Bergkamen

Typ: 
kreisangehörige Stadt/Gemeinde
Einreichende Dienststelle: 
Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
Name des Ansprechpartners: 
Herr Kortendiek
Funktion des Ansprechpartners: 
Sachbereichsleiter
Straße/Postfach: 
Hubert-Biernat-Str.15; 59192 Bergkamen
Postleitzahl: 
59192
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Telefon des Ansprechpartners: 
02307965205
Telefax des Ansprechpartners: 
0230769299
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 
http://www.bergkamen.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Suchtprävention in der Stadt Bergkamen

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Suchtprävention in der Stadt Bergkamen

Die Aufgabe der Prävention süchtigen Verhaltens ist bei der Stadt Bergkamen federführend im Jugendamt, Sachgebiet Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz, angesiedelt.

Die Aufgabe wird seit 1985 von einer hauptamtlichen Kraft kontinuierlich wahrgenommen. Sie erfolgt in enger Kooperation mit der Jugendförderung, den Jugendzentren und Verbänden, den Kindergärten und Schulen, der Familienbildung sowie den freien Trägern der Jugendhilfe.

Vernetzt arbeitet die Suchtprävention mit dem "Netzwerk Prävention". im Kreis Unna zusammen. Dieses Netzwerk wurde auf Grund der Initiative engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Arbeitsfeld Suchtprävention bei der "Anonymen Drogenberatung für den Kreis Unna e. V.", der Suchtpräventionsstelle des Diakonischen Werkes für den Kreis Unna, der Kreispolizeibehörde Unna, hier Kriminalkommissariat Vorbeugung, der Koordination für Suchtprävention/Gesundheitsförderung beim Schulamt des Kreises Unna sowie dem Jugendamt Bergkamen gegründet. Inzwischen ist das Gesundheitsamt des Kreises Unna sowie der "Arbeitskreis Spielsucht" dem Netzwerk beigetreten. Eine Kooperationsvereinbarung der Beteiligten steht unmittelbar bevor.

Eine weitere Vernetzung ist über den "Arbeitskreis der Beratungslehrer für Suchtvorbeugung/Gesundheitsförderung" im Nordkreis Unna vorhanden.

Die Suchtprävention in der Stadt Bergkamen ist Struktur- und personenorientiert.

Strukturorientiert ist sie als Träger hoheitlicher Belange über die Jugendhilfeplanung an der Stadtentwicklungsplanung direkt beteiligt. Hier erfolgt eine Einflussnahme auf die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt beispielsweise über die Sicherung und Ausweisung entsprechender Spiel- und Bewegungsangebote/ über Spielflächen, der Gestaltung der bebauten Flächen, der Verkehrsführung und -beruhigung, der Vernetzung von Grünflächen, der Sicherung des Bestandes, der Neuausweitung alternativer Bewegungsangebote u. ä. Eine Beteiligung der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist gesichert.

Gleichzeitig wird Einfluss über den Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz auf die Struktur und Ausrichtung der Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche sich aufhalten, genommen. So wurden beispielsweise schon frühzeitig in Kindergärten entsprechende Bewegungs- und Entspannungsangebote, in Schulen suchtfördernde Lebens- und Lernbedingungen und in der Jugendarbeit und Sportvereinen der Vorbildcharakter der Übungsleiter und Jugendarbeit er problematisiert.

Die Suchtprävention ist über das Sachgebiet Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz in das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Bergkamen eingebunden. Hier können Kinder und Jugendliche alle Informationen zu Sport- und Freizeitaktivitäten in der Stadt erhalten. Weiterhin werden eine Vielzahl von Informationen von A wie Aids über S wie Sucht bis Z wie Zerstörungswut vorgehalten.

Neben der Information haben Kinder und Jugendliche hier die Möglichkeit, Beschwerde zu führen, Anregungen zu geben oder auch ein niederschwelliges Beratungsangebot u. a. zu süchtigem Verhalten für Sich selbst einzufordern.

