Altenkirchen (Westerwald)

Typ: 
Landkreis
Einreichende Dienststelle: 
Jugendamt
Name des Ansprechpartners: 
Horst Schneider-Czenhusch
Funktion des Ansprechpartners: 
Jugendschutzbeauftragter
Straße/Postfach: 
Landkresi Altenkirchen; Parkstraße 1; 57610 Altenkirchen
Bundesland: 
Rheinland-Pfalz
Telefon des Ansprechpartners: 
02681812543
Telefax des Ansprechpartners: 
02681812500
E-Mail der Kommune: 
Internetadresse der Kommune: 
http://www.kreis-altenkirchen.de

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Familienorientierte Suchtprävention in der Fachstelle für Suchtprävention und für Kinder aus suchtbelasteten Familien im Diakonischen Werk Altenkirchen

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

In Deutschland leben cirka 1,8 Millionen Kinder mit alkoholabhängigen Eltern und cirka 40000 bis 60000 Kinder drogenabhängiger Eltern1. In der Öffentlichkeit ist in den letzen Jahren das Bewusstsein und das Wissen gestiegen, dass die betroffenen Kinder eine Risikogruppe dafür sind, selbst abhängig oder co-abhängig zu werden. Studien haben ergeben, "dass Kinder von Alkoholikern als Risikogruppe für die Entwicklung von Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit angesehen werden müssen. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass diese Kinder im Vergleich zu Kindern nicht suchtkranker Eltern ein bis zu sechsfach höheres Risiko haben, selber abhängig zu werden oder Alkohol zu missbrauchen. Belegt ist auch, dass für Kinder in suchtbelasteten Familien das Risiko, an anderen psychischen Störungen zu erkranken (insbesondere Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen) deutlich erhöht ist - wenn auch nicht so stark wie für Abhängigkeitserkrankungen."2

An einigen Orten in der Bundesrepublik wurde mit der Arbeit mit Kindern in Beratungsstellen begonnen. Für die Suchtprävention werden Kinder suchtkranker Eltern zunehmend als wichtige Zielgruppe erkannt. So betont der Deutsche Caritasverband in seinen Forderungen an den Deutschen Bundestag und an die Bundesregierung vom Oktober 1998, dass "die Konzentration der Prävention auf die Kinder von Suchtkranken die vermutlich effektivste Maßnahme sei, um Suchterkrankungen vorzubeugen."3

Entwicklung der Arbeit

In unserer Konzeption für die Suchtpräventionsstelle im Diakonischen Werk Altenkirchen schrieben wir im Jahre 1996:

"Es ist auffällig, dass ein hoher Prozentsatz derjenigen Klienten, die mit einer Abhängigkeitserkrankung in die Suchtberatung kommen, in einem Elternhaus aufwuchsen, das von süchtigem Verhalten geprägt war.

Neben den persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Einflüssen hat die Prägung durch die eigenen Eltern / Erzieher besondere Bedeutung für die Suchtentwicklung von Menschen.

Das trifft gerade auch auf die verbreitetste stoffliche Sucht in unserer Gesellschaft, die Alkoholabhängigkeit, zu."4

Im Mai 1999 begannen wir in der Fachstelle für Suchtprävention und für Kinder aus suchtbelasteten Familien mit dem Aufbau der Kindergruppe "Das sind wir". Zeitweise fand die Kindergruppe in Zusammenarbeit mit der Fachklinik für suchtkranke Frauen in Altenkirchen statt. Heute (August 2001) treffen sich regelmäßig 7 Kinder 14-tägig in der Gruppe. Im Laufe der Zeit hat sich die Arbeit dahingehend verändert, dass wir die Elternarbeit intensiviert haben. Um ein besseres Verständnis für die Situation der Kinder zu bekommen, brauchen wir als Leiter der Gruppe mehr Informationen und Austausch mit den Eltern über das Familiengeschehen. Uns wurde auch klar, dass durch den ausschließlichen Kontakt zu den Kindern nicht genügend Impulse für Veränderungen im Familienleben gegeben werden konnten.

