Ziel der Wettbewerbsreihe "Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention" ist es, hervorragende kommunale Aktivitäten und Maßnahmen zur Suchtprävention zu identifizieren, zu prämieren sowie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, um damit zur Nachahmung guter Praxis anzuregen.
Mit dem Thema "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen" sollen mit dem 5. Bundeswettbewerb insbesondere jene Ansätze und Strategien zur kommunalen Suchtprävention gewürdigt werden, die sich auf Kinder und Jugendliche richten, denen es an materiellen, sozialen und individuellen Ressourcen mangelt und die besonderen bzw. schwierigen Lebenssituationen und -lagen ausgesetzt sind. Das Aufwachsen in suchtbelasteten Familien, Kinderarmut, Erfahrungen mit Ausgrenzung und sozialer Isolation sind nur einige Beispiele hierfür
Angesicht vielfacher Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen in besonderen Lebenslagen muss Suchtprävention deren Lebenskompetenz stärken und in zeitgemäßer Form Alternativen zum Suchtmittelmissbrauch aufzeigen. Wenn Heranwachsende lernen, mit Belastungen umzugehen und Benachteiligungen gar zu kompensieren, Eigenverantwortung zu übernehmen und ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Suchtmitteln als Strategie der Lebensbewältigung greifen. Kinder und Jugendliche benötigen hierbei Unterstützung von Eltern, Pädagogen/-innen und anderen Bezugspersonen. Diese haben eine Vorbildrolle gegenüber Kindern und Jugendlichen und nehmen Einfluss auf deren Umgang mit Suchtmitteln.
Zugleich sollte Suchtprävention Aktivitäten und Strukturen befördern, die auf die Verbesserung der Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen zielen. Kommunalpolitik setzt hierfür maßgebliche Rahmenbedingungen.
