Berlin

Typ: 
kreisfreie Stadt
Einreichende Dienststelle: 
Abt. Jugend, Schule und Sport, Amt 1
Name des Ansprechpartners: 
Frau Schinn
Funktion des Ansprechpartners: 
Mitarbeiterin für Suchtprävention
Straße/Postfach: 
Bezirksamt Pankow von Berlin , Abt. Jugend, Schule und Sport, Amt 1, Danziger Str.81, 10405 Berlin
Postleitzahl: 
10178
Bundesland: 
Berlin
Telefon des Ansprechpartners: 
030 42402827
Telefax des Ansprechpartners: 
030 4240
E-Mail des Ansprechpartners: 
manuela schinn@ba-pkow.verwalt-berlin.de
Internetadresse der Kommune: 
http://www.berlin.de/ba-pankow

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Prävention auf dem Weg in die Köpfe - Kiek ohne Drogen

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Besonders dem Drogenmissbrauch und dem Suchtverhalten im Jugendalter wird in den letzten Jahren immer größere Beachtung in der politischen, gesellschaftlichen und zunehmend auch der wissenschaftlichen Diskussion beigemessen.

Über Jugend und Drogen nachzudenken heißt immer, den Konsum und Missbrauch von Drogen in der Gesamtgesellschaft im Auge zu behalten. Aus diesem Grund hat sich im Bezirk Pankow von Berlin ( 300.000 Einwohner) eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein gemeinsames Vorgehen im präventiven Bereich effizient umsetzen soll.

Die Arbeitsgruppe Suchtprävention des Bezirkes Pankow die sich seit Juni 2001 aus Mitarbeiter/innen verschiedener Fachbereiche, Freier Träger, Einrichtungen der Jugendhilfe, der Schule, Polizei und Betroffenen zusammensetzt, widmet sich der vorbenannten Thematik.
Dabei wurde deutlich, dass der Begriff der Prävention sowie die Vorstellungen über methodische Ansätze zur Prävention sehr unterschiedlich sind. Dies zeigt zum einen auf, dass der Diskussionsprozess zum Thema Prävention ein kontinuierlicher Prozess sein muss. Gleichzeitig wird die Möglichkeit offengelassen, verschiedene Ansätze zur Prävention miteinander zu verknüpfen. In diesem Kontext wird deutlich, dass "Prävention auf dem Weg in die Köpfe" sowohl bei den Betroffenen als auch den Agierenden stattfinden muss um Erfolg zu haben.

Aus den Erfahrungen des täglichen Arbeitsumfeldes der Mitglieder der AG Suchtprävention des Bezirkes Pankow von Berlin, geht deutlich hervor, dass besonders im Jugendbereich immer mehr Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit Drogen zu sich nehmen. Diese Beobachtungen wurden im Berliner Drogenbericht 2000 deutlich bestätigt.

Besonders im sozialen Umfeld Jugendlicher gibt es kaum drogenfreie Modelle und Leitbilder im Zusammenhang mit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung. Folgerichtig hat sich die AG Suchtprävention mit dieser Thematik auseinandergesetzt.
Mit unserem Projekt wollen wir den Schwerpunkt in die Vermittlung von gesundheitsbewusstem Handeln, sozialer Kompetenz, Interaktions-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit der Kinder und Jugendlichen setzten.
Dies ist nur möglich, wenn wir das Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen nach schönen Gefühlen und erlebnisorientierten Erfahrungen ernst nehmen.
Auf dieser Grundlage soll unser Projekt den Mitarbeitern und Besuchern jeweiliger Einrichtungen Möglichkeiten aufzeigen, diese Bedürfnisse drogenfrei zu befriedigen.
Die Diskussion im AG Suchtprävention machte uns deutlich, dass eine Vielfalt von Kompensationsmöglichkeiten zur Bedürfnisbefriedigung bei der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen existiert, der wir mit unserem Projekt versuchen, Rechnung zu tragen.
Es geht uns mit unserem Thema " Prävention auf dem Weg in die Köpfe" darum, ein Problembewusstsein für das eigene Handeln in Sinne der Bedürfnisbefriedigung zu wecken.
Die Erkenntnis über die Vielfalt der Bedürfnislagen hat uns ermutigt, die im Bezirk arbeitenden Träger und Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten miteinander zu vernetzen und unter dem Motto "Kicks ohne Drogen" der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Durch die Vielzahl der mitarbeitenden Träger und Einrichtungen ist es uns möglich, eine sehr große Bandbreite der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen alternativ zum Drogenkonsum zu bedienen und somit einen Beitrag zur Aufklärung und zur Selbsterkenntnis im Sinne der Präventionsarbeit zu leisten.
Das Gesamtprojekt wird unter der Schirmherrschaft der Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Sport des Bezirkes Pankow von Berlin, Frau Keil, durchgeführt.

Nachfolgende Aktionen sind unter dem Motto " Kiks ohne Drogen" des Bezirks Pankow von Berlin geplant:

1. Öffentlichkeitsarbeit
Pressekonferenz
Erstellen einer Veranstaltungsbroschüre
Plakataktion

2. Aktionen
Projekt : "Interaktive Ausstellung zum Thema " Sucht hat immer eine Geschichte"
(Drogenberatungsstelle BOA e.V.)

Projekt :Talk Show zum Thema " Mein Kind nimmt Drogen"
(Drogenberatungstelle BOA e.V.)

Projekt : Sportpädagogische Arbeit zu den Themen " Sport statt Drogen"
(Verein für Sport und Jugendsozialarbeit e.V.)