Kooperationspartner

Durch das Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz "Prävention und Frühintervention bei Kindern aus suchtbelasteten Multiproblemfamilien" im Kreis Altenkirchen sind Strukturen entstanden, in denen verschiedene Institutionen wie z. B. das Kreisjugendamt, der Kinderschutzdienst, die Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, eine Freundeskreisgruppe sowie die Suchtberatungsstellen zusammenarbeiten, um Hilfen für betroffene Kinder zu entwickeln. Mit diesen Institutionen findet ein regelmäßiger Austausch statt.

Ebenso trifft sich die Initiativgruppe "Kinder aus suchtbelasteten Familien", in der Lehrerinnen, Erzieherinnen, der Kinderschutzbund und die Fachstelle für Suchtprävention vertreten sind. Es sind gemeinsame Projekte mit der Fachklinik für suchtkranke Frauen in Altenkirchen geplant. Dabei sollen sich Kinder aus der Gruppe "Das sind wir" mit Kindern aus der Fachklinik zu gemeinsamen Aktionen treffen. Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit dem Regenbogen- Kindergarten in Altenkirchen, der uns für die Kindergruppenarbeit seine Räume zur Verfügung stellt. Wir erleben auch Interesse und Offenheit für die Kinder bei dem Evangelischen Jugendzentrum in Altenkirchen und der Kreiskantorin des Evangelischen Kirchenkreises, die mit den Kindern Musikimprovisation macht. Dankbar sind wir auch für die finanzielle Unterstützung der Kindergruppenarbeit durch die Kirchengemeinden Altenkirchen und Birnbach.

Die Situation und Erlebnisrealität von Kindern suchtbelasteter Eltern

Das Aufwachsen in einer suchtbelasteten Familie ist für die Kinder mit vielfältigen Beeinträchtigungen und Belastungen verbunden.

Das sind vor allem:

  • Permanentes in-Frage-Stellen von Zuverlässigkeit und Stabilität
  • gebrochene Versprechen Vernachlässigung
  • ständig angespannte Atmosphäre
  • Angst, Freunde nach Hause einzuladen
  • wenig Raum und Zeit, Kind sein zu dürfen, zu spielen und Spass zu haben
  • gestörte Kommunikation über das wirkliche Problem darf nicht gesprochen werden Unruhe und mangelnde Geborgenheit
  • extreme Gefühlsschwankungen der Eltern
  • jahrelanges Leben zwischen neuer Hoffnung und wiederkehrender Enttäuschung
  • häufiges Gefühl von Verlassenwerden und Ablehnung durch die Eltern
  • feindselige Stimmung zwischen den Eltern
  • durch eheliche Spannung auftretende Loyalitätskonflikte im Kind

Darüber hinaus bekommen die Kinder nicht die nötige Aufmerksamkeit der Eltern. Sie fühlen sich nicht erwünscht und sogar überflüssig. Um die Familie zusammenzuhalten, übernehmen sie Rollen wie z. B. die Rolle des Helden, des Sündenbocks, des stillen Kindes und des Clowns. Oft werden die Kinder zu Geheimnisträgem der Suchtkrankheit nach außen und erfahren häufig sexuelle Belästigung und/oder körperliche Misshandlungen. Extreme körperliche Zustände wie Rausch und Entzugserscheinungen der Eltern gehören zu ihrer Erlebniswelt.

Hilfen für Kinder von suchtbelasteten Eltern sind notwendig

Die oben skizzierten Bedingungen, unter denen Kinder in suchtbelasteten Familien aufwachsen, machen deutlich, dass gezielte Hilfe und Unterstützung für die betroffenen Kinder notwendig sind. Für die Entwicklung von Hilfen für Kinder sprechen auch Untersuchungen, die aussagen, dass 30 - 40 % der betroffenen Kinder gefährdet sind, selbst alkoholabhängig zu werden.5

