werden. Die Fortbildungsangebote der Fachstelle vermitteln ihnen beides und tragen somit zur Arbeitserleichterung bei. Häufig geäußerter Bedarf: Information, Handlungsstrategien/ -sicherheit, Gesprächskompetenz, methodisches Handwerkszeug.

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Erzieher / Erzieherinnen (Schwerpunkt)
  • Gleichaltrige / Peers
  • Jugendarbeiter / Jugendarbeiterinnen (Schwerpunkt)
  • Kursleiter / Kursleiterinnen
  • Lehrer / Lehrerinnen (Schwerpunkt)
  • Sozialarbeiter / Sozialarbeiterinnen
  • Sozialpädagogen / Sozialpädagoginnen
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe (Schwerpunkt)
  • Kindergärten und Kindertagesstätten (Schwerpunkt)
  • Schulen (Schwerpunkt)
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Gesundheitsamt
  • Jugendamt (federführend)
  • Schulamt
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Sonstige
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Fallweise Kooperation im Bedarfsfall
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    1990

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    1991

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    wahrscheinlich gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Fortbildung, Schulung/ Training, Beratung und Supervision zur Suchtprophylaxe

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    ja, Da das Angebot seit 1991 existiert können die Zielgruppen, obwohl damals innovativ, nicht mehr als neu bezeichnet werden.

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Eine wie oben beschriebene systematische Schulung von Multiplikatoren in den zentralen Lebensfeldern von Kindern und Jugendlichen kann u.E. als innovativer Beitrag zur Suchtvorbeugung angesehen werden.

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    ja, 1991

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    ja, Mit der Umsetzung des Konzeptes wurde 1992 aufgrund beunruhigender Meldungen durch Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen eine Multiplikatorenbefragung in den Stadtteilen Marxloh und Obermarxloh hinsichtlich der Entwicklung des Drogenmissbrauchs durchgeführt. Beteiligt waren Kindergärten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, psychosoziale Dienste, Vereine etc. Die Befragung bestätigte die damals als besorgniserregend empfundene Entwicklung im Bereich der Suchtmittel und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Die Befragung bestätigte gleichzeitig den Arbeitsansatz der Fachstelle für Suchtprophylaxe, den legalen, alltäglichen Suchtmitteln wie Fernsehen / Video, Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten etc. - neben den illegalen Drogen - besondere Aufmerksamkeit zu widmen und möglichst früh mit der Prävention anzusetzen.

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Protektive Faktoren, selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit
    • Risikofaktoren, Zunehmend sind Aspekte der Risikominderung im Umgang mit potenziellen Suchtmitteln in die Arbeit eingeflossen. Der Kontakt zu jugendlichen Drogengebrauchern kommt in der überwiegenden Zahl der Fälle über die regelmäßigen Multiplikatoren-Kontakte zustande, die Arbeit hier kann als praxisbegleitender Bestandteil der Multiplikatorenschulung angesehen werden.
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    -Eigene Dokumentationen (siehe beil. Liste) -Selbstverfasste: Arbeitsmaterialien, schulungsbegleitende Folien, Trainingseinheiten -Fachmediothek für Multiplikatoren -Materialien der div. Einrichtungen (Krankenkassen, BZgA, MAGS u.a.)

    Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

    siehe Anlage

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    nein

    Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

    290