Döbeln

Typ: 
Landkreis
Einreichende Dienststelle: 
Gesundheitsamt
Name des Ansprechpartners: 
Ingrid Enzmann
Funktion des Ansprechpartners: 
Psychiatriekoordinatorin
Straße/Postfach: 
Landkreis Döbeln, Dezernat 2; Mastener Straße 15 04720 Döbeln
Bundesland: 
Sachsen
Telefon des Ansprechpartners: 
03431742127
Telefax des Ansprechpartners: 
03431742103
E-Mail des Ansprechpartners: 
ingrid.enzmann@landkreis-doebeln.de
Internetadresse der Kommune: 
http://www.landkreis-doebeln.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Förderung sozialer Kompetenzen von Jugendlichen - peer-group-education"

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

In Gesprächen mit Schulleitern und Beratungslehrern kam immer wieder zum Ausdruck, dass die gewählten Schülervertreter nur selten von den ihnen eingeräumten Rechten gebrauch machen. Die Lehrer sahen sich außer Stande dazu adäquate Anleitung zu geben. Schulsozialarbeit gibt es im Landkreis Döbeln nicht.

In Zusammenarbeit zwischen der Jugendberatungsstelle "Dreieck" und dem Koordinator für erzieherischen Kinder- und Jugendschutz entstand ein Konzept, dass sich mit der Förderung sozialer Kompetenzen von Jugendlichen beschäftigt. Die fachliche Schulung der Klassensprecher soll dabei zum einen die Schüler aktivieren und befähigen von ihren Rechten als Schülervertreter gebrauch zu machen und zum anderen Grundlage für Prävention nach dem peer-group-Ansatz bilden.

Seit September 2001 treffen sich Sozialpädagogen und Schülervertreter in regelmäßigen Abständen von 4 bis 5 Wochen. Im Vordergrund stehen Probleme der Schüler. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht. Anhand von Rollenspielen lernen die Jugendlichen sich in verschiedenen Situationen so zu verhalten, dass sie ihrer Rolle als Klassenvertreter gerecht werden können. Dabei werden die Erfahrungen der Schüler, die bereits eine "Streitschlichterausbildung" absolviert haben genutzt. Ziel ist es, die Klassensprecher zu befähigen nahezu selbständig präventiv tätig zu sein. Deshalb werden sie zunächst in ihren eigenen sozialen Kompetenzen gestärkt. Sie sollen selbstbewusst als Schülervertreter auftreten und agieren können, um dann gezielt präventiv wirksam werden zu können.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
Gibt es Minimalziele?: 

nein

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • AWO Kreisverband Mulde-Collm e.V.
  • Jugendberatungsstelle "Dreieck"
  • Volkssolidarität Döbeln e.V.
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

nein

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

-steigende Akzeptanz legaler und illegaler Rauschmittel unter Jugendlichen (laut Ergebnis einer Umfrage das LRA Döbeln in 5/01) -fehlende Schulsozialarbeit -unbefriedigende Zusammenarbeit zwischen den Schulen des Landkreises und Präventionskräften

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

-es wird in Gruppen (12-18 Schüler) gearbeitet, zu Themen, die sie selbst vorgeben

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

-Mitbestimmungsrechte als Klassensprecher -als "vollwertig" in der Erwachsenenwelt akzeptiert zu werden -schulische Umwelt mitgestalten zu wollen

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Gleichaltrige / Peers (Schwerpunkt)
  • Lehrer / Lehrerinnen
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Schulen (Schwerpunkt)
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendamt (federführend)
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Freie Träger
  • Schule
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Fallweise Kooperation im Bedarfsfall
    • Projektgruppe
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    2001

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    2001

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    wahrscheinlich gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Die Schüler werden befähigt gemäß dem peer-group-Ansatz zu agieren

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    nein

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Es wurde ein permanentes Angebot geschaffen. Ein "Einstieg" ist für Interessenten jederzeit möglich, da die Inhalte entsprechend den Vorgaben der Schüler gestaltet werden. Über das anfängliche Training eigener sozialer Kompetenzen (u.a. durch szenarisches Darstellen) hinaus, werden die Klassensprecher motiviert und befähigt als Schülermultiplikatoren suchtpräventiv tätig zu werden. Auch in dieser Funktion sollen sie begleitet und angeleitet werden.

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    ja, 2001

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    ja, trotz vorhandenen Wissens um Suchtpotenziale von Rauschmitteln, ist eine steigende Akzeptanz unter Jugendliche festzustellen

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Förderung von Alternativen zum Substanzmissbrauch
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    • Konzept des sozialen Lernens
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Protektive Faktoren, Konfliktfähigkeit, persönliche Ressourcen, Selbstwertgefühl, Akzeptanz anderer Meinungen
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Fotoapparat zur Dokumetation, Medienkoffer

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    nein

    Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

    15