Darstellung des Projekts

1. Rahmenbedingungen

  • Alter der Kinder: 8-12 Jahre (Mädchen und Jungen)
  • Gruppengröße: 6-8 Kinder
  • Umfang und Dauer: 12 Gruppensitzungen ä 2 Stunden, 14-tägig, geschlossene Gruppe
  • Zeit: donnerstags 16.15 Uhr -18.15 Uhr
  • Ort: zur Zeit Regenbogenkindergarten in Altenkirchen
  • das Einverständnis der Eltern für die Teilnahme des Kindes muss vorliegen
  • die Eltern geben dem Kind die Erlaubnis, dass es über die Probleme seiner Familie und das Thema Sucht sprechen darf

2. Ziele bezogen auf die Kinder

Hauptziele des Gruppenangebotes sind die Entlastung der Kinder, das Erleben von Akzeptanz und das Erfahren von Kontakt und Lebensfreude in einem außerfamiliären Zusammenhang. Die präventive Arbeit mit Kindern von abhängigen Eltern fördert die Persönlichkeit der Kinder ganzheitlich.

Ziele der Gruppenarbeit sind:

  • Entlastung der Kinder von ihren Schuld- und Schamgefühlen
  • Stärkung des Selbstwerts
  • Auflösung des Tabuthemas Sucht
  • allmähliches Herauslösen aus der inneren Isolation und Sprachlosigkeit
  • Wahrnehmung, Ausdrücken und Annahme der eigenen Gefühle
  • Wahrnehmung und Formulierung eigener Bedürfnisse
  • Ermutigung zur Abgrenzung und zum Nein-sagen-können
  • Unterstützung, Verantwortung an die Eltern abzugeben
  • Ermutigung zum Kind- sein, Entwicklung von Spielfreude Soziale Integration, Freundschaft und Gemeinschaftsfähigkeit
  • Erleben von Zuverlässigkeit, Klarheit, Grenzen, Struktur und Sicherheit durch die Gruppe und die Gruppenleitung
  • Kennen lernen von Entspannungs- und Rückzugsmöglichkeiten sowie Möglichkeiten des Spannungsabbaues
  • Erfahrungsraum für die Entwicklung von neuen Rollenmustern

3. Ziele bezogen auf die Eltern

  • Auflösung des Tabuthemas Sucht: "Mein Kind hat nichts mitgekriegt"
  • Sensibilisierung für die Auswirkungen der Suchtentwicklungen auf die Kinder (Vernachlässigung, Überforderung, Verunsicherung) sowie für die kindlichen Gefühle und Bedürfnisse
  • Förderung des Einfühlungsvermögens und Verständnisses für die Situation des Kindes
  • Anregung zur Übernahme von Elternverantwortung zum Schutz und zur Entlastung des Kindes
  • Mitteilung von Verhaltensauffälligkeiten des Kindes und Empfehlung von Maßnahmen
  • Kennen lernen und Austausch mit anderen suchtbelasteten Eltern

Die Grundprinzipien unserer Arbeit sind:

Die Arbeit mit den Kindern bildet den Schwerpunkt (Einzelgespräche und Gruppenarbeit) Um die Kinder zu unterstützen, finden regelmäßige Elternberatungsgespräche und themenzentrierte Elternabende statt. Zusätzlich finden bei Bedarf gemeinsame Treffen von Eltern und Kind zur Stärkung der Eltern - Kind - Beziehung statt. Jährlich findet ein gemeinsamer Ausflugstag mit Kindern, Eltern und Leitern der Gruppe statt. Die Leitung versteht sich als Anwalt des Kindes und nimmt auch die Vertretung der Bedürfnisse und Interessen des Kindes gegenüber den Eltern wahr Die Inhalte des Gruppenangebotes sind thematisch strukturiert und bieten genügend Freiräume für individuelle und gruppenspezifische Prozesse (z. B. Berücksichtigung von Spielwünschen und Geburtstagsfeiern)

Die Arbeit wird von einer männlichen und einer weiblichen Fachkraft geleitet. Es findet eine regelmäßige externe Supervision statt

Überblick über Verlauf und Umsetzung

1. Vorgespräch/Erstgespräch mit Eltern und Kind

Kontaktaufnahme, Anmeldung und Terminvereinbarung für Vorgespräch mit Eltern und Kind über die Fachstelle für Suchtprävention.