Zielgruppen und Methoden der personenorientierten Suchtprävention in Bergkamen

Kindergärten

Zielgruppe: Erzieherinnen

Methode

  • Fachspezifische Fortbildung zur ganzheitlichen Prävention süchtigen Verhaltens in Kindertageseinrichtungen
  • Hilfe zur Beratung suchtbetroffener Eltern
  • Hilfe zur Vernetzung der Beratung
  • Einführung in neue Methoden der Suchtprävention in Kindertageseinrichtungen

Zielgruppe: Eltern

Methode

  • Information und Elternbildung
  • Beratungsarbeit
Schulen

Zielgruppe: Lehrpersonal

Methode

  • Fortbildung
  • Hilfe zur Konzeptentwicklung Begleitung und Fortschreibung von Projekten wie beispielsweise Schulentwicklungsplanung Förderung der Mädchen- und Jungenarbeit
  • Einführung in neue Methoden wie beispielsweise Entspannungstechniken oder Erlebnispädagogik
  • Begleitung und Beratung der Beratungslehrer für Suchtvorbeugung
  • Soziales Lernen

Zielgruppe: Schüler

  • Soziales Lernen
  • Förderung der Verbesserung von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Einübung geregelten Feedbacks
  • Förderung der Kommunikationskompetenz
Geschlechtsspezifische Arbeit

Mädchenarbeit

  • Förderung der Selbstbehauptung/ Selbstverteidigung

Jungenarbeit

  • Sensibilisierung für männliche und weibliche Anteile in der Jungenrolle
  • Verbesserung des Umgangs mit Aggressionen, Gewalt und ausweichendem Verhalten
Begleitung risikohaften Droqenkonsums
  • Information über risikohaften Drogengebrauch
  • Beratung und motivierende Kurzintervention bis hin zur kontextgenauen Überleitung zur Fachberatungsstelle
  • Erlebnispädagogische Maßnahmen
Jugendarbeit

Zielgruppe: Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter

Methode

Hilfe zur Konzeptentwicklung Beispielhafte gemeinsame Durchführung von Maßnahmen Beratung

Jugendliche und junge Erwachsene in Jugendeinrichtungen oder auf der Straße

Methode:

  • Beratung risikohaften Drogengebrauchs
  • Begleitung bei der Reduzierung des Konsums
  • Motivierende Kurzintervention Kontextgenaue Übermittlung in die Fachberatung
  • Sicherung der Kostenübernahme bei Entzug und/oder Therapie Beratung als Auflage nach dem Jugendgerichtsgesetz bei Verstößen nach dem BTMG Erlebnispädagogische Maßnahmen Jugendberufshilfe
Netzwerkprävention für den Kreis Unna
  • Präventionsfachkräfte
  • Fortbildung
  • Festlegung gemeinsamer Standards
  • Konzeptentwicklung Durchführung beispielhafter Projekte Beratung einzelner Kommunen
Betrieb und Ausbildungsstätten

Ausbilder

  • Fortbildung Beratung und Begleitung

Auszubildende bzw. Maßnahmeteilnehmer

  • Soziales Lernen
  • Begleitung der Reduzierung des Drogenkonsums
  • Hilfestellung im Rahmen der Jugendberufshilfe
Jugendgruppen. Verbände und Sportvereine

Jugendarbeiter bzw. Übungsleiter, Kinder und Jugendliche:

  • Erlebnispädagogik
  • Projektarbeit
  • Fortbildung
  • Beratung
Polizei
  • Austausch
  • Fortbildung
  • Kooperation

Ziele und Voraussetzungen

Weitgehendstes Ziel in der Arbeit mit. allen Zielgruppen ist ein angemessener Umgang mit Suchtmitteln bzw. süchtigem Verhalten. Hierbei wird nicht zwischen stoffgebundenen und nicht Stofflichen Abhängigkeiten unterschieden. Wichtig ist ein angemessener Umgang mit möglichen Risikofaktoren in Abhängigkeit von dem fortgeschrittenen Lebensalter. Aus ganzheitlicher Sicht ist dauerhaft nur der Ausgleich zwischen Be- und Entlastungs- Situationen eine Gewähr für ein stabiles gesundheitsförderliches Verhalten. Ist dies kurzfristig nicht möglich, muss ein Netzwerk vorhanden sein, das angemessen und frühzeitig in der Lage ist, auf Fehlentwicklungen zu reagieren. In diesem Sinne nimmt insbesondere die Koordination der Suchtprävention in einer Kommune eine herausragende Stellung ein.