Projekt : Workshop zum Thema "Sucht in Schulen"
(Pfefferwerk Stadtkultur GmbH)

Projekt : "Coaching - und Kommunikationsseminare für Jugendliche - von der Beschimpfung zum fairen Gespräch"
(Gangway e.V Projekt der Straßensozialarbeit)

Jahresprojekt : Musical " Die Kinder vom Bahnhof Zoo"
(Tanzbühne No Limit e.V.)

Projekt : Filmdiskussion und Vorführung zum Thema "Sehnsucht"
(BrotFabrik e.V.)

Workshop zum Thema "Alkohol "
(Juventus e.V. Träger der freien Jugendarbeit)

Ausstellung und Party ohne Drogen,
Einwohnerkulturinitiative "Phönix" des Stadtteils Nord in Zusammenarbeit mit dem Juniorteam der JFE "K14"

13 Kinder- Jugendfreizeit- und geschlechtsspezifische kommunale Einrichtungen beteiligen sich mit präventiv orientierten Projekten im darstellenden, angewandten, bildnerischen und sportlichen Bereich
(Amt 1 der Abt. Jugend, Schule und Sport, Bezirksamt Pankow von Berlin)

Projekt zum Thema "Rauchfreie Zonen in JFE" und zum Thema " Alkoholkonsum in JFE"
(Amt 1 der Abt. Jugend, Schule und Sport, Bezirksamt Pankow von Berlin)

Abschlußveranstaltung zum Thema "Kicks ohne Drogen" mit Vorstellungen und Austausch der beteiligten Projekte und anschließendem Tanz
(way&sun e. V. Drogenpräventionsprojekt)

Jahresprojekt zum Thema " Ohne Ecstasy leben"
(way & sun e.V. Drogenpräventionsprojekt)

Projekt "Nichtrauchen ist angesagt" für Schüler der 5- - 10- Klassen
(Gesundheitsförderung- Plan - und Leitstelle des Gesundheitsamtes, Bezirk Pankow von Berlin)

Projekt im bildnerischen und sportlichen Bereich zum Thema" Sport und Kreativität - statt Drogen"
(FIPP e.V. freier Träger der Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit der Picasso- Grundschule, Sonderschule für Lernbehinderte)

Projekt " Kurzfilme im Kitz - zum Thema Sucht" Freier Berliner Filmemacher - Bürger

3. Dokumentation

Ausstellung zu den Ergebnissen des Projektes.
In Verantwortung des Arbeitskreises Suchtprävention des Bezirkes Pankow von Berlin

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • Alternativen zum Suchtmittelgebrauch bieten
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • den frühzeitigen Ausstieg aus riskanten Konsummustern zu fördern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Aufklärungsarbeit, Bewusstsein für Prävention bei den Betroffenen und in der Öffentlichkeit erlangen

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • AK Suchtprävention
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: Befragung der Kinder und Jugendlichen

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

Erfahrungen der Arbeitsgruppe Suchtprävention

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

Durch Teilnahme aller Projekte der Arbeitsgruppe Suchtprävention

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

Bedürfnisse nach schönen Gefühlen und erlebnisorientierten Erfahrungen

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Eltern (Mütter/Väter)
  • Erzieher / Erzieherinnen (Schwerpunkt)
  • Fachöffentlichkeit
  • Gleichaltrige / Peers (Schwerpunkt)
  • Jugendarbeiter / Jugendarbeiterinnen (Schwerpunkt)
  • Kursleiter / Kursleiterinnen
  • Lehrer / Lehrerinnen
  • Politiker
  • Polizei
  • Sozialarbeiter / Sozialarbeiterinnen (Schwerpunkt)
  • Sozialpädagogen / Sozialpädagoginnen
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Gesundheitsförderung (Schwerpunkt)
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe (Schwerpunkt)
  • Musikszenen und Jugendkultur
  • Schulen (Schwerpunkt)
  • Sonstige Freizeitaktivitäten (Schwerpunkt)
  • Sportvereine
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Gesundheitsamt
  • Jugendamt (federführend)
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Freie Träger
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Private Spender / Sponsoren
  • Sportvereine
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Arbeitsgemeinschaft
    • Fallweise Kooperation im Bedarfsfall
    • Projektgruppe
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    2001

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    2001

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    offen

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja,

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    ja, Vernetzung und Beteiligung aller Träger und Einrichtungen im Bezirk Pankow von Berlin. Dieser Bezirk besteht seit Januar 2001 und hat sich im Rahmen der Berliner Bezirksfusion aus ehemals 3 selbstständigen Bezirken gebildet

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Es handelt sich in diesem Umfang um ein völlig neues Konzept und ist im Zusammenhang mit den strukturellen Veränderungen der Berliner Verwaltung und der Berliner Bezirke zu sehen.

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    nein

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    ja, Es ist notwendig, Projekte wie sie oben beschrieben worden zu initiieren und zu erhalten

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Förderung von Alternativen zum Substanzmissbrauch
    • Informationsvermittlung
    • Konzept der Gesundheitsförderung
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    • Konzept des sozialen Lernens
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Andere, Aufzeigen von Alternativen
    • Gemeinde, Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Aufbau von Netzwerken
    • Protektive Faktoren, Persönlichkeitsentwicklung und -stabilisierung von Kindern und Jugendlichen
    • Risikofaktoren, Schaffung von drogenfreien Zonen in Kinder-und Jugendfreizeiteinrichtungen
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Foto, Video, Computer, Film, Printmedien, Rundfunk

    Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

    Workshop und Weiterbildungen zu suchtrelevanten Themen,

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    ja, bis zu 3 Jahre