2. Inhalte des Vorgesprächs:

Gegenseitiges Kennen lernen. Vorstellung und Informationen über Ziele, Aufbau und Ablauf des Gruppenangebotes. Zusicherung von Datenschutz und Schweigepflicht. Ansprechen von ^ Motivation, Erwartungen, Wünschen, Ängsten, Fragen bzgl. der Gruppe. Angaben zur Suchtgeschichte der Familie, zur aktuellen Familiensituation und Vergangenheit des Kindes. Erfragen bestimmter Vorlieben des Kindes (Lieblingsspeisen, Hobbies, Wünsche). Elterliche Einschätzung der psychosozialen Situation des Kindes angesichts der bestehenden Suchtproblematik (Probleme, Schwierigkeiten, Auffälligkeiten). Abklären der Voraussetzung für die Gruppenteilnahme. Entscheidungsfindung.

3. Der Ablauf der Gruppensitzungen:

Gemeinsames Essen und Trinken, Aktuelle Runde (Blitzlicht), Spiel und Bewegung Thematische Arbeit, Abschlusskreis, Abschlussritual

4. Thematische Beispiele für den Ablauf von 12 Treffen der Kindergruppe

"Wir lernen uns kennen": Begrüßung, sich untereinander kennen lernen, Kontaktaufnahme, Infos über Struktur und Ablauf der Gruppensitzungen, Äußerung von Ängsten und Erwartungen, gemeinsame Erarbeitung der Gruppenregeln.

"Ich und die Gruppe": Kennen lernen - miteinander vertrauter werden, vertrauensbildende Spiele.

"Ich und meine Familie": Wahrnehmung und Darstellung der eigenen Familie, wie sie vom Kind erlebt wird. Die Familienmitglieder werden von den Kindern als Tiere gemalt, danach werden die Bilder in der Gruppe vorgestellt und besprochen.

Annäherung an das Thema "Sucht": "Was ich wahrnehme, ist richtig und in Ordnung"

Annäherung an das Thema "Gefühle": "Was für Gefühle kenne ich?" (in Bezug auf die Eltern und Geschwister), Wahrnehmen, Benennen, Unterscheiden, Sammeln der Vielfalt an unterschiedlichen Gefühlen, Ordnen in angenehme und unangenehme Gefühle.

Darstellen. Ausdrücken und Wahrnehmen von Gefühlen bei sich und bei anderen (über Fotos, Pantomime und anderes).

Thema: "Ärger, Wut Aggression- Widerstand leisten. Kampfund Abgrenzung" -Möglichkeiten des Spannungsabbaus (gezielte Übungen und Spiele zur Thematik).

Thema: "Angst- Anspannung -Entspannung -Rückzugsmöglichkeiten" - "Wovor habe ich Angst, wie sieht die Angst aus? Wie gehe ich damit um?"

Thema: "Rollen und Rollenwechsel" (Schminken, Verkleiden, Rollenspiele)

Fortsetzung "Rollen und Rollenwechsel" (Schminken, Verkleiden, Rollenspiele, Handpuppen)

Thema "Ich und meine Wünsche": Vorbereitung von Abschied - Zukunft und Ausblick; Wahrnehmen, Ausdrücken und Formulieren von Wünschen an Eltern / Familie; Wünsche für den Abschluss, letzte Stunde vorbereiten und gemeinsam planen.

Thema: "Abschied": Rückblick auf die Gruppensitzungen: "Was hat mir gefallen - was hat mir nicht gefallen? Was wünsche ich mir?"

  • Klärung, was die Eltern beim Nachgespräch erfahren und sehen dürfen und was nicht
  • Abschied nehmen voneinander - Malen eines Wunschkoffers - Austausch von Adressen, Erstellen eines Gruppenfotos, Abschiedskreis,
  • Abschiedsgeschenke.