Nur wenn diese Funktionsstelle in der Lage ist, kurzfristig auf neue Trends, aktuellen Konsum und Fehlentwicklungen bei einzelnen Beteiligten zu reagieren, hat die Prävention als Aufgabe einer Kommune 'die Möglichkeit, Fehlentwicklungen kurzfristig entgegenzuwirken. Hierzu bedarf eine Kommune als auch alle anderen Beteiligten eines stabilen Netzwerkes. Nur so ist dauerhaft Suchtprävention als gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten in einer Kommune möglich.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • den frühzeitigen Ausstieg aus riskanten Konsummustern zu fördern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
  • Vernetzung als Vorraussetzung ganzheitlicher Prävention darstellen
Gibt es Minimalziele?: 

nein

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Verwaltung
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: - in der Evaluation der Maßnahmen als zielgenaue Vorraussetzung bei der Entwicklung neuer Angebote

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

- Die Bedarfe der Zielgruppen

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

- über die regelmäßige Kooperation, Fortbildung und Vernetzung

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

- ganzheitliche Orientierung der Beteiligten

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
  • Ausbilder / Ausbilderinnen
  • Eltern (Mütter/Väter) (Schwerpunkt)
  • Erzieher / Erzieherinnen (Schwerpunkt)
  • Fachöffentlichkeit (Schwerpunkt)
  • Jugendarbeiter / Jugendarbeiterinnen (Schwerpunkt)
  • Lehrer / Lehrerinnen (Schwerpunkt)
  • Sozialarbeiter / Sozialarbeiterinnen (Schwerpunkt)
  • Sozialpädagogen / Sozialpädagoginnen (Schwerpunkt)
Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

nein

Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Betriebe und Ausbildungsstätten
  • Gesundheitsförderung (Schwerpunkt)
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe (Schwerpunkt)
  • Kindergärten und Kindertagesstätten (Schwerpunkt)
  • Musikszenen und Jugendkultur
  • Polizeiliche Arbeit
  • Schulen (Schwerpunkt)
  • Sonstige Freizeitaktivitäten (Schwerpunkt)
  • Sportvereine
Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
  • Jugendamt (federführend)
Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
  • Betriebe / Ausbildungsstätten
  • Freie Träger
  • Institutionen bzw. Fachkräfte der Suchtprävention
  • Kindergärten / Kindertagesstätten
  • Kirchliche Einrichtungen
  • Polizei
  • Schule
  • Sonstige
  • Sportvereine
Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Arbeitsgemeinschaft
    • Fallweise Kooperation im Bedarfsfall
    • Projektgruppe
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    1985

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    1985

    Dabei Handelt es sich nach der Konzeption um ein:: 

    Suchtprävention ist daueraufgabe des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Das Angebot hat sich in Bergkamen kontinuierlich weiterentwickelt

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    gesichert

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    nein

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    nein

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Vernetzung zu anderen Fachkräften der Suchtprävention

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    nein

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    nein

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Förderung von Alternativen zum Substanzmissbrauch
    • Informationsvermittlung
    • Konzept der Gesundheitsförderung
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    • Konzept des sozialen Lernens
    • Minderung des Risikogebrauchs
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Gemeinde
    • Protektive Faktoren
    • Risikofaktoren
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Broschüren, Flyer, Filme, Internet, Entspannungsmaterialien, Sportgeräte, Klettermaterialien, Tonstudio

    Welche Fortbildungsangebote für die Multiplikatoren werden angeboten?: 

    berufsspezifische Fortbildungen für Kindegarten, Schule, Jugendarbeit und Betrieb

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    nein

    Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

    20