5. Innerhalb der Gruppensitzungen finden folgende Verfahren Verwendung.

  • Kennen lern Spiele, Auflockerungs-, Kontakt- und Kooperationsübungen
  • Handpuppen
  • Bewegungs-, Interaktions- und Kommunikationsspiele auf verbaler und/oder nonverbaler Ebene
  • Musikimprovisation und Malangebote
  • Wahrnehmungsübungen, Gefühls- und Körperausdrucksübungen
  • Phantasie, Entspannungs- und Imaginationsübungen
  • Rollenspiele, Psychodrama, Psychomotorik
  • Geschichten, Märchen.
  • Spiele in der Natur
  • Gemeinsames Kochen Schwimmen
  • Gemeinsame Besuche des Jugendzentrum
  • Geburtstagsfeste

6. Abschlussgespräch mit Eltern

Inhalte:

Die Gruppenleiter beschreiben aufgrund der Gruppenerfahrungen die psychosoziale Situation des Kindes (Eindrücke, wahrgenommene Auffälligkeiten, Entwicklungen, Stärken, Schwächen, Schwierigkeiten)

  • Eindruck der Eltern, welche Veränderungen haben sie bei sich, bei ihrem Kind und in der Beziehung zueinander festgestellt? Sonstige Fragen an die Gruppenleiter
  • Was wäre für die weitere Entwicklung des Kindes wichtig?
  • Wie können die Eltern das Kind dabei unterstützen?
  • Vertretung von Interessen und Wünschen des Kindes vor den Eltern
  • Anregung zur Förderung von sozialen Aktivitäten und Kontakten des Kindes Überlegungen zu Möglichkeiten gemeinsamer Freizeitgestaltung und Unternehmungen, sowie zur Nutzung vorhandener sozialer Ressourcen
  • Fragen der Weiterbetreuung

Zusammenfassung, Konsequenzen und Perspektiven

Durch die Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien hat sich zunehmend der Blick gewandelt von der Fokussierung der Problematik des suchtkranken Klienten hin zur gesamten Familie. In der Präventionsarbeit geht es um die Hilfen und die Förderung der Kinder. Diese sind dauerhaft besser zu gewährleisten, wenn die Eltern auch in ihrer Elternrolle und Erziehungsfunktion unterstützt und gestärkt werden. Die Arbeit mit den Kindern und den Eltern ergänzt und bedingt sich gegenseitig.

Zwei Jahre Gruppenarbeit mit Kindern ermutigen dazu, an der Suchtberatungsstelle und der Fachstelle für Suchtprävention den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und Hilfen für die gesamte Familie anzubieten.

Die Kinder haben einen festen Platz im Angebot der Suchtberatung und Suchtprävention des Diakonischen Werkes Altenkirchen gefunden.

Kontakt:

Diakonisches Werk Altenkirchen
Fachstelle für Suchtprävention und für Kinder aussuchtbelasteten Familien
Stadthallenweg 16
57610 Altenkirchen
Tel: 0268l/8008 20
Fax: 0268l/8008 82
e-mail: diakonie.altenkirchen@t-online.de

 

1 Michael Klein: Kinder von Suchtkranken - Vergessen, vernachlässigt, verloren. Partnermagazin 4/2000

2 ders.: a. a. 0.

3 Deutscher Caritasverband: Nationales Gesundheitsprogramm Sucht, Kinder von Suchtkranken in den Mittelpunkt der Suchtprävention stellen, Vorrang für die Selbsthilfe Suchtkranker, Freiburg 1998

4 Konzeption der Suchtberatungsstelle im Diakonischen Werk Altenkirchen, Altenkirchen Juni 1996, S. 14

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

Welche Ziele werden mit dem Wettbewerbsbeitrag angestrebt?: 
  • den Einstieg in den Konsum von Suchtmitteln zu verhindern bzw. hinauszuzögern
  • einen suchtmittelfreien Lebensstil zu fördern
Gibt es Minimalziele?: 

ja, Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien zu entwickeln

Von wem ist die Initiative für Ihr Präventionsprojekt ausgegangen?: 
  • Fachstelle für Suchtprävention
Wenn sich Ihr Wettbewerbsbeitrag an Kinder und Jugendliche richtet, wurden dieses Zielgruppen in die Entwicklung des Angebots ei: 

ja, folgendermassen: Durch ihre Teilnahme an der Gruppe sind die Kinder maßgeblich an der Enwicklung des Angebotes beteiligt.

Welche Gründe waren für die Auswahl der Zielgruppe ausschlaggebend?: 

-erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen bzw. psychische Störungen -bisher keine Angebote für die Zielgruppe

Wie wird sichergestellt, dass die Zielgruppe sich beteiligt?: 

-Einwilligung der Eltern -Freiwilligkeit der Kinder

An welchen Bedürfnissen der Zielgruppe wird angeknüpft?: 

-Bedürfnis nach Spiel -Bedürfnis nach Gemeinschaft und Freundschaft -Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen

Wenn der Wettbewerbsbeitrag sich an Multiplikatoren richtet, welche sind das?: 
    Zielt der Wettbewerbsbeitrag auf spezielle Substanzen? : 

    nein

    Auf welche Handlungsfelder der kommunalen Suchtprävention zielt der Wettbewerbsbeitrag?: 
    • Familien mit Suchtbelastungen (Schwerpunkt)
    Welche Ämter/Dienstellen der Stadtverwaltung kooperieren in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?: 
    • Diakonie (federführend)
    • Jugendamt
    Welche Institutionen/Akteure ausserhalb der Verwaltung sind darüber hinaus in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrag: 
    • Kindergärten / Kindertagesstätten
    • Kirchliche Einrichtungen
    • Private Spender / Sponsoren
    • Sonstige
    Welche überörtlichen Institutionen/Akteure sind in die Organisationsstruktur Ihres Wettbewerbsbeitrags eingebunden? : 
    • Land
    Wie ist die Zusammenarbeit geregelt?: 
    • Projektgruppe
    In welchem Jahr wurde mit der Entwicklung Ihres Wettbewerbsbeitrags begonnen?: 

    1995

    Seit wann ist besteht sein Angebot in der Praxis?: 

    1999

    Die Finanzierung in den kommenden vier Jahren ist:: 

    offen

    Setzen Sie in Ihrem Beitrag Verfahren der Suchtprävention ein, die in Ihrer Kommune neu sind?: 

    ja, Bisher gab es kein Angebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien im Kreis

    Sprechen Sie mit Ihrem Beitrag in Ihrer Kommune neue Zielgruppen der Suchtprävention an?: 

    ja, Kinder aus suchtbelasteten Familien

    Welche anderen Neuerungen der Suchtprävention in Ihrer Kommune enthält der Wettbewerbsbeitrag darüber hinaus? : 

    Es handelt sich um einen familienorientierten Ansatz im ambulanten Bereich der Suchthilfe

    Gibt es eine schriftliche Konzeption der Suchtprävention in Ihrer Kommune?: 

    ja, 1989

    Sind eigene Bedarfserhebungen für die Bestimmung der Zielgruppe der Suchtpävention angefertigt worden?: 

    nein

    Welchem konzeptionellen Modell lässt sich der Wettbewerbsbeitrag nach seinem Schwerpunkt zuordnen?: 
    • Förderung von Alternativen zum Substanzmissbrauch
    • Informationsvermittlung
    • Konzept der Gesundheitsförderung
    • Konzept der Lebenskompetenzförderung
    • Konzept des sozialen Lernens
    Auf welche Ansatzpunkte beziehen sich die Präventionsmassnahmen?: 
    • Gemeinde, Öffentlichkeitarbeit, Stärkung der Familien
    • Protektive Faktoren, Steigerung des Selbstwertgefühls und andere (s. Konzept)
    • Risikofaktoren, Übeforderung und Stress, psychische Belastungen
    Welche Materialien und Medien kommen zum Einsatz?: 

    Bücher, Spiele, Video, Spielmaterialien, Mal- und Zeichenutensilien, Sportgeräte, Musikinstrumente, Natur, Naturmaterialien

    Gibt es eine Zeitplanung für den Wettbewerbsbeitrag?: 

    ja, 3 Jahre und mehr

    Wie gross ist die Anzahl der regelmäßig teilnehmenden Personen der Zielgruppe?: 

    7